Aus der Bücherei habe ich ein ungewöhnlichen Hörbuch über die Menschenhandel bzw. Sklaverei im 21. Jahrhundert ausgeliehen.
Wurde die Sklaverei nicht längst ein für allemal abgeschafft? In seinem Buch 'Menschenhandel' gibt der US-amerikanische Journalist E. Benjamin Skinner eine erschreckende Antwort. Heute, im 21. Jahrhundert, gibt es in allen fünf Kontinenten unserer Erde mehr Sklaven als je zuvor in der Geschichte.
Fünf Jahre lang hat der Autor 12 Länder bereist, um diese unfassbare wissenschaftliche Erkenntnis konkret zu untersuchen. Er musste sie leider bestätigen. Noch heute kann man sich ohne große Probleme Sklaven und Sklavinnen für alle denkbaren Zwecke kaufen und sogar nach Deutschland einführen.
Oft sind Kinder der Ärmsten Handelsobjekte. Noch immer behandeln Nachfahren von Kolonisten selbst erwachsene schwarze Menschen als minderwertig, wie kleine Kinder und beuten sie als Lohnsklaven aus, wie zum Beispiel in der früheren deutschen Kolonie Namibia. Dort müssen sich die meisten Farmarbeiter ihren dürftigen Lebensunterhalt in einem System der Lohnsklaverei verdienen, das völlige Abhängigkeit vom weißen Farmer als Grundlage hat.
Im Vergleich mit Sexsklaven und geprügelten Hausangestellten, die auch in europäischen Großbürgerhaushalten vor der Öffentlichkeit versteckt ihr Dasein fristen müssen, erscheint das Leben solcher Menschen noch als weniger furchtbar. Beide Formen der Sklaverei existieren aber bis heute.
In Indien oder im Sudan, auf Haiti, im Nahen Osten oder mitten in Europa ═ Sklaverei ist ein globales Phänomen. Und es ist aktueller denn je.
Skinners Buch rüttelt jeden Leser. 'Unnachgiebig und genau recherchiert, furchtlos geschrieben', kommentierte der frühere US-Präsident Bill Clinton Skinners Buch, als es in den USA erschien.
Dienstag, 24. Januar 2012
24. Jan - Menschenhandel von Benjamin Skinner
Mittwoch, 4. Januar 2012
04. Jan - Autobiographie von Benjamin Franklin
Auf Englisch hörte ich die Autobiographie von Benjamin Franklin als Hörbuch auf Englisch. Es klang manchmal recht komisch die alte Englische Ausdrückweisen zu hören. Auch die Englisch Sprache hat sich über die Jahre verändert.
Benjamin Franklins Autobiographie gilt als eines der ersten klassischen Werke der amerikanischen Literatur und das kann ich nachempfinden. Benjamin Franklins Autobiographie ist leider nie vollendet worden, weil dieser große Mann und Denker wegen der amerikanischen Unabhängigkeit nicht die Zeit dafür fand, sie zu beenden.
Franklin schildert sein Leben in liebenswerter Art und Weise. Er möchte der Jugend ein Vorbild sein und zeigen, wie man es zu etwas bringen kann: durch Fleiß und eine gehörige Portion Glück und Menschenverstand.
Die Lektüre lohnt sich wirklich, denn sie gibt Einsichten in das Denken und Handeln eines großen Mannes des 18. Jahrhunderts.
Die Autobiographie ist in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil wurde von Franklin im Jahr 1771 für seinen Sohn verfasst. In diesem Teil erzählt Franklin seine Lebensgeschichte von der Geburt (1706) bis 1730, dem Jahr, in dem er als selbstständiger Buchdrucker beschäftigt war, und sich zunehmend stärker in der lokalen Politik Philadelphias engagierte.
Der folgende zweite Teil umfasst die Zeit von 1730 bis ins Jahr 1757, und endet mit seiner zweiten Reise in die alte Welt nach London. Im zweiten Teil des Buches, den er nunmehr als reguläre Biographie, nicht in Form eines Briefes an den Sohn verfasste, fokussiert er sich auf die wichtigen Ereignisse in seiner und der jungen amerikanischen Geschichte.
So ist die Autobiographie in zweierlei Hinsicht ein wichtiges Werk: Zum einen ist in ihr beispielhaft beschrieben, wie ein Mensch mit Disziplin, Ehrgeiz und harter Arbeit auch entgegen schlechter Bedingungen etwas Großes aus seinem Leben machen kann. Zum anderen gibt es einen Einblick in die Entstehung der Vereinigten Staaten von Amerika.
