Ich habe in meinem Leben noch nie aus Nahum gepredigt aber heute war für mich in der Arche Lübeck Premiere.
Das Buch Nahum hat nur ein einziges Thema: Die Zerstörung Ninives. Es wurde etwa 150 Jahre nachdem Jonas in Ninive gewirkt hat. Die Erweckung, oder vielmehr die Bußbewegung, die durch die Predigt Jonas ausgelöst wurde, hielt leider nicht über mehrere Generationen an. Denn Gott hat bekanntlich keine Enkelkinde.
Die Botschaft enthält zweierlei: 1. Trost („Nahum“ bedeutet „Trost) für ein bedrängtes und furchtsames Volk. 2. Warnung: Das Buch zeigt, dass Gott ein abtrünniges Volk und eine abtrünnige Nation zerstören kann.
Hier kannst du die Predigt anhören
Hier ist der Text aus Nahum 1
1 In diesem Buch ist aufgeschrieben, was Gott der Stadt Ninive ankündigte. In einer Vision gab er seine Botschaft Nahum aus dem Dorf Elkosch weiter. 2 Gott, der Herr, duldet keine anderen Götter neben sich. Wenn sein Zorn losbricht, rächt er sich an seinen Feinden. Seine Widersacher zieht er zur Rechenschaft, alle, die ihn hassen, bekommen seinen Zorn zu spüren. 3 Der Herr ist geduldig, aber er besitzt auch große Macht und lässt niemanden ungestraft davonkommen. Wenn er daherschreitet, brechen Stürme und Unwetter los, die mächtigen Wolken sind nur der Staub, den seine Füße aufwirbeln. 4 Wenn er das Meer bedroht, trocknet es aus, ganze Flüsse lässt er versiegen. Die saftigen Weiden von Baschan welken dahin, die Bäume auf dem Karmel werden dürr, und der Libanon mit seinem Blütenmeer liegt da wie eine trostlose Wüste. 5 Die Berge und Hügel wanken, wenn der Herr erscheint, die Erde bebt, und die Menschen zittern vor Angst. 6 Wer könnte ihm noch die Stirn bieten, wenn sein Zorn losbricht wie ein verheerendes Feuer? Sogar Felsen bringt er zum Bersten! 7 Doch mit Güte begegnet der Herr allen, die ihm vertrauen; er kennt sie und schenkt ihnen Zuflucht in der Not. 8 Aber die Stadt seiner Feinde zerstört er, wie eine reißende Flut schwemmt er sie fort. Ja, Finsternis wird alle verschlingen, die den Herrn verachten! 9 Was schmiedet ihr noch Pläne gegen den Herrn? Er wird euch mit einem einzigen Schlag vernichten - ein zweites Mal könnt ihr euch nicht gegen ihn auflehnen! 10 Ihr seid nichts als unnützes Dornengestrüpp, das ins Feuer geworfen wird und lichterloh brennt wie dürres Stroh!1 11 Aus dir, Ninive2, kam ein Herrscher, der finstere Pläne gegen den Herrn schmiedete und nur Unheil ausbrütete. 12 Doch jetzt spricht der Herr zu Jerusalem3: "Wenn deine Feinde wieder anrücken und all ihre Truppen aufbieten, sollen sie niedergemäht werden wie die Halme auf einem Feld. Ich habe dich hart bestraft, doch nun ist es genug damit. 13 Ich will das schwere Joch, das auf dir lastet, zerbrechen und deine Fesseln zerreißen!"
Sonntag, 18. März 2012
18. März - Predigt über Nahum 1
Sonntag, 25. September 2011
25. Sept - Predigt über die Joch von Jesus
Die Predigt in der Arche Lübeck handelt heute von Mt 11, 28-30
Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid.
Ich will euch erquicken.
Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir,
denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig.
So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen.
Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht
Gott lädt uns durch seinen Sohn Jesus Christus ein, das Steuerrad unseres Lebens ihm zu übergeben – und zwar nicht erst, wenn es zu spät ist. Darum geht es, wenn wir den heutigen Predigttext lesen und hören. Ich habe für die Predigt den Titel „Lastenaustausch“ gewählt. Wir dürfen unsere schweren, niederdrückenden Lasten bei Jesus ablegen – und sollen dafür eine andere, leichtere Last, nämlich seine Last, auf uns nehmen.
Das erstgenannte Joch, ist das Joch, das ein Herrscher seinem Sklaven auflegt; es ist brutal, erniedrigend und ausbeutend – hier wird der Lastträger nicht gebeten oder gefragt, hier wird ihm befohlen.
Das zweite Joch ist uns angemessen und hilft uns, unsere Lebensaufgabe, die uns Gott gibt, besser zu erfüllen. Es ist das Joch eines Dieners, es ist das Joch Jesu, es ist das Joch seiner göttlichen Liebe und Kraft.
Jesus verbindet die Einladung zum Lastenablegen und Erfrischt-Werden mit der Aufforderung, doch wieder eine Last auf sich zu nehmen.
Sanftmut beschreibt das äußere Verhalten – im Gegensatz zu Härte, und Demut die innere Einstellung – im Gegensatz zu Hochmut. Beide sind sozusagen zwei Seiten derselben Medaille. Beides sind Wesensarten in der Beziehung zu anderen Menschen.
Die Bibel sagt daher mit Recht, dass Sanftmut und Demut unverzichtbare Eigenschaften der Gemeinde Jesu sind.
Und dann werden wir zweierlei erleben: Erquickung – schon jetzt, nachdem uns Jesus die unnötige Last, die wir bisher mit uns herumschleppten, abgenommen hat; und Ruhe für unsere Seele – auch schon jetzt, als Vorgeschmack für den Schalom in Gottes neuer Welt.
Hier kannst du die Predigt auch hören