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Sonntag, 3. Mai 2009

03. Mai - Schlosspark Sansoucci

Heute ist Sonntag und wir wollen es in Potsdam ruhig an gehen lassen. Nach einem sehr reichhaltigen Frühstück im Hotel haben wir einen drei Stunden langen Spaziergang im Park Sansoucci gemacht.

Schloss und Park von Sanssouci werden oft als „preußisches Versailles“ bezeichnet, und sind eine Synthese der Kunstrichtungen des 18. Jahrhunderts in den Städten und Höfen Europas. Das Ensemble ist ein herausragendes Beispiel von Architekturschöpfungen und Landschaftsgestaltungen vor dem geistigen Hintergrund der monarchistischen Staatsidee.

Im Jahre 1744 entschied sich Friedrich der Große einen Weinberg auf dem "Wüsten Berg" bei Potsdam anzulegen. Kurz darauf wurde dort der Grundstein für ein "Lusthaus" gelegt, das am 1. Mai 1747 eingeweiht wurde und an dessen Südfront der Name Sans Souci steht.

Der reizvolle Blick auf die Havellandschaft, die Abgeschiedenheit und Stille waren mitbestimmend für die Wahl des Standortes für ein Sommerschloß.

Im Verlauf der Regierungszeit Friedrich des Großen gewann der Park allmählich Gestalt. Dabei entwickelte sich eine etwa zwei Kilometer lange Allee, an der sich Bauten, Zier- und Nutzgärten sowie waldartige Bereiche wie Perlen an einer Kette aneinanderreihen.

Im Osten markiert das Obeliskportal den Beginn der Allee, im Westen beendet das Neue Palais ihren Lauf. In Höhe der Bauten erweitert sie sich zu statuengeschmückten Rondellen, deren Bedeutung noch durch Fontänen gesteigert wird.

Samstag, 2. Mai 2009

02. Mai - Potsdam – Segway Tour


Seit Tagen habe ich Ramona genervt mit einer Überraschung in Potsdam. Ich erzählte ständig von großen Spielzeug für große Kinder, vom Kaufhaus Cop, Kevin James Auftritt beim Wetten, dass? Sie kannte einen Segway vorher nicht und wusste gar nicht was ich damit meinte.


Wie erklärt man einen Segway? Ist es ein Trittbrett auf Rädern oder einen Sackkarre mit großen Rollen? Im Prospekt wird der aus den USA importierte Roller nicht eben griffig beschrieben als "das erste zweirädrige selbstbalancierende elektrische Fahrzeug mit patentierter dynamischer Stabilisierungstechnologie". Andere sagen der Segway sieht aus wie ein Rasenmäher und funktioniert wie ein elektrischer Roller.

Es ist schon sehr futuristisch, dieses Gefährt. Wenn man sich, stehend auf der Trittfläche, leicht nach vorne lehnt, düst es wie von Geisterhand los. Verlagert man das Gewicht nach hinten, bremst es. Und bleibt dann wirklich stehen, auf zwei Rädern, einfach so.

Obwohl dieser Segway doch eigentlich umkippen müsste, denkt man. Fast unmerkliche Bewegungen lassen erahnen, dass die künstliche Intelligenz beim Stehenbleiben weiterarbeitet: Der Bordcomputer rechnet hundert Mal in der Sekunde aus, wie er ausbalancieren muss.

Nach einem 20 minutigen Einweisung im Park gingen wir wie kleine Kücken hinter dem Mutter Entchen los und haben Potsdam entdeckt.

Wir haben in gut 2 Stunden auf unserem ca. 18 Kilometer langen Strecke folgendes entdecken:
Holländisches Viertel (Start), Nauener Tor, Rathaus, Alexandrowka, Kaiserin-Augusta-Stift, Meierei, Schloss Cecilienhof, Belvedere, Russisch Orthodoxe Kirche, Krongut Bornstedt, Historische Mühle, Schloss Sanssouci, Orangerie, Neues Palais, Schloss Charlottenhof, Luisenplatz, Brandenburger Tor, Jägertor, Holländisches Viertel (Ende).

Ich muss schon bekennen, es tierisch abgefahren war auf dem Segway zu fahren. Die ganze Zeit habe ich praktisch nur gegrinst. Es machte so viel Spaß mit dem Teil durch die Gegend zu fahren.

Mit dem Science-Fiction-Gefährt können Touristen Potsdam auf eine neue Art erkunden – nur auf geführten Touren und nur bis Tempo 20.


Solche Touren gibt es mittlerweile in fast jeder Großstadt – einfach hier schauen.