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Samstag, 5. Februar 2011

05. Feb - Nasiräer


Wir als CZI hatten ende letzten Jahr einen Pastor aus den Philippinen zum besucht gehabt. Er erzählte von der Erweckung unter Jugendlichen und von einem Jüngerschaftsprogramm Namens - JESUS REVOLUTION NOW!

Wir als Gemeinde haben nur diese Jüngerschaftsprogramm "NASIRÄER ein TRAININGS - HANDBUCH" ins deutsch übersetzt und ich habe diese Woche dazu die Graphiken gemacht und auch den Layout gestaltet.

Ein Nasiräer ist im Judentum ein Mensch, der Gott gegenüber freiwillig einen besonderen Eid leistet. Bestandteile des Eides sind:

  1. auf alkoholische Getränke wie Wein und Bier völlig zu verzichten, ebenso auf Weintrauben, Rosinen und Essig,
  2. sich keiner Leiche und keinem Grab zu nähern, selbst wenn es sich um einen nahen Verwandten handeln sollte,
  3. sich nicht die Haare und den Bart zu schneiden.
Diese Bestimmungen finden sich im 4. Buch Mose im sechsten Kapitel. Haare und Bart des Nasiräers werden vor Beginn der festgesetzten Zeit abrasiert.

Im antiken Judentum brachte der Nasiräer nach Ablauf dieser Zeit zum Abschluss ein Opfer im Tempel dar, und Haare und Bart wurden noch einmal abgeschnitten.

Gewöhnlich wurde der Eid auf Zeit geleistet, üblich waren der jüdischen Überlieferung nach zwischen 30 und 100 Tage. Es gab aber auch Nasiräer auf Lebenszeit, die bereits von ihren Eltern für diesen Lebensweg erwählt wurden.

Die bekanntesten unter den letzteren waren der Richter Simson, der Prophet Samuel und Johannes der Täufer. Von dem christlichen Apostel Paulus ist bekannt, dass er diesen Eid zumindest einmal auf Zeit ablegte, und dass auch andere Judenchristen in der Jerusalemer Urgemeinde diesen Eid noch leisteten.

Donnerstag, 3. September 2009

03. Sept - Amos


Heute Abend im Hauskreis hat mich den Verse aus Amos 3,7 sehr beschäftigt. Dort steht:

Gott der Herr tut nichts, er offenbare denn sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten.


Nun Amos war ein sozialkritischer Prophet aus dem Südreich Juda, der im 8. Jahrhundert v. Chr. im Nordreich Israel predigte. Das Buch Amos gehört zur Reihe der Zwölf kleinen Propheten im Tanach, der hebräischen Bibel. Amos ist der erste der Schriftpropheten, dessen Worte aufgezeichnet und in Buchform überliefert wurden.

Amos war nach eigene Angaben Vieh- und Maulbeerfeigenbaumzüchter. Seine Predigten kritisieren besonders das Verhalten von Großgrundbesitzern gegen abhängig arbeitende Arme.

Amos ist der erste Prophet, dessen Berufung schriftlich überliefert ist: Er selbst berichtet, er habe bei dem Dorf Tekoa (17 km südlich von Jerusalem) in der benachbarten Wüste Juda Schafe gehütet, als JHWH ihn von dort „genommen“ und beauftragt habe, im Nordreich sein Wort zu verkünden. Er war also keiner der dort amtierenden Hofpropheten, mit denen er dann in Konflikt geriet, und auch keiner nordisraelischen Opposition verbunden, sondern stand ihnen schon nach seiner Herkunft distanziert gegenüber.

Seine Verkündigung richtete sich jedoch von vornherein an ganz Israel, gegen seinen Kult und seine sozialen Verhältnisse. Denn „Israel“ stand auch nach der Reichsteilung weiterhin für die Gesamtheit des erwählten Volkes aller Israeliten.

Die Prophetie des Amosbuches ist die Botschaft vom kommenden Gott, der die von ihm „gegründete“ Gesellschaft retten will – durch Umkehr oder Gericht. Sein Ziel ist, dass die Menschen die Gaben der Erde und den Ertrag ihrer Arbeit in messianischem Frieden gemeinsam genießen können.

So entscheidet sich die „Wahrheit“ des biblischen Gottes an der „Wahrheit“ des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Darum hält das Amosbuch in Kritik und Vision die Utopie der biblisch bezeugten Anfänge Israels fest. Denn die Verwirklichung von Recht und Gerechtigkeit ist gelebter Gottesbund.

Nun aber bleibt trotzdem für mich die Frage ob Gott immer seine Geheimnise seinen Knechten also die Proheten offenbart.