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Mittwoch, 25. Juli 2012

25. Juli – Sylt

Als ich letzten Freitag im Internet nach einem Augenarzt auf Rømø gesucht habe, fand ich zwei Augenärzte in Niebüll und zwei auf Sylt. Die beiden in Niebüll hatten gleichzeitig Urlaub (wie dämlich) und deshalb hatte ich einen Termin für die Augeninnendrucküberprüfung in Westerland um 10.30 heute Morgen.

Deshalb waren Mona und ich schon um kurz nach 7 Uhr aufgestanden und haben die 8.30 Uhr Fähre nach Sylt genommen. Die Überfahrt ist echt wunder schön und für nur knapp 10 Euro pro Person bezahlbar

Dort in List aus Sylt nahmen wir die 9.30 Uhr Bus nach Westerland wo wir unsere Mieträder abgeholt haben. Der Augenarzt war direkt in der Fußgängerzone vor dem Bahnhof und damit sehr leicht zu finden.

Bei mir wurde einen Augeninnendruck von nur 4 gemessen. Vielleicht hätte ich gestern Abend die zwei Gläser Wein nicht trinken sollen – denn Alkohol senkt den Druck oder diesen Gerät zum Pusten war nicht so genau wie erwünscht. Egal – die Prüfung dient nur zur Kontrolle und ich habe viel mir Angst, dass der Druck zu schnell steigt, als das der Druck erst Mal niedrig bleibt. Damit war meine Pflichtpunkt abgearbeitet nun ging es darum den Tag alleine mit Mona zu genießen.

Wir sind erst einmal nach Wenningstedt mit den Fahrrädern gefahren. Dort bei Edeka haben wir uns mit kalte Getränke und Weintraube. Wobei ich bat Mona ein paar Weintraube mitzunehmen und sie kommt mit einem ganzen Kilo zurück. Also 5 Euro für Trauben und 2,20 Euro für Getränke habe ich dort bezahlen dürfen.

Wir verbrachten dann fast eine Stunde am Strand und haben uns über den genialen Wetter gefreut. Es tat einfach gut für eine ganze Stunde nichts zu tun und einfach am Strand zu liegen – aber dann wir es Zeit für Mona und ich weiter zu fahren. Denn mehr als Stunde muss auch nicht sein.

Es war schon Mittagszeit und Mona wollte erst Mal weiter nach Kampen radeln und dort nach einem Restaurant suchen. Leider haben wir dort nichts gefunden was zu unsere Portmonee bzw. Geschmacksnerven passt –also sind die weitere 10 Kilometer nach List gefahren.

Die Strecke zwischen Kampen und List gehört für mich zu den schönsten Fahrradstrecken die ich je gefahren bin. Vor Jahren bin ich schon Mal die Strecke mit Kevin gefahren als wir auf Sylt unsere Vater-Sohn Wochenende hatten. Ich kann jedem dazu nur ermutigen diesen Abschnitt mindestens einmal im Leben zu fahren.

Endlich in List angekommen haben wir lecker gegessen – Mona Schnitzel und ich Currywurst plus jeweils Pommes. Da wir so früh in List schon waren, kam die Idee auf eine Fähre früher zu nehmen. Ich hatte im Kopf, dass die Fähren ca. alle 2 Stunden fahren. Also die letzte Fähre war um 18.25 deshalb dachte ich, dass die vorletzte Fähre dann um 16.25 sein müsste. Wir brachten die Fahrräder zurück und liefen in den Hafen zurück und da merkte, dass die Fähre schon da war und gleich ablegen wollte. Wir liefen hin aber zu spät – die vorletzte Fähre war um 15:35 – also fast eine ganz Stunde früher als ich dachte. Schade.

Mona und ich haben die Erlebniszentrum Naturgewalten Sylt für gut zwei Stunden besucht und wir haben einiges über die Geschichte von Sylt und die Kraft von Wind und Wasser erfahren dürfen.

Da wir immer noch 20 Minuten hatten, legten wir uns am Strand in List und wir ließen es uns einfach nur gut gehen lassen. Die letzte Fähre zurück nach Rømø war wesentlich voller aber trotzdem bekamen Mona und ich einen Strandkorb auf dem Oberdeck und die Zeit auf der Fähre verging wie im Flug.

Alles war mehr oder weniger in Ordnung in der Ferienhaus. Es war die Kinder heute einfach zu heiß und deshalb haben sie so gut wie nichts gemacht. Unglaublich aber bisher wir haben die einzige Woche Sommer im diesem Jahr für unserem Urlaub erwischt. Letzte Woche als ich noch im Krankenhaus lag, hat es gegossen wie aus Eimern und diese Woche haben wir Kaiserwetter.

Also schon wieder einen genialen Tag im Urlaub.

Freitag, 28. Mai 2010

28. Mai – Kindesmissbrauch vermeiden


Heute Abend war ich auf eine Nordwestbundsitzung für alle Delegierten in Hamburg. Die Tagung an sich war nicht ganz so aufregend aber die Andacht am Anfang war sehr gut. Die Andacht handelte von Kindesmissbrauch vermeiden und als Grundlage diente die Geschichte vom Tamar und Amnon aus 2. Samuel Kapitel 13.

Ich persönlich habe seit Jahren nicht über diese Geschichte nachgedacht denn das 2. Buch Samuel habe ich seit längere nicht durchgelesen. Deshalb war ich leider stark überrauscht wie passend diese Geschichte auf den Missbrauchprozess fast zugeschnitten ist.

List, Trug, Inzest und Verschleierung ist in diese Geschichte zu finden. Es gab Mittäter und Menschen die alles Vertuschen bzw. Verschweigen wollen. Das Opfer wurde nicht ernst genommen und sie lebte nach der Vergewaltigung einsam mit ihren seelischen Schmerzen obwohl die körperlichen Wunden schon längst geheilt waren.

Hier kannst du selbst die Geschichte nachlesen aus 2 Samuel 13, 1-22

Davids Sohn Abschalom hatte eine schöne Schwester. Sie hieß Tamar. Eines Tages verliebte sich Amnon, ein anderer Sohn Davids, in sie. Amnon begehrte sie so sehr, dass er krank wurde. Sie war noch unberührt und er sah keine Möglichkeit, an sie heranzukommen. Nun hatte er einen Freund namens Jonadab. Das war der Sohn von Davids Bruder Schima. Er war ein sehr kluger Mann.

Er sagte zu Amnon: "Was ist los mit dir, Prinz? Warum bist du Morgen für Morgen so elend? Willst du es mir nicht sagen?" "Ich habe mich in Tamar, die Schwester meines Bruders Abschalom, verliebt", erwiderte er. Da riet Jonadab ihm: "Leg dich auf dein Bett und stell dich krank. Wenn dann dein Vater nach dir sieht, sag zu ihm: 'Könnte nicht meine Schwester Tamar zu mir kommen und mir die Krankenkost bringen? Wenn sie sie hier vor meinen Augen zubereitet, dass ich zusehen kann, werde ich essen, was sie mir gibt.'" Amnon legte sich also hin und stellte sich krank. Als der König ihn besuchte, sagte Amnon zu ihm: "Könnte nicht meine Schwester Tamar kommen und vor meinen Augen zwei Herzkuchen formen? Was sie mir gibt, werde ich essen." Da schickte David jemand zu Tamar ins Haus und ließ ihr sagen: "Geh doch ins Haus deines Bruders Amnon und mach ihm etwas zu essen!"

So ging Tamar ins Haus Amnons, während er sich hingelegt hatte. Sie nahm Teig, knetete ihn, formte vor seinen Augen die Herzkuchen und backte sie. Dann nahm sie die Pfanne und richtete es ihm zu. Aber er weigerte sich zu essen. "Es sollen erst alle hinausgehen!", verlangte er. Als alle weg waren, sagte er zu Tamar: "Bring die Krankenkost ins Schlafzimmer. Ich werde nur essen, wenn du es mir direkt gibst." Da nahm Tamar die Herzkuchen, die sie gebacken hatte, und brachte sie ihrem Bruder ans Bett. Als sie ihm etwas davon reichte, packte er sie und sagte: "Komm Schwester, schlaf mit mir!" "Nicht doch, mein Bruder!", rief sie, "zwing mich nicht zu so etwas! Das darf man in Israel nicht tun! Diese Schandtat darfst du nicht begehen! Und ich, wo soll ich mit meiner Schande hin? Und du würdest als einer der Niederträchtigsten in Israel dastehen. Sprich doch mit dem König! Er wird mich dir sicher nicht verweigern." Doch Amnon wollte nicht auf sie hören. Er fiel über sie her und vergewaltigte sie.

Danach aber wurde Amnon wütend auf sie und fing an, sie regelrecht zu hassen. Sein Hass auf sie war größer als sein Verlangen vorher. "Steh auf und mach dich fort!", schrie er sie an. "Nein, jag mich jetzt nicht weg!", flehte sie. "Das Unrecht wäre noch schlimmer als das andere, das du mir angetan hast." Aber er wollte nicht auf sie hören, sondern rief den jungen Mann, der in seinen Diensten stand, und sagte: "Schaff mir die da fort! Los, weg mit ihr! Hinaus! Und schließ die Tür hinter ihr zu!" Sie trug ein Kleid mit langen Ärmeln, denn solche Gewänder zogen die Töchter des Königs an, solange sie noch unberührt waren. Als nun der Diener sie hinausbrachte und die Tür hinter ihr zuschloss, streute Tamar Staub auf ihren Kopf, zerriss das langärmlige Kleid, das sie anhatte, legte eine Hand auf den Kopf und lief schreiend davon.

Ihr Bruder Abschalom fragte sie: "War dein Bruder Amnon mit dir zusammen? Nun denn, sprich nicht darüber, meine Schwester. Er ist ja dein Bruder. Nimm dir diese Sache nicht zu Herzen." Da blieb Tamar vereinsamt und verstört im Haus ihres Bruders Abschalom wohnen. Als König David erfuhr, was geschehen war, wurde er sehr zornig. Abschalom aber sprach kein Wort mehr mit Amnon, denn er hasste ihn, weil er seine Schwester Tamar vergewaltigt hatte