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Donnerstag, 21. August 2014

21 Aug – Hörbuch - Stoner von John William

Diese Woche habe ich das Hörbuch “Stoner” gehört. Stoner ist ein Roman des amerikanischen Autors John Williams, der 1965 erstmals gedruckt wurde, lange vergessen war, erst nach seiner Neuausgabe 2006 durch Edwin Frank in den NYRB Classics von der internationalen Kritik wahrgenommen wurde und sich danach auch zu einem Publikumserfolg entwickelte.

Der Roman spielt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den USA. Der Protagonist des Romans, William Stoner, einziger Sohn eines armen Farmerehepaars, wird zum Studium der Landwirtschaft auf eine Universität geschickt und entdeckt dort seine Liebe zur englischen Literatur, der er sein Leben lang treu bleibt. Er wird Dozent für englische Literatur an der Universität, geht eine unglückliche Ehe ein, entfremdet sich seinen Eltern, zieht ohne Hilfe seiner Frau die gemeinsame Tochter groß und führt eine akademische Karriere mit Mühsalen und ohne Glanz.

Als das Buch 1965 in USA herauskam, wurde es in der Zeitschrift The New Yorker positiv besprochen, verkauft wurden rund 2.000 Exemplare. Als dann der amerikanische Literaturwissenschaftler Irving Howe 1966 inThe New Republic einen Aufsatz veröffentlichte, in dem er das Buch als „ernsthaft, wunderschön und berührend“ (Serious, beautiful and affecting) beschreibt, war es auf dem Buchmarkt nicht mehr erhältlich. 1973 kam es in England heraus, wurde kaum beachtet und C. P. Snow stellte sich in der Financial Times die Frage, wieso das Buch nicht berühmt sei. 2006 publizierte Edwin Frank, der Leiter der renommierten New York Review of Books Classics, das Buch mit einer Einführung durch den irischen Romancier John McGahern.

2007 nannte Morris Dickstein in seiner Kritik in der New York Times den Roman a perfect novel und konnte damit erstmals die Aufmerksamkeit der internationalen Literaturkritik auf das Buch ziehen. 2013 brachte der Deutsche Taschenbuch Verlag die erste Übersetzung ins Deutsche durch Bernhard Robben heraus.

NDR Kultur resümiert 2013 in einer Besprechung der Audiofassung des Buches: „Im Grunde handelt dieser Universitätsroman von den manchmal recht verqueren Wegen der Liebe. Im Wissenschaftsbetrieb lassen die Leidenschaften sich zur Lehr- und Forschungstätigkeit sublimieren; doch Konkurrenzkampf und Intrigen können sie auch in etwas Ungesundes verwandeln. Das Buch schildert das gekonnt am Beispiel des Hochschullehrers William Stoner, der wahrscheinlich nicht ganz zufällig schon im Namen einige Ähnlichkeit mit seinem Schöpfer John Williams hat.”

Mittwoch, 26. Januar 2011

26. Jan - Sanft will ich dich töten


Aus der Bücherei habe ich ein Hörbuch von Lisa Jackson ausgeliehen mit dem Titel "Sanft will ich dich töten"

In diesem Hörbuch versteht es Lisa Jackson, Spannung, Gefühl und Leidenschaft gut zu kombinieren. Jenna, ehemalige Hollywooddiva, zieht mit ihren Töchtern in einen abgelegenen Ort, um sich um ihre Kindern zu kümmern und ein ganz normales Leben zu führen.

Da wird erst eine Leiche gefunden, dann verschwinden mehrere Frauen in ihrer Umgebung. Gleichzeitig bekommt Jenna verrückte Briefe von einem anonymen Verehrer.

Jenna sucht Hilfe bei dem Polizeichef, der Jenna erst überhaupt nicht leiden kann, da sie aus Hollywood kommt. Natürlich knistert es zwischen den beiden gewaltig. Das gefällt dem „Verehrer“ überhaupt nicht und es kommt zum Finale.

Lisa Jackson arbeitete nach ihrem Studium zunächst einige Jahren im Banken- und Versicherungswesen, bevor sie das Schreiben für sich entdeckte. Mittlerweile zählt Jackson zu den amerikanischen Top-Autorinnen, deren Romane regelmäßig die Bestsellerlisten der "New York Times" und der "USA Today" erobern. Ihre Hochspannungsthriller wurden in 15 Länder verkauft.

Donnerstag, 4. März 2010

04. März - Scrabble


Heute habe ich mit eine Klasse zum Semester Abschluss Scrabble auf Englisch gespielt. Ich spiele sehr gerne Scrabble und gegen nicht Muttersprachler gewinne ich fast immer - allerdings gegen meine Mutter gewinne ich fast nie.

1931 erfand der amerikanische Architekt Alfred Mosher Butts die Urform des Spiels, das er zunächst „Lexico“ nannte. Laut Firmengeschichte war es Butts Ziel, ein Spiel zu schaffen, das zur Hälfte von den Fähigkeiten der Spieler und zur anderen Hälfte durch Glück beeinflusst wird.

Die Grundregeln des Spiels waren bereits in der Urfassung „Lexico“ dem heutigen „Scrabble“ vergleichbar (unterschiedliche „Buchstabenwerte“, ungleichmäßige Verteilung des Buchstabenvorkommens, etc.), es wurde jedoch nicht auf einem Brett gespielt, sondern Punkte wurden ausschließlich anhand der Länge und Buchstabenzusammensetzung der Wörter vergeben.

Der Legende nach soll sich Butts bei der Frage, wie oft welche Buchstaben vorkommen müssen, an einer von ihm vorgenommenen statistischen Auswertung der Buchstabenhäufigkeit einer Titelseite der New York Times orientiert haben.

Kommerziell war „Lexico“ kein Erfolg. Butts erhielt kein Patent auf seine Erfindung und verkaufte nur rund 200 selbstgefertigte Exemplare. Er bot das Spiel die beiden größten Spielhersteller in den USA Parker Brothers und Milton Bradley an, diese zeigten aber kein Interesse, sein Spiel zu verkaufen.

Inspiriert durch die gerade aufgekommenen Kreuzworträtsel entschloss sich Butts 1938, „Lexico“ um ein eigenes Spielfeld zu erweitern und es in „Criss-Crosswords“ umzubenennen. In den folgenden Jahren änderte er Details am Spielfeld ebenso wie an den Regeln, ohne jedoch das Spielprinzip im Wesentlichen zu verändern. Doch auch dies versprach keinen kommerziellen Erfolg – kein Hersteller kaufte das Spiel und Butts legte die weitere Entwicklung bis 1948 auf Eis.

Der Siegeszug des Spiels begann mit James Brunot, einem Anwalt und „Criss-Crosswords“-Spieler der ersten Stunde, der die Herstellungs- und Vertriebsrechte an dem Spiel gegen Zahlung einer Provision pro verkauftes Spiel im Jahr 1948 von Butts übernahm. Am 1. Dezember 1948 wurde es erfolgreich patentiert. Es war Brunot, der dem Spiel seinen heutigen Namen gab und die Marke „Scrabble“ am 16. Dezember 1948 beim Markenamt anmeldete.

In den Jahren von 1949 bis 1952 stellte Brunot das Spiel in eigener Regie her und verkaufte bis zu 90.000 Exemplare im Jahr. 1952/53 lizenzierte Brunot die Herstellung für die USA und Kanada an den amerikanischen Spielhersteller Selchow and Righter. 1972 kaufte Selchow and Righter das Warenzeichen und die Exklusivrechte an Scrabble von Butts für den nordamerikanischen Markt. 1986 wurde Selchow and Righter von Coleco übernommen; nach der baldigen Insolvenz von Coleco übernahm Hasbro 1989 Coleco und damit die Rechte für den nordamerikanischen Markt.

Für Großbritannien lizenzierte J. W. Spear & Sons 1953 das Spiel. Schowanek lizenzierte das Spiel 1953 für Deutschland, Italien und einige andere europäische Länder. 1958 konnte J.W. Spear & Söhne eine Übernahme dieser Lizenz erreichen. 1968 wurden die Lizenzrechte (mit Ausnahme von USA und Kanada) komplett von Brunot an Spear veräußert. Spear wurde 1994 an Mattel verkauft.

Spielablauf

  • Zu Beginn des Spiels wird durch Ziehen eines Buchstabens die Reihenfolge bestimmt. Wessen Buchstabe im Alphabet an vorderster Stelle steht, beginnt zu legen. Danach geht es im Uhrzeigersinn weiter.

  • Die Spieler ziehen nun nacheinander in der Reihenfolge sieben Buchstaben aus dem Beutel und legen sie so auf ihre jeweilige Ablagebank, dass die Mitspieler sie nicht sehen können. Ziel ist es nun, mit den gezogenen Buchstaben ein Wort zu legen, das möglichst viele Punkte einbringt. Dabei muss der erste Spieler sein Wort in jedem Fall auf den Stern in der Spielfeldmitte legen. Die Wörter müssen einen Sinn ergeben. Möglich sind auch grammatische Ableitungen (beispielsweise Feldes, legte, schönes).

  • Nachdem das erste Wort gelegt wurde, füllt der Spieler sein Bänkchen wieder bis auf sieben Buchstaben auf. Nun ist der nächste Spieler an der Reihe und versucht ebenfalls, mit seinen Buchstaben eine hohe Punktzahl zu erreichen. Im Scrabble kann generell ein neues Wort gelegt oder ein bestehendes Wort durch Anhängen von Buchstaben erweitert werden, allerdings muss immer an einen Buchstaben des bestehenden „Wortgerüsts“ angelegt werden. Es wird immer die Punktzahl des gesamten neuen Wortes beziehungsweise aller neu entstandenen Wörter berechnet. Ausgenommen hiervon sind bereits belegte Bonusfelder. Für das Ablegen aller sieben Buchstaben gibt es 50 Bonuspunkte.

  • Sind alle Spieler einmal an der Reihe gewesen, ist die erste Runde abgeschlossen und die zweite Runde beginnt in der gleichen Reihenfolge. Falls ein Spieler mal nicht legen kann oder legen möchte, kann er auch passen und entweder keinen oder bis zu sieben Buchstaben austauschen. Es müssen jedoch noch mindestens sieben Buchstaben im Buchstabenvorrat vorhanden sein. Er darf dann erst wieder in der folgenden Runde ein neues Wort legen.

  • Das Spiel ist beendet, wenn keine Buchstaben mehr im Säckchen sind und ein Spieler keine Buchstaben mehr auf dem Bänkchen hat beziehungsweise alle Spieler einmal gepasst haben. Der Punktewert der auf dem Bänkchen verbliebenen Buchstaben wird abgezogen und demjenigen Spieler, der das Spiel durch Aufbrauchen des Buchstabenvorrates beendete, gutgeschrieben. Sieger ist der Spieler mit den meisten Punkten.

Was nicht erlaubt ist
  • Kein Wort darf diagonal gelegt werden − nur waagerecht und senkrecht.

  • Eigennamen von Personen und geografischen Objekten dürfen nicht gelegt werden: Karl, Anne, Schmidt, Kowalski, Berlin, Hamburg,Schweiz, Uruguay, Rhein und so weiter sind verboten. Gesetzt werden dürfen hingegen Namen, die im allgemeinen Sprachgebrauch noch eine andere Bedeutung haben, zum Beispiel Horst (Raubvogelnest), Urs (Genitiv von Ur), Müller (Beruf) oder Seine (Possessivpronomen).

  • Markenbezeichnungen (Opel, Audi, Persil etc.) dürfen auch nicht gelegt werden. Darunter fällt beispielsweise auch Fön, welches ein eingetragenes Warenzeichen ist, auch wenn im allgemeinen Sprachgebrauch damit kein Produkt eines bestimmten Herstellers gemeint ist. Da das Verb fönen als frühere Schreibweise des Verbs föhnen weiterhin im Rechtschreibduden aufgeführt wird, ist fön als Imperativ hiervon dennoch zulässig.

  • Abkürzungen sind verboten (UKW, WC, TNT etc.). Kurzwörter, die als ein Wort gesprochen werden, dürfen aber gelegt werden (Moped,Trafo, Kilo). Ufo und Radar waren bis zur 24. Auflage des Rechtschreibdudens als unzulässige Abkürzungen vermerkt, weisen in der 25. Auflage aber kein Abkürzungsmerkmal mehr auf und gelten somit fortan als gültige Kurzwörter.

  • Für zusammengesetzte Substantive gibt es keine verbindlichen Regeln. Substantive, die nicht eindeutig und selbstverständlich, beziehungsweise nicht in einem Wörterbuch verzeichnet sind, sollten nicht gelegt werden − so darf zum Beispiel Schneckenhaus oderPfeffermühle gelegt werden, Würmerhaus, Bachkippe, Quallenknödel oder Schwimmbesteck hingegen nicht.
Bei offiziellen Turnierspielen sind nur die im zugrunde gelegten Wörterbuch aufgeführten Zusammensetzungen erlaubt. Als Wörterbuch dient in der Regel der aktuelle Rechtschreibduden.