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Freitag, 10. Februar 2012

10. Feb - Sozialwerk Seminar


Vor ein paar Monate bekam ich eine Einladung für einen Seminar in Kiel mit dem Thema „Wie gründe ich einen Sozialwerk“ von den Bund freikirchliche Pfingstgemeinden. Aus irgend einen Grund fühlte ich mich angesprochen und habe mich deshalb angemeldet.

Seit fast 20 Jahren habe ich immer wieder sehr enge Kontakt zum Haus Elim in Wilster – eine Übergangseinrichtung für Alkoholsüchtige Männer und seit fast zwei Jahrzehnte trage ich mehr oder weniger Verantwortung für einiges im Sievershof in Vaale – der christliche Alten und Pflegeheim vom Mülheimer Verband.

Ich habe seit vielen Jahren das Bild wenn ich an Gemeinde denke von einem Vogel: ein Flügel ist Evangelisation/Jüngerschaft und der andere Flügel ist Diakonie/Dienen. Leider aber können fast alle kleine Gemeinden in dem ich tätig bin, habe dafür kaum Kapazitäten.

Um ehrlich zu ehrlich fand ich es erfrischend wieder Mal bei den Pfingstlern zu sein. Ihre Kühnheit und große Glaube tut gut, wobei die ganze Zeit nagte die Frage bei mir – wie geht man mit Versagen um wenn die Vision nicht verwirklicht wird. Aber wir als Mülheimer Verband gehen eindeutig nicht besser mit Versagen um.

Es tat auch gut nicht nur mit Pastoren zusammen zu sein – sondern mit Menschen die sozial und diakonisch tätig sind. Die denken und sprechen ganz anders. Die kaufmännische Überlegungen spielten endliche eine Rolle und nicht die theologische Bedenken.

Heute Abend ging es zuerst um die soziale Verantwortung als Gemeinde Jesus und des Sozialstaates. Danach ging es um die Rechtsformen von sozialen Einrichtungen und die Vor- und Nachteile von eingetragene Vereine, eingetragene Genossenschaften, Stiftungen und GmbH. Natürliche als Sozialwerk stellt sich die Frage ob und wie die Gemeinnützigkeit möglich ist.

Zwei sehr interessante Ideen habe ich heute Abend mitgenommen.

Da oft Sozialwerke Geld von der öffentliche Hand bekommen sollte nun doch vielleicht der Träge eine „weltlich“ Rechtsform sein - also nicht eindeutig Fromm. ABER dafür eine eigene Verein für die geistlichen Betrag gründen und führen – da es sonst sehr schwierig sein könnte Geld vom Staat zu bekommen.

Die zweite interessante Idee ist daraus abzuleiten - wir können dann für jede neue Dienst einen eigene „Marke“ haben. Also die „ABC123“ gGmbH mit viele Schwerpunkte – Suppenküche, Obdachlosen Wohnungen, Kindergarten, Seniorenheim oder so ähnlich.

Denn die Frage ist für mich seit Jahren - werde ich eines Tages wieder voll zeitiger Pastor werden (kann ich mir vorstellen) oder hat Gott etwas anders für mich vorgesehen. Zwar christlich aber nicht Pastor. Die Zeit wird es zeigen.

Freitag, 9. April 2010

09. April - Ikea: eine Stiftung?


Heute Abend waren Ramona und ich bei Ikea. Aber was ist Ikea?

Ein schwedisches Unternehmen? Nein, in wirklich ein kompliziertes Geflecht von Unternehmen, Holdings und Stiftungen im Besitz einer niederländischen Stiftung.

Die 1982 vom Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ins Leben gerufene Stichting Ingka Foundation (SIF) besitzt die Ingka Holding Group, welche 210 der weltweit 240 Ikea-Einrichtungshäuser betreibt.

Laut „Economist“ hat die SIF einen aktuellen Wert von US$ 36 Milliarden und ist damit die reichste Stiftung der Welt. Sogar reicher als die Melinde and Bill Gates Foundation

Doch statt wie andere Stiftungen zum Beispiel Schulen oder AIDS-Programme zu fördern, hilft die SIF Kamprad Steuern zu vermeiden: In den Niederlanden ist die SIF als offiziell nicht Profit orientierte Organisation steuerbefreit.

Auch sonst schöpft Ikea alle legalen Mittel aus, um Steuern zu minimieren.

Forbes schätzt sein Vermögen auf 23 Mrd. US-Dollar. Somit sei er auf Platz 11 der reichsten Männer weltweit. Er ist damit die reichste in der Schweiz wohnhafte Person. Dabei kommt er in den Genuss der Pauschalbesteuerung, welche für Steuerpflichtige meist sehr günstig ist.

Obwohl Kamprad sein Eigentumsrecht 1982 offiziell an die Stichting Ingka Foundation abgegeben hat und nur mehr „Senior Adviser“ ist, kontrolliert er die SIF nach wie vor, und zwar via den fünfköpfigen Stiftungsrat, in dem auch Kamprads Frau und sein Schweizer Anwalt sitzen.

Offiziell sind die SIF-Milliarden „für Innovationen in Architektur und Innendesign“ bestimmt. Dieser gemeinnützige Zweckartikel ist aber mehr Etikettenschwindel als alles andere, denn die Stiftung dient doch primär der legalen, systematischen Steuervermeidung.

So macht die SIF nur minimale Ausschüttungen. Soweit diese überhaupt ausgewiesen werden, gingen 2005 gerade mal US$ 1,7 Millionen an das Institute of
Technology in Lund, wo vor allem Architektur gelehrt wird und 1983 Kamprad die Ehrendoktorwürde der Universität Lund verliehen wurde.

Die Kamprad-Familie hat das Problem, dass sie aus ihrer Stiftung nicht einfach Geld abziehen kann. Hier hilft eine Schachtelkonstruktion, die weit komplizierter ist als das vertrackteste „Billy- Regal“: Die holländische Firma Inter Ikea Systems (IIS) besitzt die Rechte zu Ikeas Konzepten, Produktdesigns und der Marke Ikea.

Als Franchise-Geber erhält das Unternehmen 3% der Verkäufe aller Ikea-Läden weltweit (2004: € 631 Millionen). Die Besitzer von IIS sind nicht bekannt. IIS gehört einer gewissen Inter Ikea Holding, registriert in Luxemburg. Diese wiederum ist im Besitz einer Unternehmung selbigen Namens mit Sitz auf den holländischen Antillen, welche ihrerseits
durch eine „trust company“ in Curaçao geführt wird.

Solche Konstruktionen, die verschiedene Rechtsformen mit mehreren Steueroasen (auch solchen mit zweifelhaftem Ruf) kombinieren, sind Kennzeichen dubioser Strukturen und nicht eines familienfreundlichen Unternehmens. Der renommierte „Economist“ schreibt denn auch, dass die Inter Ikea Holding „fast mit Sicherheit“ von der Kamprad Familie kontrolliert wird.

Freitag, 12. Februar 2010

12. Feb - Melinda und Bill Gates Foundation


Mich fasziniert wieder der Gedanke von Philanthropie seitdem ich das Buch von Warren Buffet gelesen habe.

Philanthropie bezeichnet eigentlich eine Grundhaltung und Einstellung, die grundsätzlich an das Gute im Menschen glaubt. Dementsprechend suchen und erkennen Philanthropen das Gute im Menschen. Ihre Liebe zu den Menschen kann sich darin zeigen, dass sie für andere Menschen Gutes tun oder ihr Leben dem Dienst an ihren Mitmenschen widmen.

Philanthropen können aus ihrem Glauben heraus philanthropisch handeln wie es sich im Gebot der christlichen Nächstenliebe zeigt (Mutter Teresa). Einen darüber hinausgehenden religiösen, politischen oder anderweitig dogmatischen Zusammenhang gibt es nicht.

In den Vereinigten Staaten, wo (private) Wohltätigkeit traditionell eine größere Rolle spielt als in Europa, wird der Begriff philanthropist (Philanthrop) vielfach auch auf reiche Personen angewandt, die große Teile ihres Vermögens zu wohltätigen Zwecken einsetzen, also faktisch menschenfreundlich sind. In diesem Sinne gelten unter anderen Andrew Carnegie, Jean Paul Getty, Paul Newman, Brooke Astor und Bill Gates als Philanthropen.

Warren Buffett kündigte 2006 an, in den nächsten Jahren 37,4 Milliarden Dollar in Aktien seiner Holding Berkshire Hathaway spenden zu wollen. 5/6 davon sollen der Bill & Melinda Gates Foundation zufließen. Die erste Zahlung im Wert von $1,6 Mrd. erfolgte im Juni 2006, die zweite im Wert von $1,76 Mrd. erfolgte im Juli 2007, die dritte im Wert von $1,8 Mrd. im Juli 2008.

Die Bill & Melinda Gates Foundation ist an den Einlagen gemessen die mit Abstand größte Privat-Stiftung der Welt. Bill Gates hat im Jahr 1994 erstmals eine Stiftung mit dem Namen „William H Gates Foundation“ gegründet, die zunächst von seinem Vater geführt wurde. Im Jahr 1999 entstand die „Bill & Melinda Gates Foundation“. Sie hat ihren Hauptsitz in Seattle. William Gates Senior, leitet die Bill & Melinda Gates Foundation mit über 781 Mitarbeitern und einem Kapitalgrundstock von rund $30,2 Mrd. Am 29. Januar 2010 gaben Bill und Melinda Gates bekannt, dass sie in den nächsten 10 Jahren insgesamt $10 Milliarden für Impfstoffe spenden wollen.

Bis zu seinem Tod will Gates nach eigenen Aussagen 90 bis 95 Prozent seines Gesamtvermögens spenden, „lediglich“ 0,02 % seines Gesamtvermögens wird er jedem seiner Kinder zukommen lassen: nämlich 10 Millionen US-Dollar.

Die Ziele der Stiftung sind im Bereich der Entwicklungshilfe angesiedelt. Sie unterstützt die Behandlung und Bekämpfung von Krankheiten in der ganzen Welt. Dazu gehören Projekte zur Versorgung von Aids-Kranken und die Bereitstellung von Geld für Impfprogramme von Kindern in Indien und Afrika. Weiterhin engagiert sie sich in der Forschung nach Impfstoffen gegen Aids, Tuberkulose und Malaria sowie der Bereitstellung von Impfstoffen gegen Kinderlähmung, Diphtherie, Keuchhusten, Masern und Gelbfieber. Die Globale Allianz für Impfstoffe und Immunisierung (GAVI) wird zu 75 % ($1,5 Mrd.) von der Bill & Melinda Gates Foundation finanziert.

Seit den 1990er Jahren propagiert die Stiftung die „Neue Grüne Revolution in Afrika“ und ist sehr stark in die Finanzierung von Gentechnik-Forschung und -Entwicklung mit afrikanischen Kulturpflanzen involviert. 2007 wurde Kofi Annan Vorsitzender der „Allianz für eine Grüne Revolution in Afrika“ (AGRA), einer im Jahr 2006 mit Geldern der Bill & Melinda Gates Foundation und der Rockefeller-Stiftung (insgesamt 150 Millionen Dollar) gestarteten Initiative.

Ein strategisches Projekt der Bill & Melinda Gates Foundation ist das African Biofortified Sorghum Project, für das die Stiftung 16,9 Millionen US-Dollar ausgegeben hat. Das African Biofortified Sorghum-Projekt wird von der kenianischen Wissenschaftlerin Florence Wambugu geleitet, die bekannt wurde mit dem von Monsanto finanzierten „gentechnisch modifiziert Süßkartoffel-Projekt“ zur Herstellung einer virusresistenten Süßkartoffel - als erste gentechnisch veränderter Pflanze für Afrika.

Die Stiftung fördert außerdem Bibliotheken, Studenten aus Bevölkerungsminderheiten und internationale Post-Graduate-Studenten an der Universität Cambridge (Gates Scholarship).

Montag, 8. Februar 2010

08. Feb – Warren Buffet – The Snow Ball


Warren Buffet hat mich seit Jahren fasziniert. Bill Gates und Warren Buffet haben seit Jahren die Plätze 1 & 2 der reichsten Männer der Welt belegt. Deshalb wollte ich unbedingt die erste umfassende Biographie des Investors Warren Buffett hören an der er selbst mitgearbeitet hat.

Buffett ließ Alice Schroeder, ehemalige Reporterin des Wall Street Journal, in sein Archiv. Er ließ sich von ihr über vier Jahre hinweg 300 Stunden lang befragen und er erlaubte Alice Schroeder seine private und geschäftliche Korrespondenz lesen.

Das Ergebnis ist die Story eines amerikanischen Helden, wie sie heute nicht mehr möglich zu sein scheint. Es ist die Geschichte eines Menschen, der nicht mit Gier zum reichsten Mann der Welt wurde, sondern mit Geiz.

Kein Wunder, dass in Zeiten der Finanzkrise „The Snowball” (so heißt das Buch in den USA), an der Spitze der Bestseller-Liste der New York Times stand.

Warren Buffett, 79 Jahre alt, ist einer, dem die Menschen zuhören. Jemand, den sie schätzen und bewundern. Jemand, dem sie vertrauen – besonders jetzt, in der Krise. Er ist, das kann man sagen, der gute Geist des Kapitalismus und Alice Schroeder hat das alles eindrucksvoll aufgeschrieben.

Nun der Titel des Buches ist natürlich ein Zitat Buffetts: „Das Leben ist wie ein Schneeball. Es kommt darauf an, nassen Schnee zu finden und einen sehr langen Hügel.”

Man könnte sagen die ultimative Warren-Buffett-Biographie - oder wie man aus einfachen Verhältnissen, ganz ohne Erbe oder Software-Imperium, zum reichsten Mann der Welt aufsteigt.

Der zentrales Anlagekriterium von Warren Buffet ist immer dabei das Konzept der „Sicherheitsmarge“ gewesen. Der Erwerber eines Wertpapiers soll demnach den inneren Wert des Papiers ermitteln und prüfen, ob der Preis dieses Wertpapiers an der Börse zu seinen Gunsten niedriger ist als der ermittelte Wert. Der innere Wert wird dabei durch viele Faktoren bestimmt, die vor allem nach quantitativen objektiven Kriterien (Liquidationswert des Unternehmens, KGV, Kurs-Buchwert-Verhältnis, Verschuldungsgrad, Ertragskraft der Vergangenheit, Dividendenrendite) ermittelt werden.

Buffetts Abneigung gegenüber Verschuldung zeigte sich, als er einmal sagte, dass selbst eine 99 %-Wahrscheinlichkeit mit geliehenem Geld eine höhere Rendite zu erzielen nicht das 1 %-Risiko rechtfertigt, durch die Schulden in einem unvorhergesehenen Fall in Schwierigkeiten zu geraten.

Man dürfe niemals vergessen, so Buffett, dass einem das Geld anderer Menschen anvertraut wurde, daher sollte auch der kleinste Geldbetrag mit äußerster Sorgfalt verwaltet werden.

Der Großteil seines Vermögens ist in dem von ihm aufgebauten Investment-Unternehmen Berkshire Hathaway angelegt. Am 25. Juni 2006 kündigte er an, 85 % seines Vermögens (über $30.000.000.000) nach und nach an fünf Stiftungen verschenken zu wollen. Der Großteil soll an die Bill & Melinda Gates Foundation gehen, ein kleinerer Anteil soll auf die vier Buffett-Familien-Stiftungen verteilt werden

Freitag, 3. Juli 2009

03. Juli - Helimission - Mehr als ein Abenteuer

Auf der Sender Bibel TV habe ich beim zappen ganz zufällig eine Sendung üebr die Helimission gesehen.

1971 gründete Ernst Tanner die Helimission und im Buch "Mehr als ein Abenteuer" hat die Ehefrau Hedi Tanner ausführlich und auf sehr gut verständliche Art über die Anfangszeiten und die Arbeit der Helimission geschrieben.

Als Gottes Pionier nimmt Ernst Tanner auf seiner Afrika-Tour den verborgenen Schrei unerreichter Stämme, Gebiete und Dörfer wahr. Nach Europa zurückgekehrt, wird er diesen Ruf nicht mehr los. Wer dieses Buch liest, wird in ein großes Wagnis mit Gott hineingenommen. Manchmal hält man unwillkürlich den Atem an.

Man spürt die Spannung und wird Zeuge von Kämpfen und Siegen, aber auch Enttäuschungen und Ängsten. Gott hat durch die Geschichte immer wieder nach Menschen Ausschau gehalten, die ihm ganz vertrauen, die entgegen allen menschlichen Vorstellungen den Mut haben, seinen Weisungen zu folgen. Manchmal geht es bis an den Rand des Erträglichen, aber immer ist Gott größer. So erlebt es auch Ernst Tanner mit seiner Familie.

Dieses Buch habe ich damals während meines Studiums ins Englisch übersetzt. (Schleichwerbung!)

Ziel und Zweck der Helimission ist die Hilfeleistung an Menschen in abgelegenen, schwer zugänglichen Gebieten und zwar im sozialen, medizinischen und geistlichen Bereich Die Helimission ist überkonfessionell und hilft den Notleidenden ohne Rücksicht auf ihre Religionszugehörigkeit.

Die Helimission ist in den Ländern Madagaskar, Indonesien und Äthiopien permanent im Einsatz.

Mit den Helikoptern werden lokale Organisationen und Missionen unterstützt. Weiter werden medizinisches Personal mit Ausrüstung, Baumaterial für Buschspitäler in abgelegene Gebiete geflogen und Notfallpatienten gerettet.

Die Helimission wird durch freiwillige Spenden finanziert. Damit auch den Ärmsten geholfen werden kann, bezahlen die meisten Helikopterbenützer nur den Treibstoffpreis.

Katastropheneinsätze und Krankentransporte sind in der Regel kostenlos. Die Unterhaltskosten der Helikopter trägt die Stiftung. Damit die Spenden möglichst effizient eingesetzt werden können, werden alle Piloten und Mechaniker von ihrem privaten Spenderkreis unterstützt.

Eine tolle Sache, die wirklich viele Menschen zum Segen wurde!