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Freitag, 13. Juli 2012

13. Juli – Tag 4 in der Klinik

Heute Morgen um 6:30 wurde meinem Augenverband abgenommen und auch die Katheter wurde entfernt. Dann um 8 ging ich hin zur Visite und Frau Dr. Klemm nannte meine linke Augen „kompliziert“.

Offenbar ist der Augeninnendruck nun viel zu niedrig und damit kann ich wirklich alles nur ganz verschwommen und doppelt sehen.

Die Lustblase unter der Linse hatte dich geteilt und auch das ist nicht ganz so pricken.

Also darf ich das Wochenende hier bleiben und bekommen zwei verschiedene Tropfen plus einen Wundsalbe alle 4 Stunden ins Auge.

Ich darf heute nicht lesen und deshalb hörte ich den ganzen Vormittag nur mein Audiobuch über Nelson Mandela.

Um endlich wieder duschen zu können bekam ich von einer Krankenschwester eine Abdeckung für meine linken Augen. Ich fühle mich als ob ich eine Taucherbrille für nur einen Auge hatte.

Bei der zweiten Visite gegen 12 Uhr war mein Auge nicht viel besser also wird die Therapie weiter geführt.

Dazu kommt dass ich im rechten Augen mit Tropfen begonnen habe um den Druck dort zu senken.

Das Personal hier ist echt freundlich und kompetent. Die Schwestern sind fast alle lieb, aber ich habe eine Ähnlichkeit mit Lehrkräfte beobachtet. Nämlich je älter desto unfreundlicher.

Hier nur ein kleines Beispiel. Meine Hautsalbe ist fast leer und ich hat eine Schwester ob es möglich wäre eine neue Dose zu bekommen. Die jüngere Krankenschwester sagte sofort kein Problem und griff zum Hörer um bei der Apotheke anzurufen. Die ältere Krankenschwester begann einen Vortrag zu halten wie ich lange Zuhause sind würde, bevor die Salbe überhaupt ankäme. Frühstens Montag wahrscheinlich aber erst am Dienstag darf ich mit der Salbe rechnen. Sie klagte schon über so viele Medikamenten die herum liegen würden von Patienten die nicht mehr da waren als sie endlich ankam.

Nun zwei Stunden später war meine Salbe da und ich habe mich sehr herzlich bei dere jüngere Schwester bedankt!

Nachmittags habe ich fast ausschleißend Fernsehen online geschaut. Da der Arzt sagte ich darf so viel TV schauen wie ich wollte. Dabei habe ich nun auch die 3. Stafel von Community durch.

Das Highlight des Tages war der Besuch meine Kinder. Kevin, Mike und Mille waren gegen 17.30 gekommen und bleiben bis 19 Uhr. Komisch bisher war es immer umgekehrt – ich habe die Jungs im Krankenhaus besucht und nicht sie mich.

Donnerstag, 12. Juli 2012

12. Juli- Augen OP

Schon wieder um 6:30 kamen die Krankenschwestern und machten ihre Runden. Damit war ich wach. Doof.

Ich habe den ganzen Vormittag auf meinem Zimmer verbracht und wartete auf meinem OP-Kleid. Gegen 11 Uhr war es dann soweit.

Ich hatte den ganzen Morgen weiter Community online geschaut und bin endlich mit Stafel 2 durch. Ich finde Abed und Tony einfach genial. Immer wieder habe ich mit Mona SMS ausgetauscht.

Endlich habe ich die persönlich Briefe an alle vier Kinder geschickt, die ich seit Wochen immer wieder Mal geschrieben haben. Alle paar Jahre habe ich das bei den Kindern gemacht und ich wollte nur meine Liebe, Wertschätzung und Stolz zum Ausdruck bringen.

Dann fiel mir auch ein, dass ich Mona auch solche einen Brief schrieben könnte. Da habe ich mich sofort hingeschrieben und einige nette Zeilen geschrieben.

Ich hatte Zeit – keinen Frühstück, keine Visite und sondern nichts weil ich nur auf dem OP gewartet habe.

Wie schon oben erwähnt was es endlich gegen 11 Uhr sofort. Ein wirklich netter Pfleger aus den Philippinen holte mich ab und fuhr mich ins OP. Wir haben Small Talk über den Staaten gemacht, da er in zwei Wochen in LA und San Francisco sein wird um Verwandtschaft zu besuchen.

Ich hab nur ca. 10 Minuten warten müssen bis die Narkose-Ärztin einen Katheter legte und die Sauerstoffmaske kam und ich war sofort weg.

Die 10 Minuten waren die wahrscheinlich die schlimmste Zeit insgesamt bisher. Ich habe gebetet und alles hingelegt und hatte keine Angst. Ich wusste ich bin in Gottes Hände – sein Wille wird gesehen. Doof wäre es gewesen auf dem OP zu sterben, aber es lag nicht mehr in meine Händen. Meine Kinder brauchen mich wirklich nicht mehr. So klein sind sie nicht mehr. Mona hätte ich echt vermisst, aber wie gesagt ich wusste alles geht gut.

Um 13:45 war ich wach und wurde echt sofort in meinem Zimmer geschoben. Ich habe mit Mona einige SMS ausgetauscht. Mit einem Augen die blöden Tasten auf einem Smartphone zu erwischen ist wirklich nicht einfacher.

Nach 15 Minuten habe ich mich wieder umgezogen und wollte mein Mittagessen endlich haben. Leider machte gerade da die Küchenpersonal Pause und stattdessen habe ich einen Tafel Ritter Sport vertilgt.

Eine halb Stunde duzte ich vor mich hin und dann war ich wieder voll da.
Mona kam wieder um 19 Uhr und blieb bis kurz nach 21 Uhr. Dieses Mal brauchte sie salziges mit. Also Crackers und Tortilla Chips. Lecker!

Mit meiner Mutter habe ich auch kurz telefoniert und sie beruhigt. Menschen macht sie sich Gedanken.

Meine beiden Bettgenossen gehen immer gehen 21:30 ins Bett und ich erst gegen Mitternacht. Also darf ich abends besonders ruhig sein.

Morgen gegen 10 Uhr ist Visite und meine Augenklappe wird zum ersten Mal abgenommen und dann wird meinem Augendruck geprüft. Wenn der Druck fällt dann ich darf in den nächsten Tag nach Hause. Wenn nicht – keine Ahnung.

Es gibt zwei kleine Nebenwirkungen von der OP. Ersten meinem Hals tut echt weh. Offenbar bei der Intubation haben sie meinen Hals „gekratzt“. Ich bekomme Emser Pastillen und sie helfen schon.

Zweitens und das ist wirklich jammern auf einen sehr hohen Niveau – die Augenklappe kitzelt meiner Nase. Wie gesagt – es muss mir echt sehr gut gehen, wenn das meine Beschwerde ist.

Also DANKE!!! Für alle Gebete und Grüße bisher!!