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Sonntag, 22. Juli 2012

22. Juli – Dänemark = Käsesuppe

Uns geht es hier in Dänemark echt gut. Das Haus ist absolut genial und das Wetter spielt auch gut mit.

Heute gab es Käsesuppe – eigentlich hatte ich das gar nicht vorgeschlagen aber alle Kinder haben einstimmig beschlossen Käsesuppe hier in Dänemark haben zu müssen.
Es ist eigentlich recht einfach. Man brät 1,5 Kilo Hackfleisch zusammen mit 4 klein geschnippelten Stangen Porree in einem großen Topf an.

Dann löscht man das Fleisch-Porree Mischung mit 2 Liter Wasser und 3 Esslöffel Brühe. Zum Schluss mischt man 8 Packungen Schmelzkäse unter. Alles geht einfach und super lecker.

Auch heute waren wir vormittags am Strand. Dort haben die Kindern einen Krebs lange verärgert und hatte dabei eine Menge Spaß.

Der Wind ist relativ stark am Strand, so dass es kaum Spaß macht nur zu sitzen. Ich liebe es aber am Strand zu spazieren und damit einen Audio Buch zu hören. Ich höre immer noch die Autobiographie von Nelson Mandela. Von den 27 Stunden habe ich schon gut 23 Stunden schon geschafft.

Abends gegen 17.30 Uhr kamen Mona und Melina endlich an. Wir sind wieder am Strand gefahren und Mona war vollkommen beeindruckt von der breite des Strandes.

Abends gab es dann Mona’s Lieblingsfilm „Chaos Campers“ mit Robin Williams. Wir sind zwar nicht mit einem Wohnwagen unterwegs trotzdem, sind wir als Familie im Urlaub und erleben einiges zusammen.

Freitag, 13. Juli 2012

13. Juli – Tag 4 in der Klinik

Heute Morgen um 6:30 wurde meinem Augenverband abgenommen und auch die Katheter wurde entfernt. Dann um 8 ging ich hin zur Visite und Frau Dr. Klemm nannte meine linke Augen „kompliziert“.

Offenbar ist der Augeninnendruck nun viel zu niedrig und damit kann ich wirklich alles nur ganz verschwommen und doppelt sehen.

Die Lustblase unter der Linse hatte dich geteilt und auch das ist nicht ganz so pricken.

Also darf ich das Wochenende hier bleiben und bekommen zwei verschiedene Tropfen plus einen Wundsalbe alle 4 Stunden ins Auge.

Ich darf heute nicht lesen und deshalb hörte ich den ganzen Vormittag nur mein Audiobuch über Nelson Mandela.

Um endlich wieder duschen zu können bekam ich von einer Krankenschwester eine Abdeckung für meine linken Augen. Ich fühle mich als ob ich eine Taucherbrille für nur einen Auge hatte.

Bei der zweiten Visite gegen 12 Uhr war mein Auge nicht viel besser also wird die Therapie weiter geführt.

Dazu kommt dass ich im rechten Augen mit Tropfen begonnen habe um den Druck dort zu senken.

Das Personal hier ist echt freundlich und kompetent. Die Schwestern sind fast alle lieb, aber ich habe eine Ähnlichkeit mit Lehrkräfte beobachtet. Nämlich je älter desto unfreundlicher.

Hier nur ein kleines Beispiel. Meine Hautsalbe ist fast leer und ich hat eine Schwester ob es möglich wäre eine neue Dose zu bekommen. Die jüngere Krankenschwester sagte sofort kein Problem und griff zum Hörer um bei der Apotheke anzurufen. Die ältere Krankenschwester begann einen Vortrag zu halten wie ich lange Zuhause sind würde, bevor die Salbe überhaupt ankäme. Frühstens Montag wahrscheinlich aber erst am Dienstag darf ich mit der Salbe rechnen. Sie klagte schon über so viele Medikamenten die herum liegen würden von Patienten die nicht mehr da waren als sie endlich ankam.

Nun zwei Stunden später war meine Salbe da und ich habe mich sehr herzlich bei dere jüngere Schwester bedankt!

Nachmittags habe ich fast ausschleißend Fernsehen online geschaut. Da der Arzt sagte ich darf so viel TV schauen wie ich wollte. Dabei habe ich nun auch die 3. Stafel von Community durch.

Das Highlight des Tages war der Besuch meine Kinder. Kevin, Mike und Mille waren gegen 17.30 gekommen und bleiben bis 19 Uhr. Komisch bisher war es immer umgekehrt – ich habe die Jungs im Krankenhaus besucht und nicht sie mich.

Freitag, 11. Juni 2010

11. Juni – Invictus - Unbezwungen


Zum Auftakt der WM in Südafrika haben die Jungs und ich den Film „Invictus – Unbezwungen“ angeschaut.

Nelson Mandela (Morgen Freemann) wird 1990 nach jahrzehntelanger Haft auf Robben Island freigelassen und gewinnt vier Jahre später nach dem Ende der Apartheid als erster Schwarzer die Präsidentschaftswahlen. Eines seiner wichtigsten Anliegen ist es, die tiefe Kluft zwischen der weißen Minderheit und der schwarzen Mehrheit zu überwinden. Er besucht ein Spiel der Springboks, der südafrikanischen Rugby-Union-Nationalmannschaft, die als Symbol der überwundenen weißen Herrschaft gilt, da Rugby vor allem der Volkssport der Buren ist, und von den Schwarzen keinerlei Unterstützung erhält.

Im Hinblick auf die bevorstehende Rugby-Union-Weltmeisterschaft 1995 im eigenen Land überzeugt Mandela die schwarzen Mitglieder des 1992 neugegründeten südafrikanischen Rugbyverbandes, die alten Symbole und Farben der Mannschaft beizubehalten. Mandela trifft Mannschaftskapitän Francois Pienaar und gibt diesem indirekt zu verstehen, dass ein erfolgreiches Abschneiden bei der Weltmeisterschaft die beste Möglichkeit sei, die verschiedenen Bevölkerungsgruppen einander näher zu bringen.

Viele zweifeln daran, dass der Sport 50 Jahre Rassentrennung überwinden kann, zumal mit einer Ausnahme nur weiße Spieler den Springboks angehören und der einzige Schwarze in der Mannschaft wegen einer Muskelzerrung auszufallen droht. Die Stimmung ändert sich, als die Spieler vor der Weltmeisterschaft durch das Land reisen und in Kontakt mit der Bevölkerung treten, so dass auch die Schwarzen die Springboks zu unterstützen beginnen. Als Mandela die WM-Spiele besucht und sich im Finale in einem Springbok-Trikot zeigt, zieht er damit die Öffentlichkeit endgültig auf seine Seite.

Die Springboks, die trotz des Heimvorteils und ihrer Reputation nicht zu den Favoriten gehören, stoßen eher überraschend bis in das Weltmeisterschaftsfinale vor, wo sie auf die All Blacks aus Neuseeland treffen – die beste Mannschaft der Welt und seit Jahrzehnten die größten Rivalen der Südafrikaner. Vor einer begeisterten Menge treibt Pienaar (Matt Damon) die Mannschaft an, ihre Zweifel zu überwinden und an ihre Grenzen zu gehen. Die reguläre Spielzeit endet unentschieden und es kommt zur Verlängerung, in der sich die Springboks durchsetzen können und Weltmeister werden. Auf dem Spielfeld überreicht Mandela Pienaar den WM-Pokal.

Der Titel des Films bezieht sich auf das Gedicht „Invictus“ von William Ernest Henley, das dem Widerstandskämpfer und späterem Präsidenten Südafrikas Nelson Mandela während der Jahre seiner Haft Halt und Trost gegeben hatte.