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Montag, 16. Juli 2012

16. Juli – Zweite Augen OP

Frau Professor Klemm schaute meinem Augen heute Morgen an und beschloss sofort etwas zu unternehmen.

Da mein Vorderkammer seit dem OP am Donnerstag flach ist und nicht gewölbt, wollte sie mit einer Spitze Luft im Augen tun.

Also bekam ich wieder einen OP Hemd und da habe ich gewartet bis der Pfleger, Lukas, kam um mich und mein Bett abzuholen.

Dieses Mal sollte ich nur eine örtliche Betäubung bekommen und damit habe ich alles was passiert ist mitbekommen.

Letztes Mal durch die Vollnarkose hatte ich nichts gemerkt. Dieses aber alles.
Ich wurde zuerst auf einem OP Tisch umgebettet und dann wurde mein ganzes Gesicht desinfiziert. Danach wurde mein Augen betäubt, gespült, wieder betäubt, und dann mit irgendeinem Gell bedeckt. Auch mein rechter Auge wurde bedeckt, so dass ich praktisch Blind dort auf dem Tisch lag.

Dann wurde ins OP geschoben und Frau Professorin Klemm bedeckt meinem Gesicht mit zwei verschiedene Tücher, sodass nur noch mein linker Augen sichtbar war.

Plötzlich richtete sie ein sehr helles Licht auf das Augen und spreizte meinem Auge mit einem Metall Gerät auf.

Die Spitze wurde ins Vorderkammer der Augen eingeführt und ein kleines bisschen Luft eingepumpt. Damit meinem Augen Vorderkammer nicht mehr flach sondern wieder rund wird.

Also die OP dauerte 2 Minuten höchstens. Die Vorbereitung dafür gut 25 Minuten.
Ich habe gut 10 Minuten auf Lukas, der Pfleger warten dürfen bis ich wieder in meinem Bett klettern dürfte und dann war ich wieder auf meinem Zimmer. Ich warte keine 45 Minuten weg.

Morgen werden wir wissen, ob diesen Eingriff etwas gebracht hat oder nicht.
Ich habe das Bild hier miteingestellt wie ich direkt nach dem OP aussah. Fast wie einen Indianer mit Kriegsbemalung und einen Augenklappe.

Meine Mutter macht sich enorme Sorgen und wie telefonieren fast jeden zweiten Tag – trotzdem macht es ihr mehr zu schaffen als mir.

Die Überraschung des Tages war ein längeres Telefonat mit Maggie, meine „Adoptivtochter“ die zuerst in England lebt und jetzt in Kalifornien eine Bibelschule besucht.

Wann wichtige Entscheidung anstehen darf ich Coach und Berater sein. Ich hoffe, dass ich gute und weise Fragen gestellt habe und vielleicht auch ein paar gute Ratschläge weitergegeben habe.

Mona kamen heute wieder und brachten Melina und Julian mit. Die beiden waren am Wochenende in Wermelskirchen bzw. Köln und Leverkusen und haben dort Familie Siebel besucht.

Wir haben auf dem Balkon vor meinem Zimmer länger gesprochen und dann ging es ab in den Park für einen Spaziergang. Es ist erstaunlich aber Julian und Melina können immer auf einem Spielplatz viel Spaß haben. Das war sehr schön zu erleben.

Donnerstag, 12. Juli 2012

12. Juli- Augen OP

Schon wieder um 6:30 kamen die Krankenschwestern und machten ihre Runden. Damit war ich wach. Doof.

Ich habe den ganzen Vormittag auf meinem Zimmer verbracht und wartete auf meinem OP-Kleid. Gegen 11 Uhr war es dann soweit.

Ich hatte den ganzen Morgen weiter Community online geschaut und bin endlich mit Stafel 2 durch. Ich finde Abed und Tony einfach genial. Immer wieder habe ich mit Mona SMS ausgetauscht.

Endlich habe ich die persönlich Briefe an alle vier Kinder geschickt, die ich seit Wochen immer wieder Mal geschrieben haben. Alle paar Jahre habe ich das bei den Kindern gemacht und ich wollte nur meine Liebe, Wertschätzung und Stolz zum Ausdruck bringen.

Dann fiel mir auch ein, dass ich Mona auch solche einen Brief schrieben könnte. Da habe ich mich sofort hingeschrieben und einige nette Zeilen geschrieben.

Ich hatte Zeit – keinen Frühstück, keine Visite und sondern nichts weil ich nur auf dem OP gewartet habe.

Wie schon oben erwähnt was es endlich gegen 11 Uhr sofort. Ein wirklich netter Pfleger aus den Philippinen holte mich ab und fuhr mich ins OP. Wir haben Small Talk über den Staaten gemacht, da er in zwei Wochen in LA und San Francisco sein wird um Verwandtschaft zu besuchen.

Ich hab nur ca. 10 Minuten warten müssen bis die Narkose-Ärztin einen Katheter legte und die Sauerstoffmaske kam und ich war sofort weg.

Die 10 Minuten waren die wahrscheinlich die schlimmste Zeit insgesamt bisher. Ich habe gebetet und alles hingelegt und hatte keine Angst. Ich wusste ich bin in Gottes Hände – sein Wille wird gesehen. Doof wäre es gewesen auf dem OP zu sterben, aber es lag nicht mehr in meine Händen. Meine Kinder brauchen mich wirklich nicht mehr. So klein sind sie nicht mehr. Mona hätte ich echt vermisst, aber wie gesagt ich wusste alles geht gut.

Um 13:45 war ich wach und wurde echt sofort in meinem Zimmer geschoben. Ich habe mit Mona einige SMS ausgetauscht. Mit einem Augen die blöden Tasten auf einem Smartphone zu erwischen ist wirklich nicht einfacher.

Nach 15 Minuten habe ich mich wieder umgezogen und wollte mein Mittagessen endlich haben. Leider machte gerade da die Küchenpersonal Pause und stattdessen habe ich einen Tafel Ritter Sport vertilgt.

Eine halb Stunde duzte ich vor mich hin und dann war ich wieder voll da.
Mona kam wieder um 19 Uhr und blieb bis kurz nach 21 Uhr. Dieses Mal brauchte sie salziges mit. Also Crackers und Tortilla Chips. Lecker!

Mit meiner Mutter habe ich auch kurz telefoniert und sie beruhigt. Menschen macht sie sich Gedanken.

Meine beiden Bettgenossen gehen immer gehen 21:30 ins Bett und ich erst gegen Mitternacht. Also darf ich abends besonders ruhig sein.

Morgen gegen 10 Uhr ist Visite und meine Augenklappe wird zum ersten Mal abgenommen und dann wird meinem Augendruck geprüft. Wenn der Druck fällt dann ich darf in den nächsten Tag nach Hause. Wenn nicht – keine Ahnung.

Es gibt zwei kleine Nebenwirkungen von der OP. Ersten meinem Hals tut echt weh. Offenbar bei der Intubation haben sie meinen Hals „gekratzt“. Ich bekomme Emser Pastillen und sie helfen schon.

Zweitens und das ist wirklich jammern auf einen sehr hohen Niveau – die Augenklappe kitzelt meiner Nase. Wie gesagt – es muss mir echt sehr gut gehen, wenn das meine Beschwerde ist.

Also DANKE!!! Für alle Gebete und Grüße bisher!!