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Donnerstag, 19. Juli 2012

19. Juli – Endlich Zuhause

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Heute Morgen bei der Visite kam ich als erster dran und da war der Arzt sehr zufrieden. Mein Druck war schon auf 6 gestiegen und der Kammer steht. Damit waren die Voraussetzungen erfüllt um nach Hause zu gehen.

Ich kann sehr das Personal auf dem Station 4 in der Augenklinik nur loben. Immer freundlich und immer hilfsbereit. Die Ärzte waren immer bereit alle meine Fragen zu beantworten und fachlich sehr kompetent.

Als Belohnung bin nach Penny gelaufen und habe 20 Tafel Milka Schokolade gekauft und zurück auf die Station gebraucht um meinem Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen.

Zuhause darf ich nun selbst 4x am Tag selbst in den linken Augen die Tropfen machen und auch nun 1x am Tag in das rechte Auge.

Ich wurde von einem sehr schönen Schild begrüßt. Heute war das Auto von Mona in der Werkstatt und bekam neue vorne Bremsen und dafür habe ich heute schon für uns als Familie gekocht. Es gab Burritos & Tacos.

Gestern Abend habe ich das Haus auf Fanø gebucht, leider fand ich heute morgen in meinem E-mail. Jemand anders hat praktisch gleichzeitig mit uns gebucht, aber war ein Tick schneller.

Dann habe ich versucht das Haus auf Rømø zu buchen und online stand - schon vermietet. Also rief ich an um das zu klären und die Frau sagte, dass sie es erst Mal klären muss. Zum Glück ging es doch und am Telefon habe ich alles klären können.

Morgen habe ich nun bei meinem richtigen Augenarzt einen Termin um alles zu kontrollieren. Auch nächster Woche sollte ich mindesten 1x meinem Augendruck in Dänemark.

Ich habe bei Google gesucht wo einen Augenarzt in der Nähe von Rømø ist, Dabei kamen zwei verschiedene Augenärzte auf Sylt heraus und aus zwei Augenärzte in Niebüll. Ich rief zuerst in Niebüll an und der erste Augenarzt hat noch bis zum 23. Juli Urlaub und der zweiter Augenarzt hat sogar bis 25 Juli noch Urlaub.

D.h. die einzigen zwei Augenärzte in einem Umkreis von fast 50 KM haben gleichzeitig in Niebüll Urlaub. Unglaublich!!

Also vielleicht werde ich die Fähre nach Sylt nehmen einmal nehmen dürfen.

Es tut gut wieder zu Hause zu sein und nicht mehr in der Klinik sein zu müssen. Vielen Dank für alle Gebet.

Dienstag, 17. Juli 2012

17. Juli – Tag 8 in der Klinik

Langsam kommt Routine in dem Alltag hier in der Klinik. Man wird zwischen 6:30 und 7:00 geweckt. Die Schutzklappe vor dem Augen wird abgenommen während man noch im Bett liegt. Dann kommen zwei verschiedene Tröpfchen und eine Salbe in den Augen. Das wird um 10, 13, 16 und 19 Uhr wiederholt – also alle 3 Stunden.

Frühstück kommt gegen 8.30 herum und man wird irgendwann zwischen 10 und 11 zur Visite aufgerufen. Dort wird besprochen was als nächstes gemacht wird. Heute hieß es warten und den Körper seiner Arbeit machen lassen. Es braucht halt eben Zeit bis alles heilt.

Es gibt Mittagessen gegen 12 und dann meistens nur noch Langeweile. Heute wurde ich überraschende gegen 14:30 ein zweites Mal zur Visite aufgerufen. Frau Professorin Klemm wollte mein Augen wieder persönlich anschauen.

Sie ist zufrieden mit der Luftblase die sie gestern mir in mein Auge gespritzt hat obwohl der Vorderkammer immer noch viel zu flach ist. Mein Druck ist immer noch zwischen 2-4.

Also ganz bin ich noch nicht über den Berg, Frau Klemm erzählte, dass wenn der Druck nun endlich ansteigt, kann es manchmal viel zu stark anstiegen und weitere Komplikationen verursachen. Deshalb darf ich weiter geduldig warten und hier blieben.

Ich versuche die Zeit hier gut zu nutzen. Ich lerne jeden Tag zwei Einheiten vom Spanisch online – vorgestern hatte 90% bei dem Abschlusstest – heute nur 79% da ich bei einer Aufgabe (Satzbau) total daneben lag. Endlich habe ich alle Beträge im Blog geschrieben und bin nicht mehr im Vorzug.

Heute gab es keinen Besuch. Stattdessen bin ich selbst zwischen 19 und 20 spazieren gegangen. Dabei habe ich mit meinen Großeltern, Kevin und meine Mutter telefoniert.
Abends habe ich mir ein paar weitere Folgen von Top Gear eingezogen. Ich habe so lachen müssen, aber laut darf ich nicht lachen – da meine beiden neuen Zimmerkollegen schon schliefen. Es tat fast weh nicht zu los zu brüllen

Dann gegen Mitternacht lege ich mich hin und penne meine 6,5 Stunden. Am nächsten Tag geht alles dann von vorne los.

Gestern Abend bin ich nur exakt eine Woche auf meinem Zimmer schon. Denn ich habe für 15 Euro für eine Woche WLAN hier in der Uni-Klinik bezahlt und gestern ging es nicht mehr. Also meine 168 Stunden waren um. Dieses Mal habe ich für 5 Euro erneuert 24 Stunden gekauft. Ich hoffe am Donnerstag raus zu kommen und das wären nur 10 Euro statt 15 Euro um hier Internet für die Restzeit zu haben. Das ist mir es wert.

Montag, 16. Juli 2012

16. Juli – Zweite Augen OP

Frau Professor Klemm schaute meinem Augen heute Morgen an und beschloss sofort etwas zu unternehmen.

Da mein Vorderkammer seit dem OP am Donnerstag flach ist und nicht gewölbt, wollte sie mit einer Spitze Luft im Augen tun.

Also bekam ich wieder einen OP Hemd und da habe ich gewartet bis der Pfleger, Lukas, kam um mich und mein Bett abzuholen.

Dieses Mal sollte ich nur eine örtliche Betäubung bekommen und damit habe ich alles was passiert ist mitbekommen.

Letztes Mal durch die Vollnarkose hatte ich nichts gemerkt. Dieses aber alles.
Ich wurde zuerst auf einem OP Tisch umgebettet und dann wurde mein ganzes Gesicht desinfiziert. Danach wurde mein Augen betäubt, gespült, wieder betäubt, und dann mit irgendeinem Gell bedeckt. Auch mein rechter Auge wurde bedeckt, so dass ich praktisch Blind dort auf dem Tisch lag.

Dann wurde ins OP geschoben und Frau Professorin Klemm bedeckt meinem Gesicht mit zwei verschiedene Tücher, sodass nur noch mein linker Augen sichtbar war.

Plötzlich richtete sie ein sehr helles Licht auf das Augen und spreizte meinem Auge mit einem Metall Gerät auf.

Die Spitze wurde ins Vorderkammer der Augen eingeführt und ein kleines bisschen Luft eingepumpt. Damit meinem Augen Vorderkammer nicht mehr flach sondern wieder rund wird.

Also die OP dauerte 2 Minuten höchstens. Die Vorbereitung dafür gut 25 Minuten.
Ich habe gut 10 Minuten auf Lukas, der Pfleger warten dürfen bis ich wieder in meinem Bett klettern dürfte und dann war ich wieder auf meinem Zimmer. Ich warte keine 45 Minuten weg.

Morgen werden wir wissen, ob diesen Eingriff etwas gebracht hat oder nicht.
Ich habe das Bild hier miteingestellt wie ich direkt nach dem OP aussah. Fast wie einen Indianer mit Kriegsbemalung und einen Augenklappe.

Meine Mutter macht sich enorme Sorgen und wie telefonieren fast jeden zweiten Tag – trotzdem macht es ihr mehr zu schaffen als mir.

Die Überraschung des Tages war ein längeres Telefonat mit Maggie, meine „Adoptivtochter“ die zuerst in England lebt und jetzt in Kalifornien eine Bibelschule besucht.

Wann wichtige Entscheidung anstehen darf ich Coach und Berater sein. Ich hoffe, dass ich gute und weise Fragen gestellt habe und vielleicht auch ein paar gute Ratschläge weitergegeben habe.

Mona kamen heute wieder und brachten Melina und Julian mit. Die beiden waren am Wochenende in Wermelskirchen bzw. Köln und Leverkusen und haben dort Familie Siebel besucht.

Wir haben auf dem Balkon vor meinem Zimmer länger gesprochen und dann ging es ab in den Park für einen Spaziergang. Es ist erstaunlich aber Julian und Melina können immer auf einem Spielplatz viel Spaß haben. Das war sehr schön zu erleben.