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Dienstag, 17. Januar 2012

17. Jan - In der Mitte des Lebens von Margot Käßmann


Ich fand es als Mann und Pastor sehr wertvoll das Buch "In der Mitte des Lebens" von Margot Käßmann zu lesen, die eindeutig aus weiblicher Sicht über die Lebensmitte nachdenkt. Das tat sie damals als Bischöfin, als Theologin, als Mutter von vier Kindern und Freundin von vielen Menschen, mit denen sie intensive Beziehungen unterhält.

Besonders eindrucksvoll ist sicherlich die Beschreibung ihrer eigenen Krebskrankheit. Hingegen verwundert es mich, dass sie zwar ihre Scheidung erwähnt, aber den Namen ihres Mannes und die näheren Umstände nicht ein einziges Mal erwähnt, obwohl doch sogar ihr Hund namentlich genannt wird.

Was ihre Sicht der Dinge von anderen Ratgebern unterscheidet, ist nicht nur die spirituelle und theologische Gewichtung, sondern auch die bewusst weibliche Wahrnehmung. Veränderungen des Körpers werden nun einmal von einer Frau intensiver erlebt als vom Mann.

Neu war mir der Gedanke, den sie vom Zoologen Dawkins übernimmt, der beschreibt, dass biologische Eltern Gene weitergeben, aber die Gesellschaft insgesamt, also auch die kinderlosen, Meme vermitteln: Ein Bewusstsein für die Kultur und Tradition, für die Werte einer Gesellschaft. Also wir alle sind gemeinsam verantwortlich für die Weitergabe der Meme, der Kultur, der Tradition, der Werte unserer Gesellschaft, ja, auch unseres Glaubens.

Das Hörbuch war kurzweilig und ich habe gern zugehört und ich bin gespannt ob sie einen Comeback machen wird wie Theodor von Guttenberg

Freitag, 18. Februar 2011

18. Feb. – endlich ein Ehebett


Seit dem wir in unserem Haus wohnen schlafen Mona und ich auf unsere Matratzen direkt auf dem Boden.

Mona schläft auf dem Boden mit nur einer Matratze seit ihrer Scheidung damals also gut 4 Jahre schon. Natürlich habe ich auch auf dem Boden mit ihr geschlafen.

Dienstagnachmittag waren Mona und ich unterwegs und wir haben ein Bett gefunden dass uns beiden gut gefallen hat. Gestern wurde das Bett geliefert aber erst heute hatte ich Zeit es aufzubauen.

Jetzt haben wir endlich auch ein Ehebett!

Mittwoch, 2. Februar 2011

02. Feb - Scheidung / Wiederheirat


In Vaale nehmen wir den 1. Korintherbrief durch und jetzt sind wir bei Kapital 7 angekommen.

Dort geht es um Scheidung und Wiederheirat. Nun als Betroffene fällt es mir nicht immer ganz leicht über diesen Thema zu predige oder zu lehren. Dennoch bleibt meine Meinung eigentlich genau so wie auch vor der Scheidung. Hier kann du eine Predigt aus dem Jahr 1997 von mir lesen zum Thema "Wie kann ich eine Scheidung vermeiden?"

Für mich ist eine Ehe geschieden oder darf geschieden werden wann:

  1. Ein Ehepartner den anderen verlässt und mit einer dritten Person einen eigenen Haushalt gründet, nicht zu seinem Ehepartner zurückkehren will und besonders wann der Ehepartner mit dieser dritte Person ein Kind bzw. Kinder hat

  2. Wenn ein ungläubiger Ehepartner einen gläubigen Ehepartner verlässt und sich nicht mit ihm/ihr versöhnen will, so muss dieser ihm gehen lassen - Ich finde eine dauerhafte Trennung wäre hier auch möglich

  3. Wenn jemand fortwährend körperlichem oder mentalem Missbrauch ausgesetzt ist.

  4. Bei Ehebruch - Ich glaube nicht dass eine einmalige "Ehebruch" wirklich Grund genug ist eine Ehe zu scheiden. Zwar muss die Ursachen gefunden werden, wie alles soweit kommen könnte, aber für mich ist das nicht automatische eine Erlaubnis zur Scheidung.
Nun ist es jemals in Ordnung, wenn ein geschiedener Christ wieder heiratet?

Wenn eine dieser oben genannte vier Fälle vorgekommen ist es dann meine Meinung nach wieder möglich.



Hier ist nun der Text aus 1. Korinther 7,1-16

1 Nun zu dem, was ihr mir geschrieben habt. Ihr sagt: 'Es ist gut für einen Mann, überhaupt keine sexuelle Beziehung zu einer Frau zu haben. 2 Um aber sexuelle Unmoral zu vermeiden, soll jeder Mann seine Ehefrau haben und jede Frau ihren Ehemann. 3 Der Mann soll der Frau die eheliche Pflicht erfüllen, aber auch die Frau dem Mann. 4 Die Frau verfügt nicht über ihren Körper, sondern der Mann, ebenso aber verfügt auch der Mann nicht über seinen Körper, sondern die Frau. 5 Verweigert euch einander nicht - höchstens für eine begrenzte Zeit und im gegenseitigen Einverständnis, wenn ihr für das Gebet frei sein wollt. Aber danach sollt ihr wieder zusammenkommen, damit euch der Satan nicht verführt, weil ihr euch ja doch nicht enthalten könnt. 6 Ich sage das als Zugeständnis, nicht als Gebot. 7 Ich wünschte zwar, alle Menschen wären so wie ich, doch der eine hat diese Gabe von Gott, der andere jene. 8 Zu den Unverheirateten und Witwen sage ich: Es ist gut, wenn sie ehelos bleiben wie ich. 9 Wenn sie aber nicht enthaltsam leben können, dann sollen sie heiraten. Das ist besser, als vor Begierde zu brennen. 10 Für die Verheirateten aber gilt ein Gebot - es stammt nicht von mir, sondern vom Herrn: Eine Frau soll sich nicht von ihrem Mann scheiden lassen. 11 Hat sie sich aber doch von ihm getrennt, dann soll sie unverheiratet bleiben oder sich wieder mit ihm versöhnen. Auch ein Mann darf seine Frau nicht verstoßen. 12 Den anderen aber sage ich - hier habe ich kein Wort des Herrn: Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat, die weiter bei ihm bleiben will, so soll er sich nicht von ihr trennen. 13 Dasselbe gilt für eine gläubige Frau, die einen ungläubigen Mann hat: Wenn er weiter bei ihr bleiben will, soll sie sich nicht von ihm trennen. 14 Denn der ungläubige Ehemann ist durch die Frau in die Nähe Gottes gebracht und die ungläubige Frau ist durch den Bruder in die Nähe Gottes gebracht. Sonst müsstet ihr ja auch eure Kinder als fern von Gott betrachten. Nun aber sind auch sie in die Nähe Gottes gebracht. 15 Wenn aber der ungläubige Partner auf einer Trennung besteht, dann willigt in die Scheidung ein. Der Bruder oder die Schwester ist in diesem Fall nicht sklavisch an die Ehe gebunden. Gott hat uns doch zu einem Leben in Frieden berufen! 16 Wie willst du denn wissen, Frau, ob du deinen Mann zu Christus führen und retten kannst? Oder weißt du, Mann, etwa, dass dir das bei deiner Frau gelingt? 17 Grundsätzlich soll jeder so leben, wie der Herr es ihm zugemessen hat, das heißt, er soll da bleiben, wo Gottes Ruf ihn traf. So ordne ich es in allen Gemeinden an.


Donnerstag, 30. September 2010

30. Sept – vor drei Jahren


Meine Scheidung war am 11. Sept. 2007 und im Sommer 2007 als die Scheidung schon lief habe ich mich online bei www.agape24.de, eine christliche Partnerbörse, angemeldet. Da hatte Ramona stark mein Interesse geweckt, aber ich wollte sie erst persönlich sehen nachdem die Scheidung wirklich durch war.

Also vor genau drei Jahren haben Ramona und ich uns zum ersten Mal gesehen. Es war in der Lübecker Gemeinde - damals noch in dem alten Gebäude. Dort habe ich gepredigt und Ramona kam als Gast zum Erntedankgottesdienst und sie hat mich beobachtet.

Nicht nur ich, sondern auch meine Jungs waren dabei und Ramona könnte alles genau anschauen; wie ich mit den Menschen umgehe und wie die Mitglieder dort auch mir begegnen.

Niemand sollte damals wissen, dass wir uns für einander interessieren. Deshalb haben wir so getan als ob wir uns nicht kannten. Also was eigentlich auch stimmte, denn bis dahin hatten wir uns nur telefonische und per E-Mail unterhalten.

Offenbar habe ich die erste Prüfung damals erfolgreich überstanden, denn die Hochzeit findet endlich am 16. Okt statt. Standesamtlich wird um 12:30 Uhr in Itzehoe sein und danach kirchlich in der Christuszentrum Itzehoe um 16.00 Uhr.

Dienstag, 16. Juni 2009

16. Juni - Prepare/Enrich

Gestern haben Ramona und ich unsere zweite Sitzung mit unserem Pastor wegen Prepare / Enrich gehabt. Dankbar sind wir, dass wir zu den Gruppen von Paaren gehören die einen vitalen Beziehung führen.

Aber was ist das für ein Programm? PREPARE / ENRICH bietet ein Programm zur Vorbereitung auf die Ehe (PREPARE) sogar mit extra Fragebogen für Paar mit Kindern oder zur Bereicherung und Verbesserung Ihrer Ehe (ENRICH).

Dabei handelt es sich um eine international bewährte und nach wissenschaftlichen Kriterien entwickelte Bestandsaufnahme von Partnerschaften, die gemeinsam mit einem speziell dafür ausgebildeten Seelsorger, Berater oder Therapeuten ausführlich besprechen.

PREPARE/ENRICH ist ein Testinventar zur Ehevorbereitung und Eheberatung, das Ende der 70er Jahre von Prof. Dr. David H. Olson und Kollegen an der University of Minnesota, USA, entwickelt wurde und seither weltweit Verbreitung gefunden hat. Über 50.000 BeraterInnen, SeelsorgerInnen und TherapeutInnen arbeiten mit dem Inventar, über 1,5 Millionen Paare haben das Programm durchlaufen.

Das Instrumentarium ermöglicht mit seinen 165 Items eine Bestandsaufnahme der Beziehung und lenkt die Aufmerksamkeit auf Stärken und Wachstumsbereiche der Beziehung, die dann in einem Beratungsprozess von typischerweise 3-5 Gesprächen thematisiert und bearbeitet werden.

Dieses Programm ist dazu gedacht, Beziehungen zu stärken. Es geht nicht um eine "Prüfung", einen "Eignungstest", eine "Bewertung", sondern um eine Bestandsaufnahme, die gemeinsam mit dem Partner bzw. der Partnerin mit einer speziell dafür ausgebildeten Person durchgehen.

Es ist eine erschreckende Tatsache: Fast 50 % aller Ehen, die heute geschlossen werden, enden voraussichtlich irgendwann mit einer Scheidung. Prepare/Enrich dient der Vorsorge und der Bereicherung von Beziehungen und kann aus einer guten Beziehung eine bessere machen. Sollte die Beziehung bereits in der Krise befinden, kann Prepare/Enrich eine Hilfe sein, aus der Krise eine Chance werden zu lassen.

Wie hilft Prepare/Enrich ?

  • die Wahrnehmung von Stärken in Partnerschaften fördern.
  • die Möglichkeiten des Wachstums zu entdecken.
  • über unterschiedliche Bereiche von Beziehungen zu diskutieren.
  • offene und ehrliche Kommunikation zu üben.
  • die Struktur von den Herkunftsfamilien und Beziehungen besser zu verstehen
  • Prepare/Enrich wird in Paarberatung, manchmal auch in Gruppen eingesetzt.