Posts mit dem Label Gerechtigkeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Gerechtigkeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 16. September 2014

16 Sept - The Science of Happiness

Ich nehme wieder teil an einem neuen MOOC (Massive Open Online Course). Dieses Mal von edX von der Universität Berkkey - The Science of Happiness.

The Science of Happiness also „Die Glücksformel“ oder Wie die guten Gefühle entstehen untersucht das Phänomen Glück aus Sicht der Hirnforschung und der Sozialpsychologie. Wie in der neuropsychologischen Forschung üblich, wird „Glück“ als eine Emotion verstanden – also als eine weitgehend automatische und vorübergehende Reaktion des Gehirns auf einen äußeren oder inneren Reiz. (Die philosophische Literatur hingegen definiert den Begriff „Glück“ oft als Umschreibung für „gelingendes Leben“.)

Glück, Neugier und Lernen gehören untrennbar zusammen. Mit zahlreichen Forschungsergebnissen werden die These belegt, dass sich das Gehirn so trainieren lässt, dass positive Emotionen intensiver und häufiger wahrgenommen werden. Auch die sozialen Bedingungen werden untersucht, die der Lebenszufriedenheit förderlich sind. Entscheidend dafür seien nicht Wohlstand, sondern ein möglichst hohes Maß an Gerechtigkeit, Bürgersinn und Selbstbestimmung für jeden einzelnen.

Dacher Keltner und Emiliana Simon-Thomas unterrichten über das „Glücklich sein‘“ in Berkley.

Sonntag, 13. Juli 2014

13 Juli – Predigt in Itzehoe und Rendsburg

Heute Morgen habe ich in der Gemeinde am Sandberg in Itzehoe über „Weisheit“ gepredigt

Hier kannst du die Predigt als MP3 anhören und auch hier kannst du die Power Point runterladen



Einleitung

Standst Du jemals vor eine Entscheidung wo Du Dich gefragt hast - was soll ich tun?

Manche Menschen reagieren bei Entscheidungen recht impulsiv

Andere reagieren gar nicht, sie warten lieber ab und lassen die Situation ihren Lauf nehmen.

Andere Menschen haben einen Händchen dafür gute Entscheidungen zu treffen

Die Bibel nennt dieses - Weisheit

Was ist Weisheit?

Dies ist nicht für mich mit Klug oder Intelligenz zu verwechseln. Kluge Menschen können ihre Leben total durcheinander bringen durch unweise Entscheidung und ich habe Menschen mit weniger Intelligenz getroffen die sehr weise waren.

Definition - Weisheit ist eine moralische Klarheit - die Fähigkeit zu wissen was richtig ist und dann dies auch zu tun.

Was gibt aber Menschen solche Einsicht?

Werden manche Menschen weise geboren?

Die Bibel zeigt uns. dass Weisheit für Gottes Volk zugänglich ist.

Jak 1,5 Wenn es jemandem von euch an Weisheit fehlt, soll er Gott darum bitten, und Gott wird sie ihm geben. Ihr wisst doch, dass er niemandem seine Unwissenheit vorwirft und dass er jeden reich beschenkt.

Das ist für mich ein Trost - Bittet und dann empfängt

Das Alte Testament drückt diese Bitte um Weisheit ein kleines bißchen anders aus.

Sprüche 4,7 - Nur eins im Leben ist wirklich wichtig: Werde weise! Werde verständig! Kein Preis darf dir zu hoch dafür sein.

WERDE WEISE - Kein Preis ist zu hoch

FRAGE - Sehen wir das auch so?!?

Das Buch Hiob ist bekannt auch als eine Buch der Weisheit, sowie ein paar Psalmen, die Sprüche und das Buch Prediger.

Hiob rang mit dem Problem des Leidens. Nach sehr viel Debatte zwischen Hiob und seine Freunde - spricht Gott zu Hiob.

Hiob 28,28 - Gott sagte - Weise ist, wer Ehrfurcht von mir hat, und Einsicht besitzt, wer sich vom Bösen abkehrt.

Definition - Erfreut vor Gott und vom Bösen abkehren

Nicht nur Hiob wird mit Weisheit in der Bibel in Verbindung gebraucht sondern auch einen König.

Weisheit und König Salomo

Er schrieb das Buch Sprüche, daß fast ausschließlich von der Weisheit handelt.

Aber wie kam es dazu daß dieser Mann so weiser war?

1. König 3, 1-15
1 Der neue Palast, den Salomo errichten ließ, war noch im Bau, ebenso der Tempel und die Stadtmauer.
2 Damals gab es noch keinen Tempel für den Herrn, und so brachten die Israeliten ihre Opfer an verschiedenen Opferstätten auf den Bergen und Hügeln dar.
3 Salomo liebte den Herrn und lebte genau nach den Anweisungen seines Vaters David. Doch auch er opferte an solchen Orten. Er schlachtete Tiere und verbrannte Weihrauch.
4 Einmal ging er nach Gibeon und brachte tausend Brandopfer dar, denn dort befand sich damals die wichtigste Opferstätte.
5 Über Nacht blieb er in Gibeon. Da erschien ihm der Herr im Traum. "Erbitte von mir, was du willst!", sagte Gott zu ihm.
6 Salomo antwortete: "Schon meinem Vater David hast du sehr viel Gutes getan, weil er dir nie etwas vorheuchelte, sondern dir treu diente und dir immer gehorchte. Sogar über seinen Tod hinaus hast du ihm deine Güte erwiesen, denn du hast einem seiner Söhne den Thron gegeben.
7 Herr, mein Gott, du selbst hast mich zum Nachfolger meines Vaters David gemacht. Ich aber bin noch jung und unerfahren. Ich weiß nicht, wie ich diese große Aufgabe bewältigen soll.
8 Hier stehe ich mitten in einem Volk, das du, Herr, als dein Volk angenommen hast. Es ist so groß, dass man es weder zählen noch schätzen kann.
9 Darum bitte ich dich: Gib mir ein Herz, das auf dich hört, damit ich gerechte Urteile fällen und zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann. Denn wie könnte ich sonst ein so riesiges Volk richtig führen?"
10 Es gefiel dem Herrn, dass Salomo gerade eine solche Bitte ausgesprochen hatte.
11 Darum antwortete Gott: "Ich freue mich, dass du dir nicht ein langes Leben gewünscht hast, auch nicht Reichtum oder den Tod deiner Feinde. Du hast mich um Weisheit gebeten, weil du ein guter Richter sein willst.
12 Du sollst bekommen, was du dir wünschst! Ich will dich so weise und einsichtsvoll machen, wie es vor dir noch niemand war und auch nach dir niemand mehr sein wird.
13 Aber ich will dir auch das geben, worum du nicht gebeten hast: Reichtum und Macht. Solange du lebst, soll kein König so groß sein wie du.
14 Wenn du so lebst, wie es mir gefällt, wenn du mir gehorchst und meine Gebote befolgst wie dein Vater David, dann werde ich dir auch ein langes Leben schenken."
15 Da erwachte Salomo und merkte, dass er geträumt hatte. Am nächsten Morgen ging er nach Jerusalem zurück. Dort trat er vor die Bundeslade des Herrn und brachte Brand- und Dankopfer dar. Danach lud er seinen ganzen Hofstaat zu einem Festessen ein.


Der Herr erschien dem König Salomo - er dürfte sich eine Sache wünschen.

Was hättest Du Dir gewünscht?

Macht - Reichtum --- langes Leben?

Weisheit wünschte sich König Salomo - er bekam aber von Gott alles andere dazu.

Wie ich gesagt habe . König Salomo schrieb einen Buch in der Bibel

Das Buch heißt die Sprüche

Weisheit aus dem Buch Sprüche

Ich möchte aus Sprüche 1 die ersten 7 Verse lesen

Sprüche 1,1-7

1 Die folgenden Lebensweisheiten sind in Sprüche gefasst von Salomo, dem Sohn Davids und König von Israel. 2 Wenn du sie beachtest, wirst du lernen, dich im Leben zurechtzufinden. Sie helfen dir, dich selbst zu beherrschen, und machen dich fähig, gute Ratschläge zu erkennen und anzunehmen. 3 Durch sie gewinnst du Einsicht; du lernst, aufrichtig und ehrlich zu sein und andere gerecht zu behandeln. 4 Wer jung und unerfahren ist, wird urteilsfähig, er bekommt das Gespür für gute Entscheidungen. 5 Selbst wer darin schon geübt ist, kann noch dazulernen. Neue Gedankenanstöße helfen ihm, 6 die Sprichwörter der weisen Lehrer zu verstehen und ihre Bilder und verschlüsselten Sprüche zu enträtseln. 7 Alle Erkenntnis beginnt damit, dass man Ehrfurcht vor dem Herrn hat. Nur ein Dummkopf lehnt Lebensweisheit und Selbstbeherrschung ab.


Weisheit bringt mit sich

  • Freundlichkeit und Güte
  • lauter und rein
  • sucht den Frieden
  • freundlich
  • bereit nachzugeben
  • laßt sich etwas sagen
  • Mitlied mit andern
  • bewirkt immer und überall Gutes
  • unparteiisch
  • ohne Vorurteile
  • ohne alle Heuchelei
  • Gerechtigkeit und Friedfertigkeit


Was Weisheit nicht ist

  • voller Neid und Haß
  • eingebildet
  • Lügner und Betrüger
  • irdisch, ungeistlich, teuflisch
  • Mißgunst und Streit herrschen
  • alle in Unordnung



jetzt wissen wir was Weisheit ist und was Weisheit nicht ist.

Für mich bleibt nur noch die Frage - wie werde ich weise.

Wie werde ich weise?

Ganz am Anfang las ich aus Jakobus 1, daß wir Gott bitten sollten um Weisheit und er wird uns reichlich beschenken.

Nun möchte ich den ganzen Zusammenhang lesen.

Jakobus 1,5-8
Falls jemand von euch nicht weiß, was der Wille Gottes in einer bestimmten Sache ist, soll er um Weisheit bitten. Ihr wißt doch, wie reich Gott jeden beschenkt und wie gern er allen hilft. Also wird er auch euer Gebet erhören. Betet aber in großer Zuversicht, und zweifelt nicht; denn wer zweifelt, gleicht den Wellen im Meer, die vom Sturm hin- und hergetrieben werden. Ein solcher Mensch kann nicht erwarten, daß Gott ihm etwas gibt. In allen, was er tut, ist er unbeständig und hin- und hergerissen.

Gott gibt gerne, aber wir sollten glauben.

Das Gegenteil von Glauben ist Zweifel.

Ein Kind glaubt, erwartet von Vater aufgefangen zu werden , da ist gar kein Zweifel vorhanden
wie sieht es bei uns

Glauben wir, daß Gott uns Weisheit geben will, in jede Situation richtig zu entscheiden.
Schluß

Für mich war es eine große Hilfe jeden Tag einen Kapitel als den Sprüchen zu lesen, es gibt 31 Kapitel und das kommt mit einem Monat ungefähr hin. Nach dem ich eine Predigt vor ca. 20 Jahre über Weisheit gehört habe, tat ich das. Tag für Tag, Monat für Monat las ich die Sprüche und ich glaube ich habe viel daraus gelernt. Vielleicht kannst Du auch es probieren und im Weisheit wachsen.

Definition
Weisheit ist eine moralische Klarheit - die Fähigkeit zu wissen was richtig ist und dann dies auch zu tun
Amen.


Heute Nachmittag habe ich dann in der Auferstehungsgemeinde in Rendsburg über das Höchste Gebot der Liebe zu Gott und den Nächsten, dabei habe ich 3. Mose 19 als Basis genommen bevor ich über Markus 12,28-29 gepredigt habe

28 Ein Schriftgelehrter hatte zugehört und war von der Antwort beeindruckt, die Jesus den Sadduzäern gegeben hatte. Deshalb fragte er ihn: "Welches von allen Geboten Gottes ist das wichtigste?"
29 Jesus antwortete: "Dies ist das wichtigste Gebot: 'Hört, ihr Israeliten! Der Herr ist unser Gott, der Herr allein.
30 Ihn sollt ihr von ganzem Herzen lieben, mit ganzer Hingabe, mit eurem ganzen Verstand und mit all eurer Kraft.'4
31 Ebenso wichtig ist das andere Gebot: 'Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!'5 Kein anderes Gebot ist wichtiger als diese beiden."

Hier kannst du die Predigt auch anhören




3 Mose 19 - Weisungen und Gebote für Gottes heiliges Volk
1 Der Herr befahl Mose,
2 dem ganzen Volk Israel dies mitzuteilen: "Ihr sollt heilig sein, denn ich, der Herr, euer Gott, bin heilig!
3 Jeder von euch soll seine Mutter und seinen Vater achten und den Sabbat als Ruhetag einhalten. Ich bin der Herr, euer Gott!
4 Ihr sollt nicht anderen Göttern dienen und euch keine Götzenstatuen anfertigen, denn ich bin der Herr, euer Gott!
5 Wenn ihr mir ein Dankopfer darbringt, dann tut es so, dass ich Gefallen an euch und eurem Opfer habe.
6 Das Fleisch des Opfertieres müsst ihr am selben oder am folgenden Tag verzehren. Was am dritten Tag noch übrig ist, muss verbrannt werden,
7 denn dann ist es unrein. Wenn doch noch jemand davon isst, nehme ich das Opfer nicht an.
8 Er muss die Folgen tragen, denn er hat etwas entweiht, das für mich, den Herrn, bestimmt war. Darum muss er aus seinem Volk ausgestoßen werden und sterben.
9 Wenn ihr die Getreideernte einbringt, sollt ihr eure Felder nicht ganz bis an den Rand abmähen und keine Nachlese halten.
10 Auch in euren Weinbergen soll es keine Nachlese geben. Sammelt die Trauben am Boden nicht ein, sondern überlasst sie den Armen und Fremden! Ich bin der Herr, euer Gott.
11 Ihr sollt nicht stehlen, nicht lügen und einander nicht betrügen!
12 Ihr sollt meinen Namen nicht durch einen Meineid entweihen. Ich bin der Herr, euer Gott.
13 Unterdrückt und beraubt einander nicht! Wenn ihr jemanden tageweise beschäftigt, müsst ihr ihm jeden Abend seinen Lohn auszahlen.
14 Beschimpft einen Tauben nicht, und legt einem Blinden kein Hindernis in den Weg! Begegnet mir, eurem Gott, mit Ehrfurcht, denn ich bin der Herr.
15 Vor Gericht dürft ihr das Recht nicht beugen! Begünstigt weder den Armen noch den Einflussreichen, wenn ihr ein Urteil fällt. Jeder soll zu seinem Recht kommen.
16 Verleumdet einander nicht, und tut nichts, was das Leben anderer gefährdet! Ich bin der Herr.
17 Hege keinen Hass gegenüber deinem Mitmenschen! Wenn du etwas gegen jemanden hast, dann weise ihn zurecht, sonst lädst du Schuld auf dich.
18 Räche dich nicht, und sei nicht nachtragend! Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst! Ich bin der Herr.
19 Haltet euch an das, was ich euch sage. Kreuzt nicht verschiedene Arten eures Viehs miteinander; besät eure Felder nicht mit zweierlei Saatgut; tragt keine Kleidung aus Mischgewebe!
20 Wenn ein Mann mit einer Sklavin schläft, die mit einem anderen Mann verlobt ist, aber noch nicht freigekauft oder freigelassen wurde, dann muss der Mann Schadenersatz leisten. Die beiden müssen aber nicht getötet werden, denn die Frau war nicht frei.
21 Der Mann soll einen Schafbock als Schuldopfer zu mir, dem Herrn, an den Eingang des heiligen Zeltes bringen.
22 Der Priester opfert das Tier, damit der Mann von seiner Schuld befreit wird. Dann werde ich, der Herr, seine Sünde vergeben.
23 Wenn ihr ins Land Kanaan kommt und Obstbäume pflanzt, dann sind ihre Früchte in den ersten drei Jahren für euch verboten; ihr dürft sie nicht essen.
24 Im vierten Jahr bringt ihr mir, dem Herrn, alle Früchte als Erntedankopfer dar.
25 Vom fünften Jahr an dürft ihr die Früchte essen. Wenn ihr euch daran haltet, wird eure Ernte umso reicher sein. Ich bin der Herr, euer Gott.
26 Esst kein Fleisch, das nicht völlig ausgeblutet ist! Treibt keine Wahrsagerei und Zauberei!
27-28 Wenn ihr um einen Toten trauert, dann schneidet nicht euer Haupthaar rundum ab; stutzt auch nicht eure Bärte, ritzt euch nicht in die Haut, und macht euch keine Tätowierungen! Ich bin der Herr.
29 Entehrt eure Töchter nicht, indem ihr sie zur Prostitution anstiftet! Sonst wird das ganze Land zu einer Stätte des Treuebruchs, und ich verabscheue alles, was dort geschieht.
30 Haltet den Sabbat als Ruhetag ein, und habt Ehrfurcht vor meinem Heiligtum! Ich bin der Herr.
31 Sucht niemals Hilfe bei Totenbeschwörern und Wahrsagern, denn sonst seid ihr in meinen Augen unrein. Ich bin der Herr, euer Gott.
32 Begegnet alten Menschen mit Achtung und Respekt, und ehrt mich, den Herrn, euren Gott!
33 Unterdrückt die Fremden nicht, die bei euch leben,
34 sondern behandelt sie wie euresgleichen. Liebt sie wie euch selbst, denn auch ihr seid Fremde in Ägypten gewesen! Ich bin der Herr, euer Gott.
35 Beugt nicht das Recht vor Gericht, betrügt nicht mit falschen Maßen und Gewichtsangaben,
36 verwendet genaue Waagen und richtige Gewichtssteine! Eure Hohlmaße für Getreide und Flüssigkeiten dürfen nicht gefälscht sein. Ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus Ägypten befreit hat.
37 Lebt nach allen meinen Ordnungen und Geboten, und befolgt sie! Ich bin der Herr."

Montag, 2. April 2012

02. April - Ethik und Konsequentialismus


Ich habe nun zum vierten Mal für meine zwei Kurse an der FH Fresenius in Hamburg Ethik unterrichtet.

Es ging heute um Konsequentialismus und Deontologie bzw. Tugendethik.

Konsequentialismus ist ein Sammelbegriff für Theorien aus dem Bereich Ethik, die den moralischen Wert einer Handlung aufgrund ihrer Konsequenzen beurteilt. Häufig wird Konsequentialismus durch den Sinnspruch "Der Zweck heiligt die Mittel" verdeutlicht.

Unter den Begriff des Konsequentialismus fallen der Utilitarismus und Spielarten des ethischen Egoismus. Dabei verlangt der Utilitarismus, dass durch die Konsequenzen einer Handlung der Gesamtnutzen aller ethischen Subjekte größtmöglich sein soll; der ethische Egoismus fragt vor allem nach dem persönlichen

Vorteil. Je nachdem, wie der Gesamtnutzen oder der persönliche Vorteil bestimmt werden (lang- oder kurzfristig, global oder lokal, auf Wohlstand oder auf Selbstachtung bezogen etc.), ergeben sich dabei recht unterschiedliche normative Systeme.

Der ethische Egoismus vertritt die These, man solle stets tun, was für einen selbst am besten sei. Ethische Egoisten behaupten, (nur) die Handlungsweisen des Homo oeconomicus sind die ethisch angemessenen. Daraus folgt, dass ein ethischer Egoist im Alltag auch andere sehr stark berücksichtigt, aber nur wenn er sich dabei selbst einen möglichen Nutzen verspricht – entweder unmittelbar oder auf lange Sicht.


Der Utilitarismus ist eine Form der teleologischen Ethik, welche in verschiedenen Varianten auftritt. Grundlage für die ethische Bewertung einer Handlung ist das Nützlichkeitsprinzip. Den Kern des Utilitarismus kann man in der Forderung zusammenfassen: „Handle so, dass das größtmögliche Maß an Glück entsteht!“

Insofern ist der Utilitarismus eine hedonistische bzw. eudaimonistische Ethik.

Der utilitaristische Ansatz wurde vor allem durch Jeremy Bentham (1748–1832) und John Stuart Mill (1806–1873) systematisch entwickelt und auf konkrete Fragen angewandt.

Bentham erläutert den zentralen Begriff des Nutzens im ersten Kapitel seiner Buch folgendermaßen:

„Mit dem Prinzip des Nutzens ist das Prinzip gemeint, das jede beliebige Handlung gutheißt oder missbilligt entsprechend ihrer Tendenz, das Glück derjenigen Partei zu erhöhen oder zu vermindern, um deren Interessen es geht ... Mit ‚Nutzen‘ ist diejenige Eigenschaft einer Sache gemeint, wodurch sie zur Schaffung von Wohlergehen, Vorteil, Freude, Gutem oder Glück tendiert.“

Deontologische Ethik oder Deontologie bezeichnet eine Klasse von ethischen Theorien, die Handlungen unabhängig von ihren Konsequenzen zuschreiben, intrinsisch gut oder schlecht zu sein. Entscheidend ist dabei, ob die Handlung einer verpflichtenden Regel gemäß ist und ob sie aufgrund dieser Verpflichtung begangen werden.

Deontologische Theorien unterscheidet man innerhalb der Ethik gewöhnlich von konsequentialistischen Theorien, die nicht den intrinsischen Charakter einer Handlung selbst, sondern ausschließlich ihre Konsequenzen für moralisch relevant ansehen.

Innerhalb der Deontologie gibt es verschiedene Ausprägungen: Während moderate Deontologen Konsequenzen auch eine moralische Relevanz zugestehen, sind im moralischen Absolutismus bestimmte Handlungen unter allen Umständen und ungeachtet ihrer Konsequenzen verboten.

Tugendethik bezeichnet eine Klasse ethischer Theorien, deren Zentralbegriff die menschliche Tugend ist. Viele antike Philosophen, darunter Sokrates, haben auf die Frage, wie man leben soll bzw. was ein gutes oder letztlich glückliches Leben ausmacht, geantwortet: tugendhaft.

Diese Antwort erfordert eine Theorie über die Natur von Tugenden – sie werden z. B. als durch Gewöhnung erwerbbare charakterliche Dispositionen erklärt. Sie erfordert auch eine Auskunft darüber, welches die relevanten Tugenden sind.

Angeführt wurden z. B. Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit und Mäßigung. Man hat derartige Ansätze mit sonstigen ethischen Theorien verglichen, etwa einem Ansatz, der das gute Handeln danach beurteilt, welchen Nutzen es zur Folge hat (Utilitarismus, Konsequentialismus) oder ob es grundlegenden Beurteilungsprinzipien entspricht, etwa unbedingten Pflichten (deontologische Ethiken).

Vielleicht habt ihr ein bisschen davon verstanden

Montag, 12. März 2012

12. März – Business Ethics bzw Wirtschaftsethik


Heute habe ich nun zum ersten Mal an eine Fachhochschule richtig einen Fach unterrichtet und nicht nur Englisch. Ich darf sieben Wochen lang je 4 Stunden über Business Ethics also Wirtschaftsethik auf Englisch unterrichten.

Dabei habe ich zwischen 7:45 und 10:50 einen Ethik Kurs und dann unterrichte ich normale English bis am Abend und dann darf ich wieder zwischen 16:25 und 19.30 einen zweiten Ethik Kurs halten. Aber was ist Business Ethics bzw. Wirtschaftsethik?

Gegenstand der Wirtschaftsethik ist die Anwendung ethischer Prinzipien auf den Bereich wirtschaftlichen Handelns. Zentrale Werte sind dabei Humanität, Solidarität und Verantwortung.

Die Rechtfertigung wirtschaftsethischer Normen ergibt sich aus den Folgen wirtschaftlichen Handelns auf andere Menschen und die Umwelt. Maßstäbe hierfür sind soziale Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Dabei ist es nicht Aufgabe der Wirtschaftsethik, Handlungsanweisungen auszuarbeiten.

Ihre Funktion ist vielmehr die einer Orientierungshilfe für aktuelle Debatten durch Reflexion, Methoden und kritische Analyse.

Für die Wirtschaftsethik bedarf es eines interdisziplinären Diskurses, an dem Philosophen und Ökonomen, aber auch Sozialwissenschaftler und Theologen beteiligt sind.

Grundsätzlich gibt es dabei eine praktische Ebene, auf der konkrete Fragestellungen geklärt und praktisches Verhalten beurteilt werden, sowie eine theoretische Ebene, auf der ökonomische Theorien ethisch beurteilt werden und diskutiert wird, welcher Zusammenhang zwischen Ethik und Wirtschaft besteht und wie dieser Zusammenhang gestaltet werden kann oder sollte.

Eine weitere wichtige Unterscheidung ist die der Verantwortung des Einzelnen (Individualethik) und der Verantwortung von Unternehmen, Gruppen, Verbänden, der Politik oder der gesamten Gesellschaft (Institutionen- und Sozialethik). Wirtschaftsethik befasst sich damit, wie ökonomisch Handelnde moralische Fragen analysieren, bearbeiten und entscheiden.

Die Vielfalt der Theorien und Aussagen zur Wirtschaftsethik ist sehr groß, uneinheitlich und je nach Sicht auch gegensätzlich. Dies liegt am normativen Charakter wirtschaftsethischer Aussagen sowie an der Unterschiedlichkeit der jeweils zugrunde liegenden ethischen und ökonomischen Theorien. Hinzu kommt, dass der Gegenstand oder die Methoden der Wirtschaftsethik unterschiedlich aufgefasst werden. So ist sie abzugrenzen von der politischen Ökonomie, die sich mit dem Handeln des Staates unter ethischen Gesichtspunkten und den Funktionsprinzipien ganzer Volkswirtschaften befasst.

Im deutschsprachigen Raum unterscheidet man zwischen Wirtschaftsethik und Unternehmensethik, die sich speziell mit wirtschaftsethischen Fragen aus der Perspektive einzelner Unternehmen befasst. Dabei werden sowohl Fragen des Verhältnisses zur Umwelt des Unternehmens (Markt, Kunden, Gesellschaft) als auch innerbetriebliche Fragen (Entlohnung, Umweltschutz, Mitbestimmung, Betriebsklima) behandelt. Im englischsprachigen Raum wird „Business Ethics“ seit längerem als Fach an Hochschulen gelehrt. Trotz großer Überschneidungen im Gegenstandsbereich liegt der Fokus der englischsprachigen Diskussion stärker auf anwendungsbezogenen und empirischen Fragestellungen.

In der Diskussion über die Wirtschaftsethik haben sich drei Verständnisarten des Begriffs entwickelt:

  • Ethik der Wirtschaft als normative Bestimmung des wirtschaftlichen Systems

  • Ethik in der Wirtschaft als Bestimmung dessen, ob und wie ethische Normen durch die ökonomisch Handelnden anzuwenden sind

  • Ökonomie der Ethik als Anwendung ökonomischer Methoden auf den Bereich der Ethik

Je nach Untersuchungsgegenstand unterscheidet man weiterhin nach einer
  • Makroebene: Aussagen über ethische Prinzipien in einer Gesellschaft und ganzer Wirtschaftssysteme zum Beispiel in Hinblick auf die Rolle des Eigentums oder öffentlicher Güter, Markt- oder Planwirtschaft oder Fragen der Umverteilung durch Steuern und Abgaben

  • Mesoebene: Betrachtung von Unternehmen und einzelnen Institutionen wie Gewerkschaften und Verbänden und den indirekten Wirkungen bei kooperativem Handeln

  • Mikroebene: Untersuchung der Handlungen einzelner Individuen vor allem in Hinblick auf Verantwortlichkeiten

Donnerstag, 26. August 2010

26. Aug – Hauskreis bei Christel in Holo


Ein Mal im Jahr findet der Hauskreis aus Vaale bei Christel in Hohenlockstedt statt. Denn ein Mal im Jahr werden wir zum Geburtstagkuchen eingeladen. Die andere Geschwister kommen eine Stunde oder so früher und es wird erzählt und gequatscht. Dann komme ich zur gewohnten Zeit dazu und es wird gesungen, ich gebe eine Andacht und dann wird ausführlich gebetet.

Römer 14 hat uns als Thema beschäftigt – also die Starken und die Schwachen. Die Schwachen dabei haben nur Gemüse gegessen und die Starken haben Fleisch gegessen obwohl es vorher schon einen Götzenbild geopfert worden. Die einen haben besondere Tage geachtet und die anderen haben alle Tage gleich betrachtet. Natürlich gab es krach und viele Menschen wollten die anderen „bekehren“ Dabei finde ich Vers 17 am Besten - Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geiste.

Wir sollten nicht die Gemeinde zerspalten wegen diese Vorstellungen.

Römer 14,1-5


1 Nehmt den, der im Glauben schwach ist, vorbehaltlos an und streitet nicht über seine Anten mit ihm.
2 Einer glaubt zum Beispiel, er dürfe alles essen. Der Schwache jedoch ernährt sich rein vegetarisch.
3 Wer alles isst, darf den nicht verachten, der nicht alles isst. Und wer nicht alles isst, darf den nicht verurteilen, der alles isst, denn Gott hat ihn genauso angenommen wie dich.
4 Wie kommst du denn dazu, den Sklaven eines anderen zur Rechenschaft zu ziehen? Ob er mit seinem Tun bestehen kann oder nicht, geht nur seinen Herrn etwas an. Und er wird bestehen, denn sein Herr wird dafür sorgen.
5 Der eine hält bestimmte Tage für besonders heilig, der andere misst jedem Tag die gleiche Bedeutung bei. Aber jeder soll mit voller Überzeugung zu seiner Auffassung stehen.

Sonntag, 18. Juli 2010

18. Juli - Psalm 72 und Gerechtigkeit


Heute morgen hatte ich wieder das Vorrecht in der Gemeinde am Sandberg zu predigen. Dieses Mal habe ich über Psalm 72 und die Gerechtigkeit gepredigt.

Wir haben hier einen Königspsalm vor uns, der zur Zeit der Abfassung zuerst auf den aktuellen König und seine Nachfolger bezogen wurde; aber schon damals klangen messianische Andeutungen durch.

Spätestens nach dem Untergang von Israel und Juda wurde der Psalm als messianisch-endzeitlicher Psalm verstanden

Auslegungstipp von Bibeltexte

1. Damals (wer, was, wo und wann)
2. Prophetisch – Endzeit oder Zukunft
3. Heute – Prinzipien heute anwenden

Die Herrschaft des Königs setzt den Maßstab für sein Land!

Was vom König ausgeht, das prägt seinen ganzen Herrschaftsbereich.

Für den König war maßgeblich Gerechtigkeit (2x in den ersten zwei Versen).

Entsprechend wird Gerechtigkeit im Land das markante Kennzeichen sein; (Verse 3 und 7)

1. Damals – König Frieden
2. Prophetisch – Jesus der Friedefürst
3. Heute – das was wir säen ernten wir auch

Frage – was geht von dir aus, was geht von dieser Gemeinde aus?

Gedanke: Mit der Gerechtigkeit geht Frieden einher

Aber was ist genau Gerechtigkeit?

Hier wird nicht zuerst an "Justiz und Gesetzkategorien" gedacht, wo Recht und Unrecht entschieden wird (Gerechtigkeit nicht im Sinne einer Norm, an der man gemessen wird).

Vielmehr geht es um die Beziehung zwischen zwei Personen: Die Gerechtigkeit Gottes wird immer wieder an seinem Handeln festgemacht!

Er greift ein, er kümmert sich um sein Volk, um Einzelne, er schafft Heil. Gottes Gerechtigkeit wird immer wieder zusammen gesehen mit Gottes Heilstaten

Gerechtigkeit meint damit "Gemeinschaftstreue /Beziehungstreue". Gott lässt seine Leute nicht im Stich, er steht ihnen bei.

Entsprechend soll der König regieren. Er soll seinem Volk seine Treue erweisen; er soll sich um sie kümmern, sie umsorgen, sich "heilvoll" für sie einsetzen - gerade auch jenen gegenüber, die benachteiligt sind, am Rande stehen (Verse 4 & 12-14).

Bei Salomo wird dieser Psalm ansatzweise Realität! Aber der Psalm weist als messianischer Psalm auf Christus hin:

Jesus Christus, das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit

Jesus hat oft davon gesprochen, dass mit ihm das Reich Gottes angebrochen ist, dass er der versprochene Messias, dass er ein König ist (Lk. 4,17-21;).

14Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes zurück nach Galiläa; und das Gerücht von ihm verbreitete sich durch die ganze umliegende Landschaft. 15Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von allen gepriesen. 16Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. 17Und es wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gegeben; und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: 18«Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat; er hat mich gesandt, den Armen frohe Botschaft zu verkünden, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu predigen und den Blinden, daß sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen; 19zu predigen das angenehme Jahr des Herrn.» 20Und er rollte das Buch zusammen und gab es dem Diener wieder und setzte sich, und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. 21Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfüllt vor euren Ohren!


Im Herrschaftsgebiet Jesu (in erster Linie in seiner Gemeinde) wird sich seine Gerechtigkeit ausbreiten:

Jeder, der an Jesus glaubt, bekommt Jesu "Gerechtigkeit" geschenkt. Unsere Schuld und Sünde hat dagegen kein Gewicht mehr, sie ist weggenommen durch das gnädige Handeln Gottes. Wir sind dadurch mit Gott versöhnt (2. Kor. 5,17-21).

7Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden! 18Das alles aber von Gott, der uns durch Christus mit sich selbst versöhnt und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat;19weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht zurechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte. 20So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, und zwar so, daß Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch versöhnen mit Gott! 21Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden


Übrigens ich finde Luthers "gerechtfertigt" großartig: Ich bin in Gottes Augen zurechtgebracht; Jesu "Gerechtigkeit" steht über meinem Leben. Wer das verstanden hat, hat eine wunderbare Lebensbasis.

Jesus ist da für uns, er setzt sich für uns ein. Wir können uns voll und ganz auf seine Treue verlassen. Das dürfen und sollen wir aufsaugen. Das wird uns prägen und unseren Umgang mit anderen verändern.

Als Folge werden wir Jesus loben und ehren und mit anderen entsprechend umgehen. Gerechtigkeit wird dann sichtbar in der Gemeinde - im Miteinander der Gläubigen und in den Beziehungen zu anderen.


Fragen zum vertiefenden Gespräch

• Wie sieht "Gerechtigkeit" in unserem Miteinander konkret aus, wenn wir uns an der Beziehungstreue Jesu orientieren? Warum tun wir uns in der Umsetzung manchmal so schwer?

• Was bedeutet es dir, dass du durch den Glauben an Jesus "gerechtfertigt" bist?

• Welche "Visionen" stecken in diesem Psalm für unsere Gemeinde?

Hier kannst du die Predigt auch hören

Psalm 72

1Von Salomo. O Gott, gib dein Gericht dem König und deine Gerechtigkeit dem Königssohn, 2daß er dein Volk richte mit Gerechtigkeit und deine Elenden nach dem Recht. 3Die Berge mögen dem Volke Frieden spenden und die Hügel, durch Gerechtigkeit. 4Er schaffe den Elenden des Volkes Recht und helfe den Kindern der Armen und unterdrücke den Gewalttätigen.

5So wird man dich fürchten, solange die Sonne und der Mond scheint, von Geschlecht zu Geschlecht. 6Er wird herabkommen wie Regen auf die kahle Flur, wie Regenschauer, die das Land erweichen. 7In seinen Tagen wird der Gerechte blühen, und Fülle von Frieden wird sein, bis kein Mond mehr ist. 8Und er wird herrschen von Meer zu Meer und vom Strom bis an die Enden der Erde.9Vor ihm werden sich die Wüstenvölker beugen, und seine Feinde werden Staub lecken. 10Die Könige von Tarsis und den Inseln werden Gaben bringen, die Könige von Saba und Seba werden Geschenke senden. 11Alle Könige werden ihn anbeten, alle Heiden werden ihm dienen. 12Denn er wird den Armen erretten, wenn er schreit, und den Elenden, der keinen Helfer hat. 13Des Geringen und Armen wird er sich erbarmen und die Seelen der Armen erretten. 14Er wird ihre Seele von Bedrückungen und Mißhandlung erlösen, und ihr Blut wird in seinen Augen teuer sein. 15Und er wird leben, und man wird ihm vom Gold aus Saba geben; und man wird immerdar für ihn beten, täglich wird man ihn segnen. 16Es wird im Lande Überfluß an Getreide sein; auf den Bergeshöhen werden seine Fruchtbäume rauschen wie der Libanon und werden blühen im Frühling wie das Kraut auf dem Land. 17Sein Name bleibt ewiglich, sein Ruhm wachse an der Sonne; alle Völker sollen sich segnen in seinem Namen und sollen ihn glücklich preisen! 18Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der allein Wunder tut! 19Und gepriesen sei ewiglich der Name seiner Majestät, und die ganze Erde soll voll werden seiner Herrlichkeit! Amen, Amen!

Donnerstag, 1. Juli 2010

01. Juli – Hauskreis über Römer 10


Da ich am Wochenende nicht gepredigt habe, kommt es mir wie eine kleine Ewigkeit seit dem ich etwas geistliches hier aufgeschrieben habe.

Heute Abend in Vaale habe ich über Römer 10 bzw Isreal und das Gesetz gesprochen

Zweck des Gesetzes

Gott gab den Juden im AT das Gesetz, um ihnen seinen Willen klarzumachen.

Somit konnten sie erkennen, was gut und böse ist.

Die Juden wollten durch das Gesetz vor Gott gerecht werden.

Doch Menschen aller Zeit müssen erkennen, daß das Gesetz vor Gott nicht gerecht machen kann.

Christus - die Erfüllung des Gesetzes


Jesus wurde unter das Gesetz getan, um es an unserer Stelle zu erfüllen und die freizukaufen, die unter dem Gesetz sind. Wir sind geheiligt durch Christi Opfer.

Röm. 10,4: Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht. scheint zunächst ein Widerspruch zu sein. Doch die beiden Verse drücken genau das Geheimnis aus.

Obwohl wir Christen noch genauso sündigen und Schuld auf uns laden, wird sie uns nicht mehr angerechnet. Wir werden nicht nach den Werken gerichtet.

Bedeutung bzw Aufgabe des Gesetzes für die Christen

1. Richtlinien für die Lebensgestaltung - Denn ich will aus Dankbarkeit für meine Errettung das tun, was Gott gefällt.

2. Korrektur - Er wird immer deutlicher seine eigene Schwachheit erkennen und daher auch immer stärker spüren, daß er von der Gnade Gottes abhängig ist.

3. ABER keine Bedeutung für Gerechtigkeit - Um vor Gott gerecht zu sein, braucht man die Gerechtigkeit eines andern. Wenn wir auf Gottes Gesetz unser Leben bauen, ist ein wichtiger Grundstein gelegt, doch ohne den Glauben ist es dennoch bedeutungslos!

1 Liebe Geschwister, ich wünsche von Herzen und flehe zu Gott, dass die Angehörigen meines Volkes gerettet werden.
2 Denn ich kann ihnen bezeugen, dass sie sich mit großem Eifer für Gott einsetzen. Doch was ihnen fehlt, ist die richtige Erkenntnis.
3 Sie begreifen nicht, worum es bei der Gerechtigkeit Gottes geht, und versuchen, durch ihre eigene Gerechtigkeit vor Gott zu bestehen. Damit haben sie sich der Gerechtigkeit, die Gott ihnen schenken will, verweigert.
4 Denn mit Christus ist der Weg des Gesetzes zu Ende. Jetzt wird jeder, der an ihn glaubt, für gerecht erklärt.
5 Mose beschreibt die Gerechtigkeit, die auf dem Gesetz beruht, so: "Wer sich nach seinen Vorschriften gerichtet hat, gewinnt das Leben."

6 Aber die Gerechtigkeit, die auf dem Glauben beruht, sagt: "Du musst dich nicht fragen: 'Kann denn jemand in den Himmel hinaufsteigen?'" - als müsste man Christus von dort herabholen,
7 "oder: 'Kann jemand in den Abgrund hinuntersteigen?'" - als müsste man Christus von den Toten heraufholen.
8 Im Gegenteil, sie sagt: "Das Wort ist dir ganz nahe. Es ist in deinem Mund und in deinem Herzen." Mit diesem Wort ist die Botschaft vom Glauben gemeint, die wir predigen.
9 Wenn du mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden.
10 Denn man wird für gerecht erklärt, wenn man mit dem Herzen glaubt, man wird gerettet, wenn man seinen Glauben mit dem Mund bekennt.
11 Denn die Schrift sagt: "Wer ihm vertraut, wird nicht enttäuscht werden."
12 Es gibt da keinen Unterschied zwischen Juden und Nichtjuden, denn sie haben alle denselben Herrn und er lässt alle an seinem Reichtum Anteil haben, alle, die ihn anrufen.
13 Denn "jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden."
14 Doch wie sollen sie den anrufen, an den sie noch nicht glauben? Und wie sollen sie an den glauben, von dem sie noch nichts gehört haben? Und wie sollen sie von ihm hören, wenn es ihnen keiner sagt?
15 Aber wie soll die Botschaft gepredigt werden, wenn niemand den Auftrag dazu bekommen hat? Doch das ist geschehen. Es ist eingetroffen, was geschrieben steht: "Was für eine Freude ist es, wenn die Boten kommen und die gute Nachricht bringen."
16 Leider haben nicht alle diese gute Nachricht angenommen. Schon Jesaja sagt: "Herr, wer hat unserer Botschaft geglaubt?"
17 Der Glaube kommt also aus dem Hören der Botschaft und die Verkündigung aus dem Wort von Christus.
18 Nun frage ich: "Haben sie die Botschaft etwa nicht gehört?" Aber natürlich haben sie sie gehört! "Ihr Ruf ging ja über die ganze Erde, die Nachricht ist bis in die entlegensten Ecken der Welt gekommen."
19 Ich frage weiter: "Hat Israel sie etwa nicht verstanden?" Die Antwort steht schon bei Mose: "Ich werde euch eifersüchtig machen über ein Nicht-Volk. Ich werde euch zum Zorn über eine Nation reizen, die gar nichts von mir weiß."
20 Und Jesaja wagt sogar zu sagen: "Ich ließ mich von denen finden, die nicht einmal nach mir suchten, ich habe mich denen gezeigt, die nicht nach mir fragten."
21 Über Israel aber sagt er: "Den ganzen Tag habe ich meine Hände nach einem Volk ausgestreckt, das ungehorsam und widerspenstig ist."