Heute Abend habe ich in Vaale beim Hauskreis über Apostelgeschichte 22 wo Paulus in Jerusalem eine Rede hält um sich vor dem Volk zu verteidigen.
Hier kannst du meine Gedanken dazu hören
Paulus rechtfertigt sich vor den Juden
1 "Ihr Männer, liebe Brüder und Väter! Hört euch an, was ich zu meiner Verteidigung sagen möchte."
2 Als die Juden merkten, dass Paulus auf Hebräisch zu ihnen redete, wurden sie noch stiller, und er konnte ungehindert weitersprechen:
3 "Ich bin Jude, geboren in Tarsus, einer Stadt in Zilizien. Erzogen wurde ich hier in Jerusalem. Als Schüler Gamaliels habe ich gelernt, streng nach dem Gesetz unserer Vorfahren zu leben. Ebenso wie ihr wollte ich nichts anderes, als Gottes Gebote erfüllen.
4 Deshalb habe ich die neue Lehre der Christen auch bis auf den Tod bekämpft. Männer und Frauen ließ ich festnehmen und ins Gefängnis werfen.
5 Das können der Hohepriester und der ganze Hohe Rat bezeugen. Von ihnen bekam ich Empfehlungsschreiben für die jüdische Gemeinde in Damaskus. Sie gaben mir die Vollmacht, die Christen in jener Stadt gefesselt hierher nach Jerusalem zu bringen und zu bestrafen.
6 Als ich auf meiner Reise Damaskus schon fast erreicht hatte, umgab mich zur Mittagszeit plötzlich vom Himmel her ein strahlend helles Licht.
7 Ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme: 'Saul, Saul, warum verfolgst du mich?'
8 Voller Schrecken fragte ich: 'Wer bist du, Herr?', und hörte als Antwort: 'Ich bin Jesus von Nazareth, den du verfolgst.'
9 Meine Begleiter sahen genauso wie ich das Licht, aber sie hörten nicht, was gesagt wurde.
10 'Was soll ich tun, Herr?', fragte ich nun, und der Herr antwortete mir: 'Steh auf! Geh nach Damaskus. Dort wird man dir sagen, welche Aufgabe du übernehmen sollst.'
11 Von dem hellen Licht war ich so geblendet, dass ich nicht mehr sehen konnte und meine Begleiter mich nach Damaskus führen mussten.
12 Dort lebte ein Mann, der Hananias hieß. Er war fromm und erfüllte die Gebote des Gesetzes so genau, dass er bei allen Juden in Damaskus hoch angesehen war.
13 Dieser Mann kam zu mir und sagte: 'Lieber Bruder Saul, du sollst wieder sehen können!' Sofort wurden meine Augen geöffnet, und ich sah ihn vor mir stehen.
14 Dann erklärte er mir: 'Der Gott unserer Vorfahren hat dich erwählt, seinen Willen zu erkennen, seinen Sohn zu sehen und ihn zu hören.
15 So wirst du vor allen Menschen sein Zeuge sein, weil du ihn selber gesehen und gehört hast.
16 Zögere also nicht länger! Lass dich taufen und von deinen Sünden reinigen, indem du zu Jesus, dem Herrn, betest.'
17 Später kehrte ich nach Jerusalem zurück. Eines Tages betete ich im Tempel. Da erschien mir der Herr in einer Vision
18 und sagte: 'Beeil dich und verlasse Jerusalem so schnell wie möglich, denn niemand wird dir glauben, was du von mir sagst.'
19 'Herr', antwortete ich, 'jeder hier weiß, dass ich alle, die an dich glaubten, ins Gefängnis werfen und in den Synagogen auspeitschen ließ.
20 Als dein Zeuge Stephanus getötet wurde, stand ich dabei; ich hatte in die Steinigung eingewilligt und bewachte die Kleider seiner Mörder.'
21 Doch der Herr befahl: 'Geh, denn ich will dich weit weg zu den Völkern senden, die mich nicht kennen.'"
Paulus beruft sich auf sein römisches Bürgerrecht
22 Bis dahin hatten alle Paulus ruhig angehört. Doch nun begannen sie zu toben: "Weg mit ihm! Er darf nicht länger leben!"
23 Voller Empörung zerrissen sie ihre Kleider und wüteten, dass der Staub hoch aufwirbelte.
24 Da ließ der Kommandant Paulus in die Festung bringen und befahl, ihn auszupeitschen und zu verhören. Auf diese Weise wollte er erfahren, weshalb die Menge so erregt den Tod des Paulus forderte.
25 Man hatte den Apostel bereits zum Auspeitschen festgebunden, als Paulus den dabeistehenden Offizier fragte: "Seit wann ist es bei euch erlaubt, einen römischen Bürger auszupeitschen, noch dazu ohne Urteil?"
26 Der Offizier lief zum Kommandanten: "Der Mann ist ein römischer Bürger! Was willst du jetzt tun?"
27 Da ging der Kommandant selbst zu Paulus und fragte ihn: "Stimmt es, dass du ein römischer Bürger bist?" - "Ja, das stimmt", erwiderte Paulus.
28 Der Kommandant erklärte: "Ich habe für dieses Bürgerrecht ein Vermögen gezahlt." "Ich aber wurde schon als römischer Bürger geboren", erwiderte Paulus.
29 Sofort banden die Soldaten den Apostel los, denn der Kommandant fürchtete, Schwierigkeiten zu bekommen, weil er befohlen hatte, einen römischen Bürger auszupeitschen.
Paulus vor dem Hohen Rat
30 Der Kommandant wollte endlich genau wissen, was die Juden Paulus eigentlich vorwarfen. Deswegen befahl er am nächsten Tag den Hohenpriestern und dem Hohen Rat, zu einer Sitzung zu kommen, und nachdem man Paulus aus dem Gefängnis geholt und ihm die Fesseln abgenommen hatte, wurde auch er dorthin gebracht.
1 Ruhig blickte Paulus die Mitglieder des Hohen Rates an und sagte: "Ihr Männer, liebe Brüder! Ich habe bis zum heutigen Tag Gott gedient, und zwar mit gutem Gewissen."
2 Aufgebracht befahl daraufhin der Hohepriester Hananias den dabeistehenden Dienern, Paulus auf den Mund zu schlagen.
3 Der aber rief: "Du Heuchler, Gott wird dich dafür strafen. Du willst hier nach dem Gesetz Recht sprechen, aber brichst selber das Gesetz und lässt mich schlagen!"
4 Da empörten sich einige: "Du wagst es, den Hohenpriester Gottes zu beleidigen?"
5 "Ich wusste nicht, Brüder, dass er der Hohepriester ist", lenkte Paulus ein, "denn natürlich ist mir bekannt, dass es in der Heiligen Schrift heißt: 'Das Oberhaupt deines Volkes sollst du nicht beleidigen.'"
6 Paulus wusste, dass unter den Anwesenden sowohl Sadduzäer als auch Pharisäer waren. Deshalb rief er laut: "Brüder, ich bin ein Pharisäer wie viele meiner Vorfahren, und nun stehe ich hier vor Gericht, weil ich an die Auferstehung der Toten glaube."
7 Diese Worte lösten einen heftigen Streit zwischen den Pharisäern und Sadduzäern aus, und die Versammlung spaltete sich in zwei Lager.
8 Denn im Gegensatz zu den Pharisäern behaupten die Sadduzäer: Es gibt keine Auferstehung und weder Engel noch Geister.
9 Immer lauter wurde der Streit. Aufgeregt sprangen einige Schriftgelehrte der Pharisäer auf und riefen: "An dem Mann ist doch nichts, wofür er verurteilt werden könnte. Vielleicht hat ja wirklich ein Geist oder Engel zu ihm geredet."
10 Der Tumult nahm solche Formen an, dass der römische Kommandant fürchtete, Paulus vor der aufgebrachten Menge nicht länger schützen zu können. Deshalb ließ er Soldaten kommen, die Paulus holten und ihn wieder in die Festung zurückbrachten.
11 In der folgenden Nacht trat der Herr zu Paulus und sagte: "Sei unbesorgt! So wie du in Jerusalem mein Zeuge gewesen bist, sollst du auch in Rom mein Zeuge sein!"
Donnerstag, 28. August 2014
28 Aug – Apostelgeschichte 22 in Vaale
Donnerstag, 14. August 2014
14 Aug – Apostelgeschichte 21 – Vaale
Heute Abend habe ich weiter durch die Apostelgeschichte in Vaale gepredigt. Dieses Mal bin ich schon in Kapitel 22 angekommen. Wo Paulus gefangengenommen wird und Agabus zuvor durch das anbinden seine Hände und Füße sehr deutlich gezeigt hatte was Paulus in Jerusalem erwartete.
Hier kannst du meine Auslegung von Apostelgeschichte 21 hören
Paulus reist nach Jerusalem
1 Als wir uns schweren Herzens gvon den Gemeindeleitern aus Ephesus verabschiedet hatten, segelte unser Schiff direkt nach Kos. Am folgenden Tag erreichten wir Rhodos und dann Patara.
2 Dort gingen wir an Bord eines anderen Schiffes, das nach Phönizien segeln sollte.
3 Bald sahen wir in der Ferne die Insel Zypern, segelten aber südlich an ihr vorbei zur syrischen Hafenstadt Tyrus, wo die Ladung des Schiffes gelöscht wurde.
4 In Tyrus besuchten wir die Gemeinde und blieben eine Woche dort. Diese Christen warnten Paulus mehrmals davor, nach Jerusalem zu reisen, denn so hatte es ihnen der Heilige Geist aufgetragen.
5 Aber am Ende der Woche gingen wir dann doch zu unserem Schiff. Dabei begleiteten uns alle - samt Frauen und Kindern - bis vor die Stadt. Am Strand knieten wir nieder und beteten.
6 Nachdem wir uns verabschiedet hatten, gingen wir an Bord des Schiffes, und sie kehrten in die Stadt zurück.
7 Von Tyrus kamen wir dann nach Ptolemaïs. Auch dort besuchten wir die Christen, blieben aber nur einen Tag bei ihnen.
8 Von Ptolemaïs ging es zu Fuß weiter nach Cäsarea. Dort wohnten wir im Haus des Evangelisten Philippus, einem der sieben Diakone.
9 Die vier Töchter des Philippus waren unverheiratet geblieben und redeten in Gottes Auftrag prophetisch.
10 Wir waren schon einige Tage bei Philippus, als Agabus aus Judäa kam. Er war ein Prophet.
11 Mit dem Gürtel des Paulus fesselte er sich Hände und Füße. Dann erklärte er: "Der Heilige Geist sagt: Genauso wird der Besitzer dieses Gürtels in Jerusalem von den Juden gefesselt und an Menschen ausgeliefert werden, die Gott nicht kennen."
12 Da bestürmten wir und die anderen Christen der Gemeinde Paulus, nicht nach Jerusalem zu gehen.
13 Er aber antwortete nur: "Warum weint ihr und macht mir das Herz schwer? Ich bin nicht nur bereit, mich in Jerusalem fesseln und ins Gefängnis werfen zu lassen, ich bin auch bereit, dort für Jesus, den Herrn, zu sterben."
14 Weil er sich nicht umstimmen ließ, bedrängten wir ihn schließlich nicht länger und sagten: "Der Wille des Herrn soll geschehen!"
Paulus soll seine Gesetzestreue beweisen
15 Bald darauf reisten wir nach Jerusalem.
16 Einige Brüder aus Cäsarea begleiteten uns. Sie führten uns zu Mnason, der aus Zypern stammte und einer der ersten Christen war. In seinem Haus sollten wir übernachten.
17 Von der Gemeinde in Jerusalem wurden wir herzlich aufgenommen.
18 Am Tag nach unserer Ankunft ging Paulus zu Jakobus; auch alle Leiter der Gemeinde hatten sich bei ihm versammelt.
19 Paulus begrüßte sie alle und berichtete ausführlich, was Gott durch seine Arbeit unter den Nichtjuden getan hatte.
20 Darüber waren alle froh; sie lobten und dankten Gott. Dann aber sagten sie: "Du weißt, lieber Bruder, dass Tausende von Juden zum Glauben an Jesus gekommen sind, und jeder von ihnen befolgt streng die Gesetze des Mose.
21 Man hat nun von dir berichtet, du würdest die Juden außerhalb Israels lehren, nicht mehr nach dem Gesetz zu leben. Sie sollten zum Beispiel ihre Kinder nicht mehr beschneiden lassen und die Ordnungen unseres Volkes missachten.
22 Was sollen wir jetzt tun? Sie werden auf jeden Fall erfahren, dass du in Jerusalem bist.
23 Wir möchten dir deshalb Folgendes raten: Hier sind vier Männer, die ein Gelübde einlösen müssen.
24 Schließe dich ihnen an, und erfülle alle vom Gesetz geforderten Reinigungsvorschriften, wozu ja auch gehört, dass sie sich die Haare schneiden lassen. Wenn du dafür die Kosten übernimmst, werden alle sehen, dass an den Gerüchten über dich nichts Wahres ist und du gewissenhaft das Gesetz befolgst.
25 Wie die nichtjüdischen Christen leben sollen, haben wir ja schriftlich geregelt. Wir haben damals entschieden, dass sie kein Fleisch von Tieren essen dürfen, die Götzen geopfert wurden; sie sollen kein Blut verzehren und kein Fleisch von Tieren, die nicht völlig ausbluteten. Außerdem sollen sie keine verbotenen sexuellen Beziehungen eingehen."
Paulus wird in Jerusalem verhaftet
26-27 Paulus nahm ihren Vorschlag an. Am nächsten Tag erfüllte er die Reinigungsvorschriften und ging dann zusammen mit den Männern in den Tempel. Dort meldeten sie dem Priester, dass sie ihr Gelübde erfüllt hatten. Nach der vorgeschriebenen Zeit von sieben Tagen sollte dann für jeden von ihnen ein Opfer dargebracht werden. Die sieben Tage waren fast vorüber, als einige Juden aus der Provinz Asia Paulus im Tempel wiedererkannten. Sie wiegelten das Volk gegen ihn auf, packten ihn
28 und schrien: "Helft uns, ihr Männer aus Israel! Das ist er, der überall gegen unser Volk, gegen das Gesetz und gegen diesen Tempel hetzt! Und nicht genug damit! Er hat sogar Griechen in den Tempel gebracht und dadurch diese heilige Stätte entweiht!"
29 Sie hatten nämlich Paulus zusammen mit dem Griechen Trophimus aus Ephesus in der Stadt gesehen, und nun vermuteten sie, Paulus habe ihn auch mit in den Tempel genommen.
30 Ganz Jerusalem geriet in Aufruhr. Die Menschen liefen zusammen, sie griffen Paulus und zerrten ihn aus dem Tempel, dessen Türen man eilig schloss.
31 Die Menge war nahe daran, Paulus umzubringen, als dem Kommandanten der römischen Garnison gemeldet wurde: "Die ganze Stadt ist in Aufruhr!"
32 Mit einem Trupp Soldaten und einigen Offizieren lief er sofort zum Tempelplatz. Als die Menge den Kommandanten und die Soldaten sah, hörte sie auf, Paulus zu schlagen.
33 Der Kommandant nahm Paulus fest und ließ ihn mit zwei Ketten fesseln. Anschließend fragte er die aufgebrachte Menge, wer dieser Mann sei und was er getan habe.
34 Aber die einen schrien dies, die anderen das, und der Tumult war so groß, dass er letztlich überhaupt nichts erfuhr. Deshalb befahl der Kommandant, Paulus in die Festung zu bringen.
35 Auf den Treppenstufen dorthin mussten die Soldaten Paulus tragen, um ihn vor der wütenden Menge zu schützen.
36 Die Leute tobten: "Weg mit dem! Bringt ihn um!"
37 Als man Paulus gerade in die Festung bringen wollte, sagte er zu dem Kommandanten: "Kann ich kurz mit dir sprechen?" - "Du sprichst Griechisch?", fragte dieser überrascht.
38 "Dann bist du also nicht der Ägypter, der vor einiger Zeit in der Wüste viertausend bewaffnete Rebellen um sich sammelte und einen Aufstand anzettelte?"
39 "Nein", erwiderte Paulus, "ich bin ein Jude aus Tarsus und ein Bürger dieser bekannten Stadt in Zilizien. Bitte erlaube mir, zu den Leuten zu reden."
40 Der Kommandant willigte ein. Paulus blieb auf der obersten Treppenstufe stehen und gab dem Volk mit der Hand ein Zeichen, dass er etwas sagen wollte. Nachdem sie sich beruhigt hatten, sprach er auf Hebräisch zu ihnen:
Donnerstag, 5. Juni 2014
05 Juni - Apostelegeschichte 15
Apostelegeschichte 15 war Thema heute Abend in Vaale und damit haben wir über den Apostelkonzil in Jerusalem gesprochen.
Hier kannst du meine Auslegung hören
Das Apostelkonzil in Jerusalem
1 Eines Tages kamen Gläubige aus Judäa in die Gemeinde von Antiochia. Sie lehrten öffentlich: "Wer sich nicht beschneiden lässt, so wie es im Gesetz des Mose vorgeschrieben ist, kann nicht gerettet werden." 2 Paulus und Barnabas widersprachen, und es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung. Schließlich beschlossen die Christen in Antiochia, dass Paulus und Barnabas mit einigen anderen aus der Gemeinde zu den Aposteln und Gemeindeleitern nach Jerusalem gehen sollten, um diese Streitfrage zu klären. 3 Nachdem die Gemeinde sie verabschiedet hatte, zogen sie durch die Provinzen Phönizien und Samarien. Überall berichteten sie, wie auch die Nichtjuden zu Gott umgekehrt waren, und alle freuten sich darüber. 4 In Jerusalem wurden sie von der Gemeinde, den Aposteln und den Leitern herzlich aufgenommen. Dort erzählten sie ebenfalls, was Gott durch sie unter den Nichtjuden getan hatte. 5 Aber auch hier verlangten einige der Gläubigen, die früher zu den Pharisäern gehört hatten: "Man muss die Nichtjuden beschneiden und von ihnen verlangen, dass sie das Gesetz des Mose befolgen."
"Gott hat längst entschieden"
6 Daraufhin setzten sich die Apostel und die Leiter zusammen, um diese Frage zu klären. 7 Nach heftigen Wortwechseln stand schließlich Petrus auf und sagte: "Liebe Brüder! Ihr wisst doch, dass Gott mir schon vor langer Zeit aufgetragen hat, die rettende Botschaft auch denen zu verkünden, die keine Juden sind, denn auch sie sollen Gott vertrauen. 8 Und Gott, der jedem von uns ins Herz sieht, hat sich zu ihnen bekannt, als er den Nichtjuden genauso wie uns den Heiligen Geist gab. 9 Ja, Gott machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen: Er befreite sie von aller Schuld, als sie an ihn glaubten. 10 Warum wollt ihr jetzt Gott herausfordern und diesen Brüdern eine Last aufbürden, die weder wir noch unsere Vorfahren tragen konnten? 11 Wir glauben, dass wir allein durch die Gnade Jesu, des Herrn, gerettet werden. Dasselbe gilt auch für die Nichtjuden." 12 Alle schwiegen und hörten Barnabas und Paulus gespannt zu, als sie berichteten, wie viele Zeichen und Wunder Gott durch sie unter den Nichtjuden getan hatte.
Der Vorschlag des Jakobus
13 Dann stand Jakobus auf: "Liebe Brüder!", sagte er. 14 "Simon Petrus hat eben erzählt, wie Gott selbst begonnen hat, unter den Nichtjuden ein Volk zu sammeln, das ihm gehört. 15 Das sagen ja schon die Propheten, denn es heißt bei ihnen: 16 'Danach werde ich, der Herr, mich meinem Volk wieder zuwenden und das Reich König Davids wieder aufbauen. Jetzt gleicht es zwar einem zerstörten Haus, doch dann richte ich die umgestürzten Wände wieder auf. 17 Alle Überlebenden sollen mich suchen, auch alle Nichtjuden, die zu mir gehören. Ja, ich, der Herr, 18 habe das alles schon lange beschlossen!' 19 Ich meine deshalb", erklärte Jakobus, "wir sollten den Nichtjuden, die zu Gott umgekehrt sind, keine unnötigen Lasten aufbürden und ihnen nicht die jüdischen Gesetze aufzwingen. 20 Wir sollten von ihnen allerdings verlangen, kein Fleisch zu essen, das Götzen geopfert worden ist, keine verbotenen sexuellen Beziehungen einzugehen, kein Fleisch von Tieren zu essen, die nicht völlig ausbluteten, oder gar das Blut selber zu verzehren. 21 Denn diese Gebote des Mose sind seit alter Zeit überall bekannt. Sie werden an jedem Sabbat in allen Synagogen vorgelesen."
Judas und Silas in Antiochia
22 Am Ende der Beratungen beschlossen die Apostel und die Leiter zusammen mit der ganzen Gemeinde, einige Männer auszuwählen und sie mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu schicken. Man wählte Judas, der auch Barsabbas genannt wurde, und Silas. Beide waren führende Männer in der Gemeinde. 23 Man gab ihnen folgenden Brief mit: "Wir, die Apostel und Gemeindeleiter in Jerusalem, senden brüderliche Grüße an alle Christen in Antiochia, Syrien und Zilizien, die nicht aus dem Judentum stammen. 24 Wir haben gehört, dass euch einige Leute aus unserer Gemeinde - ohne von uns beauftragt zu sein - durch ihre Lehren beunruhigt und verunsichert haben. 25 Deshalb beschlossen wir einstimmig, zwei Männer aus unserer Gemeinde auszuwählen und sie zu euch zu senden, zusammen mit unseren lieben Brüdern Barnabas und Paulus, 26 die ihr Leben für unseren Herrn Jesus Christus eingesetzt haben. 27 Unsere Abgesandten Judas und Silas werden selbst noch berichten, was wir in der strittigen Frage entschieden haben. 28 Geleitet durch den Heiligen Geist kamen wir zu dem Entschluss, euch außer den folgenden Regeln keine weitere Last aufzuerlegen: 29 Ihr sollt kein Fleisch von Tieren essen, die den Götzen geopfert wurden, außerdem kein Fleisch von Tieren, die nicht völlig ausbluteten, und ihr sollt auch kein Blut verzehren. Hütet euch vor verbotenen sexuellen Beziehungen. Wenn ihr danach handelt, verhaltet ihr euch richtig. Herzliche Grüße an euch alle." 30 Judas und Silas wurden von der Gemeinde verabschiedet und gingen nach Antiochia. Dort beriefen sie eine Gemeindeversammlung ein und übergaben das Schreiben. 31 Als man es vorgelesen hatte, freute sich die ganze Gemeinde über diese Ermutigung. 32 Judas und Silas - beide hatten prophetische Gaben - stärkten und ermutigten die Christen durch ihre Predigten. 33 Begleitet von den besten Wünschen der Gemeinde kehrten sie erst einige Zeit später nach Jerusalem zurück. 35 Paulus und Barnabas blieben noch länger in Antiochia. Sie verkündeten und lehrten zusammen mit vielen anderen die Botschaft des Herrn.
Aufbruch zur zweiten Missionsreise
36 Nach einiger Zeit forderte Paulus Barnabas auf: "Lass uns noch einmal alle die Orte aufsuchen, in denen wir die rettende Botschaft verkündet haben, damit wir sehen, wie es unseren Brüdern und Schwestern dort geht." 37 Barnabas wollte auch Johannes Markus mitnehmen. 38 Aber Paulus war dagegen, weil Johannes Markus sie damals in Pamphylien im Stich gelassen hatte. 39 Sie stritten so heftig miteinander, dass sie sich schließlich trennten. Während Barnabas mit Markus nach Zypern hinüberfuhr, 40 wählte Paulus als seinen Reisebegleiter Silas. Die Gemeinde vertraute ihn der Gnade Gottes an, und so begann er seine Reise. 41 Zunächst zog er durch Syrien sowie durch Zilizien und ermutigte dort die Gemeinden im Glauben.
Freitag, 24. Januar 2014
24 Jan – Markus 24 in Vaale
Vierzehntägig findet im christlichen Senioren und Pflegeheim „Sievershof“ einen Hauskreis statt. Ich habe letztes Jahr Offenbarung und das Markus Evangelium durchgenommen.
Dieses Mal habe ich sogar einen Audio-Aufnahme vom Hauskreis – dass ihr hier anhören könnt.
Ich finde Markus 24 echt toll – wie die Frauen ans leere Grab kommen und wie die Jüngern nicht glauben wollten was die Frauen sagten.
Die Jünger auf dem Weg nach Emmaus haben Jesus nicht erkannt bis er das Brot brachte.
Als die Jünger zurück rannten nach Jerusalem hatte Jesus sich Petrus schon offenbart und dann sind die 40 Tage zwischen Ostersonntag und Himmelfahrt in Lukas fast nicht zu ahnen. Denn sofort fährt Jesus in den Himmel und die Jünger sollen in Jerusalem auf dem Heiligen Geist warten.
Wir werden ab Sonntag die Apostelgeschichte durchnehmen – darauf freue ich mich!
Jesus lebt
1 Ganz früh am Sonntagmorgen gingen die Frauen mit den wohlriechenden Ölen, die sie zubereitet hatten, zum Grab.
2 Der Stein, mit dem man es verschlossen hatte, war zur Seite gerollt.
3 Als sie die Grabhöhle betraten, fanden sie den Leichnam Jesu, des Herrn, nicht.
4 Verwirrt überlegten sie, was sie jetzt tun sollten. Da traten zwei Männer in glänzend weißen Kleidern zu ihnen.
5 Die Frauen erschraken und wagten nicht, die beiden anzusehen. "Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten?", fragten die Männer.
6 "Er ist nicht hier; er ist auferstanden! Denkt doch daran, was er euch in Galiläa gesagt hat:
7 'Der Menschensohn muss den gottlosen Menschen ausgeliefert werden. Sie werden ihn kreuzigen, aber am dritten Tag wird er von den Toten auferstehen.'"
8 Da erinnerten sich die Frauen an diese Worte Jesu.
9 Sie liefen in die Stadt zurück, um den elf Jüngern und den anderen Freunden Jesu zu berichten, was sie erlebt hatten.
10 Zu diesen Frauen gehörten Maria aus Magdala, Johanna, Maria, die Mutter von Jakobus, und noch etliche andere.
11 Aber die Jünger hielten ihren Bericht für leeres Gerede und glaubten den Frauen kein Wort.
12 Doch Petrus sprang auf und lief zum Grab. Als er hineinschaute, fand er außer den Leinentüchern nichts. Verwundert ging er in die Stadt zurück.
Jesus begegnet zwei Jüngern auf dem Weg nach Emmaus
13 Am selben Tag wanderten zwei Jünger nach Emmaus, einem Dorf ungefähr zehn Kilometer von Jerusalem entfernt.
14 Unterwegs redeten sie über die Ereignisse der vergangenen Tage.
15 Während sie miteinander sprachen und nachdachten, kam Jesus und ging mit ihnen.
16 Aber sie - wie mit Blindheit geschlagen - erkannten ihn nicht.
17 "Worüber unterhaltet ihr euch?", fragte sie Jesus. Die Jünger blieben traurig stehen,
18 und verwundert bemerkte Kleopas, einer von den beiden: "Ich glaube, du bist der Einzige in Jerusalem, der nichts von den Ereignissen der letzten Tage gehört hat."
19 "Was ist denn geschehen?", wollte Jesus wissen. "Hast du etwa nichts von Jesus gehört, dem Mann aus Nazareth?", antworteten die Jünger. "Er war ein Prophet, den Gott geschickt hatte. Jeder im Volk konnte das an seinen Worten und Taten erkennen.
20 Aber unsere Hohenpriester und die führenden Männer des Volkes haben ihn an die Römer ausgeliefert. Er wurde zum Tode verurteilt und dann ans Kreuz geschlagen.
21 Dabei hatten wir gehofft, dass er der von Gott versprochene Retter ist, der Israel befreit. Das war vor drei Tagen.
22 Heute Morgen wurden wir sehr beunruhigt durch einige Frauen, die zu uns gehören. Schon vor Sonnenaufgang waren sie zum Grab gegangen;
23 aber der Leichnam Jesu war nicht mehr da. Die Frauen erzählten, ihnen seien Engel erschienen, die sagten: 'Jesus lebt!'
24 Einige von uns sind gleich zum Grab gelaufen. Es war tatsächlich leer, wie die Frauen berichtet hatten. Aber Jesus haben sie nicht gesehen."
25 Darauf sagte Jesus zu ihnen: "Wie wenig versteht ihr doch! Warum begreift und glaubt ihr nicht, was die Propheten gesagt haben?
26 Musste Christus nicht all dies erleiden, bevor Gott ihn zum Herrn über alles einsetzt1?"
27 Dann erklärte Jesus, was in der Heiligen Schrift über ihn gesagt wird - von den Büchern Mose angefangen bis zu den Propheten.
28 Inzwischen waren sie kurz vor Emmaus, und Jesus tat so, als wolle er weitergehen.
29 Deshalb drängten ihn die Jünger: "Bleib doch über Nacht bei uns! Es wird ja schon dunkel." So ging er mit ihnen ins Haus.
30 Als sie sich zum Essen niedergelassen hatten, nahm Jesus das Brot, dankte dafür, teilte es in Stücke und gab es ihnen.
31 Da plötzlich erkannten sie ihn. Doch er verschwand vor ihren Augen.
32 Sie sagten zueinander: "Hat es uns nicht tief berührt, als er unterwegs mit uns sprach und uns die Heilige Schrift erklärte?"
33 Ohne Zeit zu verlieren, liefen sie sofort nach Jerusalem zurück. Dort waren die elf Jünger und andere Freunde Jesu zusammen.
34 Von ihnen wurden sie mit den Worten begrüßt: "Der Herr ist tatsächlich auferstanden! Simon Petrus hat ihn gesehen!"
35 Nun erzählten die beiden, was auf dem Weg nach Emmaus geschehen war und dass sie ihren Herrn daran erkannt hatten, wie er das Brot austeilte.
Der Auferstandene erscheint seinen Jüngern
36 Noch während sie berichteten, stand Jesus plötzlich mitten im Kreis der Jünger. "Friede sei mit euch!", begrüßte er sie.
37 Die Jünger erschraken furchtbar. Sie dachten, ein Geist stünde vor ihnen.
38 "Warum habt ihr Angst?", fragte Jesus. "Wieso zweifelt ihr daran, dass ich es bin?
39 Seht doch die Wunden an meinen Händen und Füßen! Ich bin es wirklich. Hier, fasst mich an und überzeugt euch, dass ich kein Geist bin. Geister sind doch nicht aus Fleisch und Blut!"
40 Und er zeigte ihnen seine Hände und Füße.
41 Aber vor lauter Freude konnten sie es noch immer nicht fassen, dass Jesus vor ihnen stand. Endlich fragte er sie: "Habt ihr etwas zu essen hier?"
42 Sie brachten ihm ein Stück gebratenen Fisch,
43 den er vor ihren Augen aß.
44 Dann sagte er zu ihnen: "Erinnert euch daran, dass ich euch oft angekündigt habe: 'Alles muss sich erfüllen, was bei Mose, bei den Propheten und in den Psalmen über mich steht.'"
45 Nun erklärte er ihnen die Worte der Heiligen Schrift.
46 Er sagte: "Es steht doch dort geschrieben: Der Messias muss leiden und sterben, und er wird am dritten Tag von den Toten auferstehen.
47 Alle Völker sollen diese Botschaft hören: Gott wird jedem, der zu ihm umkehrt, die Schuld vergeben. Das soll zuerst in Jerusalem verkündet werden.
48 Ihr selbst habt miterlebt, dass Gottes Zusagen in Erfüllung gegangen sind. Ihr seid meine Zeugen.
49 Ich werde euch den Heiligen Geist geben, den mein Vater euch versprochen hat2. Bleibt hier in Jerusalem, bis ihr diese Kraft von oben empfangen habt!"
Jesus kehrt zu seinem Vater zurück
50 Jesus führte seine Jünger von Jerusalem nach Betanien. Er segnete sie mit erhobenen Händen.
51 Noch während er sie segnete, entfernte er sich von ihnen und wurde zum Himmel emporgehoben.
52 Die Jünger fielen vor ihm nieder. Danach kehrten sie voller Freude nach Jerusalem zurück.
53 Sie gingen immer wieder in den Tempel, um Gott zu loben und zu danken.
Donnerstag, 10. Mai 2012
10. Mai – Offenbarung 21
Wir sind fast fertig mit der Offenbarung in Vaale. Heute Abend ging es um die neue Welt Gottes und die neue Stadt Gottes aus Offenbarung 21.
Dabei fielen uns besonders die Verse 24-25 auf.
24 In diesem Licht werden die Völker der Erde leben, und die Herrscher der Welt werden kommen und ihre Reichtümer in die Stadt bringen. 25 Weil es keine Nacht gibt, werden die Tore niemals geschlossen; sie stehen immer offen. 26 Die Völker werden all ihre Schätze und Kostbarkeiten in die Stadt bringen. 27 Doch wer Böses tut und die Sünde liebt, wer lügt und betrügt, der darf diese Stadt niemals betreten. Nur wer im Lebensbuch des Lammes steht, wird eingelassen.
Welche Völker sollen welche Schätze in der Stadt neue Jerusalem? Und wieso können Menschen immer noch Böses tun, wenn alle Menschen die nicht im Buch des Lebens schon im Feuersee geworfen sind?
Offenbarung 20. 15 Und alle, deren Namen nicht im Buch des Lebens aufgeschrieben waren, wurden ebenfalls in den Feuersee geworfen.
Die Offenbarung bleibt ein Buch mit sieben Siegeln.
Sonntag, 11. März 2012
11. März - Predigt über Micha 4,1-8
Heute morgen habe ich endlich Mal wieder die Möglichkeit gehabt im CZI einen Gottesdienst zu erleben.
Erst am Nachmittag bin ich dann nach Rendsburg gefahren und habe dort über Micha 4,1-8 gepredigt
Hier kannst du die Predigt auch hören
Es handelte sich um Jerusalem, der Mittelpunkt eines neuen Reiches
Hier ist der Text dazu:
1 Am Ende der Zeit wird der Berg, auf dem der Tempel des Herrn steht, alle anderen Berge und Hügel weit überragen. Menschen aller Nationen strömen dann herbei. 2 Viele Völker ziehen los und rufen einander zu: "Kommt, wir wollen auf den Berg des Herrn steigen, zum Tempel des Gottes Israels! Dort wird er uns sein Gesetz lehren, damit wir so leben, wie er es will!" Denn vom Berg Zion aus wird der Herr seine Weisungen geben, in Jerusalem wird er der ganzen Welt seine Gebote verkünden. 3 Gott selbst schlichtet den Streit zwischen den Völkern, und den mächtigen Nationen in weiter Ferne spricht er Recht. Dann schmieden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen um und ihre Speere zu Winzermessern. Kein Volk wird mehr das andere angreifen; niemand lernt mehr, Krieg zu führen.1 4 Jeder kann ungestört unter seinem Feigenbaum und in seinem Weingarten sitzen, ohne dass ihn jemand aufschreckt. Das verspricht der Herr, der allmächtige Gott! 5 Jedes Volk dient seinem eigenen Gott, wir Israeliten aber gehören für immer dem Herrn, unserem Gott. 6 So spricht der Herr: "Es kommt der Tag, da werde ich mein Volk, das ich so schwer bestraft habe, wieder in seine Heimat bringen, so wie ein Hirte seine Schafe zurückholt, die sich verlaufen haben und verletzt sind. 7 Ja, ich sorge dafür, dass die Verletzten überleben und die Schwachen wieder zu einem mächtigen Volk werden! Dann herrsche ich selbst auf dem Berg Zion für alle Zeiten als ihr König. 8 Du Festung auf dem Hügel von Jerusalem, in dir wird einst wieder ein König wohnen, so wie es früher war; er wird über dich wie ein Hirte wachen."
Donnerstag, 19. Mai 2011
19. Mai – Hauskreis über 1. Kor 16
Heute Abend in der Vaale Hauskreis haben wir uns mit dem letzten Kapital aus dem 1. Koritherbrief beschäftigt.
Der erste Abschnitt handelt von der Spendensammlung für die Christen in Jerusalem (Verse 1-4)
1 Nun zur Geldsammlung für das Volk Gottes: Macht es am besten so, wie ich es für die Gemeinden in Galatien angeordnet habe. 2 Jeden Sonntag lege jeder von euch so viel Geld zurück, wie es seinem Einkommen entspricht. Dann muss nicht erst gesammelt werden, wenn ich komme. 3 Gleich nach meiner Ankunft will ich dann Brüder, die ihr für geeignet haltet, mit euren Gaben und Empfehlungsschreiben nach Jerusalem schicken. 4 Wenn es sich empfiehlt, dass auch ich hinreise, dann sollen sie mich begleiten.
Denn ging es weiter um die Pläne des Apostels (Verse 5-12)
5 Ich habe vor, über Mazedonien zu euch zu kommen. Dort werde ich nur durchreisen, 6 bei euch aber will ich eine Zeit lang bleiben, vielleicht sogar über den Winter. Dann könnt ihr mich für meine Weiterreise aussenden und unterstützen. 7 Diesmal will ich euch nicht nur auf der Durchreise besuchen. Wenn der Herr es erlaubt, möchte ich gern eine Zeit lang bei euch bleiben. 8 Bis Pfingsten bleibe ich aber zunächst in Ephesus,9 denn der Herr hat mir die Tür für eine wirksame Arbeit geöffnet und es sind auch eine Menge Widersacher da. 10 Wenn Timotheus zu euch kommt, achtet darauf, dass er ohne Angst bei euch sein kann! Denn er arbeitet genauso für den Herrn wie ich. 11 Keiner soll ihn verächtlich behandeln. Seht zu, dass er in Frieden zu mir zurückkommen kann, und gebt ihm, was er für die Reise braucht. Ich erwarte ihn zusammen mit den Brüdern. 12 Nun zu unserem Bruder Apollos: Ich habe ihn immer wieder gebeten, mit den Brüdern zu euch zu kommen, aber er wollte jetzt noch nicht. Doch sobald er Gelegenheit dazu findet, wird er kommen.
Zum Schluss geht es um die Letzte Mahnungen und Grüße (Verse 13-24)
13 Seid wachsam, steht fest im Glauben, zeigt euch mannhaft und stark. 14 Alles, was ihr tut, soll von der Liebe bestimmt sein. 15 Noch eins, liebe Geschwister: Ihr kennt die Familie des Stephanas. Sie war die erste Glaubensfrucht in Achaja und hat sich ganz in den Dienst für das Volk Gottes gestellt. Ich bitte euch: 16 Ordnet euch solchen Menschen unter. Begegnet allen, die in der Gemeinde mitarbeiten und sich abmühen, mit Achtung. 17 Ich freue mich, dass Stephanas, Fortunatus und Achaikus zu mir gekommen sind, denn sie haben mir eure Abwesenheit ersetzt. 18 Sie haben mich wie auch euch geistlich erfrischt. Solche Menschen sollt ihr anerkennen. 19 Die Gemeinden der Provinz Asia lassen euch grüßen. Im Herrn verbunden grüßen euch Aquila und Priska ganz herzlich, dazu auch die Gemeinde, die sich in ihrem Haus trifft. 20 Alle Brüder hier lassen euch grüßen. Grüßt euch mit dem Bruderkuss. 21 Auch ich, Paulus, schreibe euch meinen Gruß mit eigener Hand. 22 Wer den Herrn nicht liebt, der sei verflucht! "Maranatha - unser Herr komm!" 23 Die Gnade des Herrn Jesus sei mit euch! 24 Meine Liebe gilt euch allen, denen ich durch Jesus Christus verbunden bin.
Sonntag, 11. Oktober 2009
11. Okt - Predigt über Jeremia 29
Heute morgen darf ich in der Arche Lübeck predigen und mein Predigt ist Jeremia 29
Hintergrund Geschichte
Nicht jeder kennt die Geschichte von der Gefangenschaft von Israel in Babylon. Deshalb möchte ich 3 Minuten nehmen um ein bißchen Hintergrund wissen zu geben.
Jeremia trat als Prophet auf ungefähr 100 Jahre nach Jesaja. Jeremia hatte keinen leichten Job als Prophet gehabt.
Judäa, der südlichen Teil von Israel war eingekesselt zwischen die Babylonier in Nord und die Ägypter im Süden. Damals die zwei Weltmächte 40 Jahre lang warnt Jeremia das Volk, Prophezeite von Unheil und Eroberung - flehte das Volk an Buße zu tun und umzukehren, aber ohne Erfolg.
Jeremia hatte es echt schwer gehabt, dann das Volk war mit Ägypten verbunden, aber Jeremia prophezeite den Sieg von Babylon. Das gab ihm mit dem Titel "Verräter", er war häufig im Lebensgefahr und war ein paar Mal richtig im Gefängnis.
Er aber blieb seiner Botschaft treu und er weinte oft, weil das Volk nicht auf ihm hören wollte Jeremia hat einen Sekretär gehabt - Baruch. Baruch schrieb die verschiedene Prophezeiung auf für Jeremia.
Als den Jeremia fast 50 Jahre alt war wurde Jerusalem erobert von Nebuchadnezzar aus Babylon und um die 10 000 Leute wurden nach Babylon verschleppt - hauptsächlich die Obere Gesellschaftsschichten: Soldaten, Handwerker, Politiker, Wissenschaftler usw
Jeremia blieb aber in Jerusalem.
Aber knapp 10 Jahre später orientiert Jerusalem sich wieder nach Ägypten hin und Nebuchadnezzar erobert Jerusalem wiederum. Dieses Mal verschleppt Nebuchadnezzar fast das gesamte Volk nach Babylon. Er zerstörte dabei Jerusalem und der Tempel.
Nach der Eroberung wurde Jeremia einen Position bei Babylonischen Gericht angeboten, aber er lehnte ab. Er wollte in Jerusalem bleiben.
Nun ZWISCHEN diesen zwei Eroberungen schrieb Jeremia die Verse die wir in Jeremia 29 lesen.
Da schreibt der Prophet Jeremia einen Brief an die Ältesten und Priester. Er fordert das Volk auf nicht zu verzagen. Ja, der Gott Israel fordert durch Jeremia die Verbannten sogar auf, Häuser zu bauen, sich zu vermehren und sich um das Wohl der Stadt ihrer Verbannung zu kümmern. Aber wenn die Zeit gekommen ist wird er das Volk zurückführen.
Jeremia 29 Verse 4-8 So spricht der Herr, der allmächtige Gott Israels, zu allen Verbannten, die er von Jerusalem nach Babylonien wegführen ließ: 'Baut euch Häuser und wohnt darin! Legt Gärten an und ernährt euch von ihren Früchten! Heiratet und zeugt Kinder! Wählt für eure Söhne Frauen aus, und laßt eure Töchter heiraten, damit auch sie Kinder zur Welt bringen. Euer Volk soll wachsen und nicht kleiner werden. Bemüht euch um das Wohl der Stadt, in die ich euch wegführen ließ, und betet für sie. Wenn es ihr gutgeht, wird es auch euch gutgehen.
Wie ich sagte, diesen Text hat zu mir gesprochen und ich glaube er will auch zu uns sprechen durch diesen Text.
Ich sehe hier 3 Punkte die für mich wichtig sind.
1. Ernte die Früchte deine Arbeit
- baue Häuser - wohne drin
- legt Gärte an - ernährt euch davon
- heiratet - bekomme Kinder
Gott hat diesen Menschen aufgefordert die Zeit nicht zu vergeuden
- obwohl sie im Gefangenschaft waren
- obwohl die Probleme sehr groß waren.
Arbeite, baue, pflanze, und baue Beziehungen auf - dann wirst Du ernten können.
von nichts kommt nichts - ist einen Spruch was ich kenne.
Gott segnet nicht der Fauler. Aber er schenkt uns auch Zeiten der Erholung und des Erntes.
Ich denke das gilt auch für uns als Gemeinde wir dürfen die Früchte unsere Arbeit dieses Jahr ernten.
2. Du sollst wachsen und nicht kleiner werden.
Ich persönlich nehme diesen Verse für unsere Gemeinde.
Die Arche Lübeck soll in diesem Jahr weiter wachsen. Ich sehe Gott schon am wirken und ich erwarte, daß er in diesem Jahr uns weitere Wachstum schenkt.
Egal ob durch Glaubensgrundkurse, einen Offene Abende, Hauskreise, Gästeottesdienste oder einen Kombination von allen. Gott allein schenkt die Wachstum, wir können nur gießen, pflanzen und pflügen.
3. Bemüht Dich um das Wohl der Stadt
Bemüht euch um das Wohl der Stadt, in die ich euch wegführen ließ, und betet für sie. Wenn es ihr gutgeht, wird es auch euch gutgehen.
Auch durch diesen Vers sprach Gott zu meinem Herzen.
Wann habe ich konkret für diesen Stadt und die Entscheidungsmacher dieser Stadt gebetet.
Ich muß zu meine Schaden bekennen, daß ich viel öfter mich über eigenes ärgere.
Selten aber bitte ich Gott diese Menschen Weisheit zu geben.
DENN - wenn es die Stadt gut geht, wir es auch Dir geht gehen.
Für mich ist das so klar geworden.
Wirtschaftlich macht das nur Sinn - schlechte Wirtschaft kein Geld für die Gemeinde
Gesellschaftlich - z.B. Werte bei den Jugendlichen + Kinder keine oder kaum Werte denn mehr kriminalität und größere Gefahren für uns allen
Familien - helfen wir starke Ehen auszubauen und Kinder Geborgenheit zu vermitteln?
wenn nicht dann gehen die kleinsten Zellen unsere Gesellschaft kaputt
und damit früher oder später unser eigene Gesellschaft
Wir als Gemeinde sollten unsere Umfeld stärker prägen und wirklich einen Licht auf dem Berg sein auch in dieser Stadt.
Durch Gebet und Tat!!!!
Sondern die Vers - Ja, wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, will ich mich von euch finden lassen.
Jeremia 29,11-14 Denn ich allein weiß, was ich mit euch vorhabe: Ich, der Herr, werde euch Frieden schenken und euch aus dem Leid befreien. Ich gebe euch wieder Zukunft und Hoffnung. Wenn ihr dann zu mir ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, will ich euch erhören. Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, will ich mich von euch finden lassen.
Eigentlich finde ich die Elberfelder übersetzung hier fiel besser. Denn ich kenne meine Pläne, die ich für euch habe
Gott hat einen Plan.
Einen Plan damals für die Gefangene, nämlich 70 Jahre in Babylon zu bleiben.
Gott hat einen Plan für uns als Gemeinde und auch einen Plan für DICH!!!
Denn ich kenne meine Pläne, die ich für euch habe - toll nicht wahr?
Aber was für Pläne hat Gott für Dich, mich und uns als Gemeinde?
1. Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil
oder anders gesagt: Gott will uns Frieden schenken und er will uns aus dem Leid befreien!!
Ich habe vor lange Zeit über Frieden gepredigt - nämlich Schalom.
vollkommen; unversehrt sein, Wohlbefinden, äußeres und geistliches Gedeihen
2. Gott gibt uns wieder Zukunft und Hoffnung
Hast Du Hoffnung?
Wie sieht deine Zukunft aus?
Gott hat einen Plan.
3. Gott will uns erhören
In meine Bibel steht "Ruft mich an"
Wie oft hast Du bei Gott angerufen - Gebet ist nicht viel anders als zu telefonieren.
Wenn ihr dann zu mir ruft, wenn ihr kommt und zu mir betet, will ich euch erhören
rufen, kommen beten.
Gott WILL uns erhören!
4. Gott will sich von uns finden lassen
Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr mich von ganzem Herzen sucht, will ich mich von euch finden lassen.
Und das ist mein Gebet für unsere Gemeinde für dieses Jahr - Herr laß Menschen Dich finden!!!
Du, die eine Hoffnung, die ich habe.
Erhöre mich,
daß ich nicht müde werde, nach dir zu fragen,
sondern allzeit brennend nach deinem Antlitz suche.
Gib mir die Kraft, nach dir zu fragen,
denn du ließest dich finden
und gibst mir Hoffnung,
dich immer mehr zu finden.
Vor dir ist mein Wissen,
vor dir ist mein Unwissen.
Wo du mir auftust,
nimm mich auf, wenn ich eintrete.
Wo du verschlossen hältst,
tu mir auf, wenn ich anklopfe.
Das alles mehre in mir,
bis du mich umgestaltet
zur Vollendung.
Amen
Augustinus
Hier kannst du die gesamt Predigt hören