Samstag, 10. April 2010

10. April - Garteneinsatz in Lübeck

Mike und ich haben heute in der Arche Lübeck den ganzen Tag im Garten gearbeitet um alles für den Rasen vorzubereiten.

Wir haben einen Gartenfräse gemietet und den ganzen Vorgarten umgegraben und dabei gut 5 Schubkarren von Steinen heraus geholt. Alles dann haben wir glatt gezogen als Vorbereitung für nächste Woche.

Denn nächste Woche bekommen wir 8 Kubikmeter Blumenerde, also 10 Tonnen, um dann unsere Rasen richtig anzulegen. Momentan haben wir hauptsächlich nur Lehm und auf Lehmboden wäscht bekanntliche keinen Rasen.

Ich habe als Kind immer bei meine Großeltern in den Staaten mit so einen Gartenfräse gearbeitet. Mike hatte auch heute die Möglichkeit mit so einem "Männerspielzeug" zu spielen.

Wir haben erstaunlich viel geschafft heute und ich bin besonders für die Unterstützung von den Geschwister aus der Auferstehungsgemeinde Rendsburg.


Freitag, 9. April 2010

09. April - Ikea: eine Stiftung?


Heute Abend waren Ramona und ich bei Ikea. Aber was ist Ikea?

Ein schwedisches Unternehmen? Nein, in wirklich ein kompliziertes Geflecht von Unternehmen, Holdings und Stiftungen im Besitz einer niederländischen Stiftung.

Die 1982 vom Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ins Leben gerufene Stichting Ingka Foundation (SIF) besitzt die Ingka Holding Group, welche 210 der weltweit 240 Ikea-Einrichtungshäuser betreibt.

Laut „Economist“ hat die SIF einen aktuellen Wert von US$ 36 Milliarden und ist damit die reichste Stiftung der Welt. Sogar reicher als die Melinde and Bill Gates Foundation

Doch statt wie andere Stiftungen zum Beispiel Schulen oder AIDS-Programme zu fördern, hilft die SIF Kamprad Steuern zu vermeiden: In den Niederlanden ist die SIF als offiziell nicht Profit orientierte Organisation steuerbefreit.

Auch sonst schöpft Ikea alle legalen Mittel aus, um Steuern zu minimieren.

Forbes schätzt sein Vermögen auf 23 Mrd. US-Dollar. Somit sei er auf Platz 11 der reichsten Männer weltweit. Er ist damit die reichste in der Schweiz wohnhafte Person. Dabei kommt er in den Genuss der Pauschalbesteuerung, welche für Steuerpflichtige meist sehr günstig ist.

Obwohl Kamprad sein Eigentumsrecht 1982 offiziell an die Stichting Ingka Foundation abgegeben hat und nur mehr „Senior Adviser“ ist, kontrolliert er die SIF nach wie vor, und zwar via den fünfköpfigen Stiftungsrat, in dem auch Kamprads Frau und sein Schweizer Anwalt sitzen.

Offiziell sind die SIF-Milliarden „für Innovationen in Architektur und Innendesign“ bestimmt. Dieser gemeinnützige Zweckartikel ist aber mehr Etikettenschwindel als alles andere, denn die Stiftung dient doch primär der legalen, systematischen Steuervermeidung.

So macht die SIF nur minimale Ausschüttungen. Soweit diese überhaupt ausgewiesen werden, gingen 2005 gerade mal US$ 1,7 Millionen an das Institute of
Technology in Lund, wo vor allem Architektur gelehrt wird und 1983 Kamprad die Ehrendoktorwürde der Universität Lund verliehen wurde.

Die Kamprad-Familie hat das Problem, dass sie aus ihrer Stiftung nicht einfach Geld abziehen kann. Hier hilft eine Schachtelkonstruktion, die weit komplizierter ist als das vertrackteste „Billy- Regal“: Die holländische Firma Inter Ikea Systems (IIS) besitzt die Rechte zu Ikeas Konzepten, Produktdesigns und der Marke Ikea.

Als Franchise-Geber erhält das Unternehmen 3% der Verkäufe aller Ikea-Läden weltweit (2004: € 631 Millionen). Die Besitzer von IIS sind nicht bekannt. IIS gehört einer gewissen Inter Ikea Holding, registriert in Luxemburg. Diese wiederum ist im Besitz einer Unternehmung selbigen Namens mit Sitz auf den holländischen Antillen, welche ihrerseits
durch eine „trust company“ in Curaçao geführt wird.

Solche Konstruktionen, die verschiedene Rechtsformen mit mehreren Steueroasen (auch solchen mit zweifelhaftem Ruf) kombinieren, sind Kennzeichen dubioser Strukturen und nicht eines familienfreundlichen Unternehmens. Der renommierte „Economist“ schreibt denn auch, dass die Inter Ikea Holding „fast mit Sicherheit“ von der Kamprad Familie kontrolliert wird.

Donnerstag, 8. April 2010

08. April - mit Kevin auf das Rad um den Schlei


Heute war mein Vater Sohn Tag mit Kevin. Seit Tagen habe ich ihm gefragt was wir machen sollten. Endlich gestern kam er auf eine gute Idee. Fahrradfahren - ursprünglich wollte er von Husum nach Eckernförde fahren - also von der Nordsee bis zum Ostsee. Das wären fast 60 Kilometer aber wie kommen wir inklusiv Fahrräder hin und zurück bzw. wie lösen wir das Problem mit dem Auto?

Stattdessen sind wir nach Schleswig gefahren und wir sind praktisch mit den Fahrräder um den Schlei herum gefahren.



Wir haben das Auto in einem kleinen Ort Namens Missunde geparkt dort ist der engste Stelle an der Schlei (Mis soll auf dänisch schmal heißen) und in Missunde gibt es seit dem 11. Jahrhundert eine Fähre, die wir auch genommen haben.

Dann sind wir bis Arnis geradelt und haben dort super lecker im Restaurant Strandhalle gegessen. Arnis ist mit etwas über 300 Einwohnern die nach der Einwohnerzahl und mit 0,45 km² auch die nach der Fläche kleinste Stadt Deutschlands.

Dort haben wir wieder eine Fähre nehmen müssen um auf der andere Seite der Schei zu kommen. Es gibt dann wieder zurück über Rieseby nach Missunde zum Auto.

Insgesamt haben wir über 53 KM Kilometer mit den Fahrräder heute zurück gelegt - nicht schlecht :-)

Mittwoch, 7. April 2010

07. April - Weltraumlift


Heute darf ich wieder an der FH Heide unterrichten und dort habe ich heute beim technischen Englisch eine Lektion über einen Weltraumlift gehabt.

Ein Weltraumlift ist eine theoretisch denkbare Aufzugsanlage vom Erdboden in den Weltraum. Ein Turm oder Aufzug dieser Art wäre in der Lage, ohne Raketentechnik Objekte in den Orbit zu bringen.

Die Idee des Weltraumlifts tauchte erstmals 1895 auf, als der russische Weltraumpionier Konstantin Ziolkowski inspiriert durch den Eiffelturm vorschlug, einen Weltraumturm zu errichten – also einen Turm, der direkt in den Weltraum reicht. Er stellte sich vor, am Ende eines Kabels eine Art Aufhängung des Aufzugs direkt in den geostationären Orbit zu bringen.

Ein Gebäude dieser Art zu errichten war unmöglich, da kein Material mit der nötigen Druckfestigkeit bekannt war. 1957 schlug dann der sowjetische Wissenschaftler Juri Arzutanow eine alternative Variante dieser Idee vor. Ein Satellit solle in eine geostationäre Umlaufbahn gebracht werden und als Aufhängung des Aufzugs dienen.

Von dort könnte man dann ein Kabel zur Erdoberfläche herunterlassen. Der Schwerpunkt der Konstruktion müsste auf dem geostationären Orbit liegen, so dass bei einer Winkelgeschwindigkeit, die der Erdrotation entspricht, die Fliehkraft die Erdanziehungskraft ausgleicht. Ein Kabel von 35.786 Kilometern Länge ist jedoch schwierig zu realisieren.

1966 untersuchten vier amerikanische Ingenieure, welches Material für die Schaffung eines solchen Kabels erforderlich wäre. Sie kamen zum Schluss, dass neue Materialien benötigt würden, die mindestens doppelt so zugstark wären wie alle damals bekannten Materialien. Denn ein gewöhnliches Stahlseil würde bereits ab einer Länge von vier bis fünf Kilometern unter seinem eigenen Gewicht reißen, Hochleistungsstahlseile für Seilbahnen, deren Reißfestigkeit mit Kevlar vergleichbar ist, kämen auf rund 30 Kilometer. Neue Werkstoffe, deren Reißfestigkeit weit jenseits der von Kevlar liegt, sind deswegen ein kritischer Punkt für eine zukünftige Realisierung dieses Unternehmens.

Seit Anfang des 21. Jahrhunderts ist ein Material bekannt, das die Anforderungen erfüllen könnte: Kohlenstoffnanoröhren. Kohlenstoffnanoröhren haben ein bis zu 100 mal besseres Verhältnis von Zugfestigkeit zu Gewicht als Stahl, deshalb ist dieser Werkstoff ein möglicher Kandidat für den Weltraumlift. Jedoch ist die Technologie noch längst nicht ausgereift: Kohlenstoffnanoröhren können bisher nur in sehr begrenzter Zahl hergestellt werden und sind dementsprechend sehr teuer. Seile aus Nanoröhren müssen beschichtet werden, weil Kohlenstoff oxidiert und erodiert.

Es wird vermutet, dass ein Weltraumlift die Transportkosten von derzeit 20.000 bis 80.000 US-Dollar pro kg auf bis zu 100 US-Dollar pro kg reduzieren könnte. Die wissenschaftliche Forschung würde davon durch den sehr viel billigeren Transport von Labors und Teleskopen in den Weltraum stark profitieren. Auch die industrielle Forschung kann durch Arbeiten in der Schwerelosigkeit neue Verfahren entwickeln und neue Fertigungstechnologien ermöglichen; nicht zuletzt wäre es möglich, diese Technik für den Weltraumtourismus zu erschließen.

An den Lift, das Kabel und die Basisstation werden enorme technische Ansprüche gestellt. Die NASA hat in jüngster Zeit Wettbewerbe zu diesem Thema ausgeschrieben, die mit hohen Preisgeldern bekrönt werden und großen Erfolg haben.

Man unterscheidet zwischen den folgenden vier Problembereichen, zu denen es schon mehrere Lösungsansätze gibt.
1. Material für Kabel und Turm
2. Errichtung des Kabels
3. Errichtung des Turms als Basisstation
4. Energieversorgung des Liftes

Es werden verstärkt Anstrengungen unternommen, diesen Plan eines Tages in die Wirklichkeit umzusetzen.

Dienstag, 6. April 2010

06. April - Eisenbahnübergänge


Heute morgen habe ich in Hamburg unterrichtet und danach bin ich wieder nach Itzehoe gefahren um zu übersetzten.

Das Thema meine Übersetzung heute war Eisenbahnübergänge. Hier einige Probesätze:

Ein Bahnübergang ist eine höhengleiche Kreuzung einer Eisenbahnstrecke mit einer Straße, einem Weg oder einem Platz. Die Kreuzung einer Eisenbahn mit einer Straße, einem Weg oder einem Platz auf unterschiedlichem Niveau heißt Überführung oder Unterführung.

Auf Eisenbahnstrecken mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von mehr als 160 km/h sind in Deutschland Bahnübergänge unzulässig. Beim Neubau von Eisenbahnstrecken, sogenannten Neubaustrecken, ist, auch wenn die zulässige Höchstgeschwindigkeit nur bis zu 160 km/h beträgt, der Neubau von Bahnübergängen in der Regel nicht mehr genehmigt. Genaueres regelt hierzu das Eisenbahnkreuzungsgesetz (EKrG).

Das Gesetz über Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen – Eisenbahnkreuzungsgesetz (EKrG) vom 1963 bzw. 1971 ist ein deutsches Bundesgesetz und regelt die Handhabung, den Bau und die Finanzierung von Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen.

Nach dem Gesetz sind neue Kreuzungen grundsätzlich als Überführungen auszuführen, sofern sie „nach der Beschaffenheit ihrer Fahrbahn geeignet und dazu bestimmt sind, einen allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr aufzunehmen”. Das heißt: Bahnübergänge dürfen grundsätzlich nicht neu angelegt werden. In Einzelfällen können jedoch Ausnahmen zugelassen werden.

Das Eisenbahnkreuzungsgesetz unterscheidet zwischen der Anlage einer neuen Kreuzung (§ 2) und der Änderung oder Beseitigung einer bestehenden Kreuzung (§ 3) und trifft hier Aussagen über die jeweilige Finanzierung (§§ 11, 12 und § 13). Bei der Anlage einer neuen Kreuzung gilt das Verursacherprinzip, d.h. derjenige, der den neu hinzukommenden Verkehrsweg baut, bezahlt auch die Kreuzung (§ 11 Abs. 1). Werden beide Verkehrswege gleichzeitig angelegt, werden die Kosten halbiert (§ 11 Abs. 2).


Bahnübergangssysteme

  • verschiedenen Materialien

  • Systeme bestehen aus Asphalt, Stahlbeton und Elastomeren

  • jeder Hersteller muss auf die Vorgaben der Bahn achten

  • Dazu gehören die Sicherung der Spurrille, Sicherung vor Zerstörung durch Kupplungen und Sicherung der Lage des Befestigungssystmes bis hin zur Sicherung des Verschiebens quer zur Straße

  • Befefestigungssysteme werden in fünf Gruppen eingeteilt, den Asphaltbelägen, den Elastomerplatten, den Gleistragplatten, den Stahlbetonkleinflächenplatten und den Stahlbetongroßflächenplatten.



Es waren "nur" gut 5 Seiten Text - also fast 5 Stunden arbeiten - trotzdem mehr als genug für einen Nachmittag.

Montag, 5. April 2010

05. April - Fahrradtour mit Mike


Was macht man am Ostermontag? Entweder einen Spaziergang oder eine Fahrradtour.

Also Mike und ich haben die Fahrräder ins Auto geschmissen und sind nach Hochdonn an den Nord-Ost-See Kanal gefahren. Von dort sind wir dann die 7,7 KM entlang der Kanal bis zur A23 Brücke beim Hohenhörn geradelt.

Wir haben die Fähre jeweils bei Hohenhörn und Hochdonn genommen und es uns einfach gut gehen lassen.

Die Eisenbahnhochbrücke Hochdonn beeindruckt mich immer wieder. Gebaut wurde die Brücke von 1913 bis 1920 als Ersatz für eine Drehbrücke, welche ungefähr 12 km weiter südwestlich am alten Streckenverlauf der Marschbahn den Kanal querte.
Die lichte Durchfahrtshöhe für Schiffe beträgt wie bei allen Hochbrücken 42 m.

Die Stahlfachwerkbrücke besitzt eine Gesamtlänge von 2218 m und hat bei der größten Brückenöffnung über dem Kanal einen Achsabstand bei den beiden kanalseitigen Pfeilern, der Eilersböcke, von 143,1 m. Das Brückenelement über dem Kanal wird als Schwebeträger bezeichnet. Der Schwebeträger hat eine Länge von 121 m. Das Stahlgewicht der Gesamtkonstruktion beträgt 14745 t.

Sonntag, 4. April 2010

04. April - Ostersonntag


Seit Donnerstag bin ich in der Arche Lübeck handwerklich tätig. Davon aber habe ich gestern und vorgestern etwas geschrieben.

Heute morgen habe ich die Predigt von Karfreitag fortgesetzt. Leider klappte die Aufnahme am Freitag damals nicht, aber am Karfreitag hatte ich über die Endzeitrede von Jesus über das Gericht aus Matthäus 25, 31-46 und über den Anschlag der Hohenpriester und Verrat des Judas plus die Salbung Jesu in Betanien aus Matthäus 26, 1-25 gepredigt.

Dann feierten wir gemeinsam das Abendmahl genau wie Jesus damals mit seinen Jüngern gemäß Matthäus 26, 26-30. Anschließend habe ich die letzten 24 Stunden aus dem Leben von Jesus aus Matthäus 26,31 bis Matthäus 27,61 an einem Stück vorgelesen.

Nun heute habe ich noch ein Mal die Grablegung von Jesus gelesen und dann weiter von der Bewachung des Grabes aus Matthäus 27,57-66 gesprochen. Aber meine Predigt heute handelte hauptsächlich von Matthäus 28 also von die Frauen am leeren Grab und die Erscheinung des Auferstandenen Jesus und zum Schluss die Missionsbefehl.

Zwei kurze Gedanken zu meine Predigt von heute.

Erstes: der Mensch denkt und trifft Vorkehrungen (Versieglung und Bewachung des Grabes) - Gott jedoch lässt jedoch sich nicht beeindrucken und trotzdem ist das Grab leer, weil Gott alle Macht im Himmel und Erde hat.

Zweitens: Nachdem wir bei Jesus angekommen sind und seine Gnade erfahren dann schickt er uns immer wieder raus in dieser Welt. Die zwei Frauen hörten von Jesus - "Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es" und auch Jesus sagte in der Missionsbefehl - Darum gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe

Hier kannst du auch die Predigt hören

Samstag, 3. April 2010

03. April - Osterfeuer Travemünde


Mein dritter und auch letzter Tag in der Arche Lübeck bei meinem privaten Baueinsatz. Heute war ich fast nur draußen. Dachrinnen gereinigt, Die Zweige von einem Baum durch den Häcksler zum Mulch verarbeitet. Den halben Vorgarten umgegraben und gut 20 Gehwegplatten durch die Gegend transportiert.

Danach habe ich hier in Travemünde wo ich übernachte den Osterfeuer erlebt. Das war echt ein genialer Spektakel.

Lübeck-Travemünde ist ein Stadtteil der Hansestadt Lübeck in Schleswig-Holstein, der direkt an der Mündung der Trave in der Lübecker Bucht liegt und liegt etwa 20 Kilometer entfernt vom Lübecker Zentrum.

Travemünde wurde 1187 gegründet. Bereits mit dem Lübecker Reichsfreiheitsbrief von 1226 hatte sich die Stadt Lübeck von Kaiser Friedrich II. die entscheidenden Rechte an Travemünde zusichern lassen. ging Travemünde endgültig in den Besitz der Stadt Lübeck über. Travemünde war seit den Zeiten Heinrichs des Löwen stark befestigt, aber die Befestigungen wurden 1807 abgetragen.

Zu Travemünde gehört auch das Brodtener Ufer, eine eindrucksvolle, bis zu 20 Meter hohe Steilküste von etwa 4 Kilometer Länge bis zum Nachbarort Niendorf, Die besondere Atmosphäre von der Strand ergibt sich durch die großzügigen Dimensionen und den Blick auf den internationalen Fährverkehr. Der feinsandige Sandstrand ist 4,5 km lang und 1700 Strandkörbe sind verfügbar.

Freitag, 2. April 2010

02. April - Mein ist die Stunde der Nacht


Ich habe die letzten zwei Tage in der Arche Lübeck Baueinsatz gehabt. Habe Teppich verlegt, Fußleisten angebracht und Decken wie Heizungsrohren gestrichen. Dabei habe ich die Zeit gehabt das Buch "Mein ist die Stunde der Nacht" von der Bücherei zu hören.

Eigentlich hätte sich Jean Sheridan das Wiedersehen mit ihren ehemaligen Kommilitonen und Kommilitoninnen anders vorgestellt. Ein paar Familienfotos hatte sie erwartet, ein paar Tänze mit in die Jahre gekommenen Bekannten, und einige Gespräche über erfolgreiche Karrieren -- Karrieren so wie ihre. Denn inzwischen ist Sheridan eine angesehene Historikerin, die sich bei dem Ehemaligentreffen in ihrer Heimatstadt zwanzig Jahre nach Schulabschluss nicht zu verstecken braucht. Das sehen auch die anderen so. Schließlich soll sie als eine von sechs Auserwählten ja auch eine Ehrung erhalten.

Dann aber würde sie sich lieber doch verstecken, und das hat vor allem damit zu tun, dass das Wiedersehen anders als erwartet verläuft. Denn unter der Festgemeinschaft ist auch Detective Sam Deegan, der nicht von einem lang zurückliegenden Mordfall lassen kann und hier in der Gruppe die Lösung sucht. Und waren es wirklich Unglücksfälle, die vier von Sheridans Jugendfreundinnen dahingerafft haben? Langsam beginnt ein Verdacht in der Historikerin zu keimen. Und tatsächlich hat es der Serienkiller, der sich „die Eule“ nennt, längst auf ein weiteres Opfer aus der Gruppe abgesehen. Vielleicht auf Sheridan selbst?...

Eine Gruppe Gefährdeter, die einen Mörder mitten unter sich wissen – ist nicht ganz neu als Plot. Also ist der Roman Mein ist die Stunde der Nacht von der New Yorker Erfolgs-Schriftstellerin Mary Higgins Clark relativ vorhersehbar. Aber das war ja bei anderen Bestsellern der Autorin nicht anders. Aber das machte auch noch nie den Reiz dieser Thriller aus. Denn Mary Higgins Clark ist eine Meisterin des Suspense, überraschender Wendungen und der atmosphärisch dichten Schilderung. Und das sind auch wieder die Qualitätsmerkmale von Mein ist die Stunde der Nacht. Ein sehr gutes Buch -- allerdings nur für den, der nicht zusammenzuckt, wenn draußen die Eulen heulen.

Über den Autor
Mary Higgins Clark, geboren in New York, lebt und arbeitet in Saddle River, New Jersey. Sie zählt zu den erfolgreichsten Thrillerautorinnen weltweit. Mit ihren Büchern führt Mary Higgins Clark regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten an und hat bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, u.a. den begehrten "Edgar Award".

Franziska Pigulla ist seit 1985 freiberuflich als Sprecherin und redaktionelle Mitarbeiterin für diverse Rundfunk- und TV-Sender, Filmproduktions- und Synchronfirmen aktiv. Ihre unverwechselbare Stimme ist durch zahlreiche Synchronisationen ausländischer Schauspielerinnen (Gillian Anderson, Demi Moore, Fanny Ardant, Lena Olin, Sharon Stone, Sean Young ...) bekannt. Seit 1998 hat sie einigen Hörbüchern ihren individuellen Charakter verliehen.

Donnerstag, 1. April 2010

01. April - Funky Business Forever


Ich habe in den letzten Tagen ein merkwürdig Buch, die jedoch zum nachdenken anregt, gehört. Obwohl das Buch aus dem Jahr 2008 die Überarbeitung des Buches "Funky Business" aus dem Jahr 2000 ist, trotzdem ist manches durch die Wirtschaftskrise überholt bzw. nicht mehr ganz aktuell. Dennoch ist "Funky Business forever: Mehr Spaß am Kapitalismus" absolut empfehlenswert.

In dieser Welt können wir nicht mehr nach "Business as usual" handeln, wir brauchen "Funky Business". Unternehmen sind nur erfolgreich, wenn ihre Mitarbeiter anders denken können und dürfen. Das Originelle, Außergewöhnliche ist gefragt: Produkte, die Individualität versprechen und als Marke aus der Masse herausstechen.

Sind wir bereit für Geschäfte auf einem nahezu unbegrenzten Markt - für Geschäfte mit Ersatzteilen oder Kapital, mit lebertran oder Maschinenöl, mit Parfüm oder Alkohol?
Wer Erfolg haben will, muss aufhören, so verdammt normal zu sein. Denn wer sich wie alle anderen benimmt, wird auch nur dieselben Dinge wie sie sehen, dieselben Ideen haben und ähnliche Produkte oder Dienstleistungen entwickeln. Im besten Fall führt eine normale Produktion zu normalen Ergebnissen.

Ridderstråle und Nordström sind die Popstars unter den Management-Vordenkern. Messerscharf analysieren sie die Folgen der Globalisierung, die Herausforderungen an Unternehmen, Gesellschaft und den einzelnen Menschen. Sie sind weder Jünger eines grenzenlosen Wachstums noch Weltuntergangspropheten - ihr Credo: In dieser Welt können wir nicht mehr nach business a usual handeln, wir brauchen Funky Business.

Unternehmen sind nur erfolgreich, wenn ihre Mitarbeiter anders denken können und dürfen. Das Originelle, Außergewöhnliche ist gefragt: Produkte, die Individualität versprechen und als Marke aus der Masse herausstechen. Funky Business forever ist exzellent recherchiert, intelligent und witzig geschrieben und sprudelt über vor provokanten Ideen - einfach das Business-Manifest des 21. Jahrhunderts.

Die Autoren Dr. Jonas Ridderstråle und Dr. Kjell A. Nordström zählen zu den originellsten Management-Gurus Europas. Von Stockholm aus beraten sie zahlreiche internationale Konzerne. Im internationalen Ranking der fünfzig einflussreichsten Management-Vordenker nahmen Sie 2007 den 13. Platz ein. Bei Redline Wirtschaft erschien von ihnen Karaoke-Kapitalismus. Fitness und Sexappeal für das Business von morgen.

Der Sprecher ist der Schauspieler Oliver Rohrbeck. geboren 1965 in Berlin, ist die Stimme des Hollywood-Stars Ben Stiller. Zudem ist er einer großen Hörerschaft als Justus Jonas durch die Hörspielreihe "Die drei Fragezeichen" bekannt. Seit einiger Zeit ist Oliver Veranstalter von Live-Hörspielen und Lesungen; er leitet ein eigenes Hörbuch- und Hörspiellabel unter dem Namen Lauscherlounge.