Posts mit dem Label Seelsorge werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Seelsorge werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 26. Februar 2014

26 Feb – Warum ich nicht mehr glaube


Da ich über DREI Stunden im Wartezimmer wegen Melina in Hamburg gewartet habe, schaffte ich das Buch „Warum ich nicht mehr Glaube – Wenn junge Erwachsene den Glauben verlieren“ durchzulesen. Das Buch ist mehr einen Diplomarbeit als einen Buch – dennoch für Pastoren, Jugendleiter und leitende Mitarbeiter in der Gemeine empfehlenswert.

Es gab negative Auswirkungen des Glaubens sowie keine Auswirkung des Glaubens wie auch die Erkenntnis der Zufälligkeit.

Ich fasse hier zusammen, was mir dabei wichtig geworden ist.

Es gibt sehr viele Gründe warum Menschen dekonversieren – also ihren Glauben verlieren. Es gibt Zweifel an der Lehre, Probleme mit der Bibel und der neue Atheismus (Populär gemacht durch Bücher von Richard Dawkins, Bertrand Russel und Christopher Hitchens. Es gab natürlich auch negative Erfahrungen mit Christen sowie mit der Gemeinde/Kirche. Die zwei wichtigen Triebfedern von Mündigkeit und Emanzipation wurde auch oft genannt - also man wächst praktisch aus dem kindlichen Glauben des Elternhaus heraus.

Wiederum haben Menschen fehlendes Gefühl oder keine Erlebnisse genannt wie auch der Diskrepanz zwischen Glaube und Leben.

Sehr selten haben die Menschen andere Glaubensentwürfe genannt, also eine Bekehrung zu einer neuen Religion. D.h. es ist nicht das Ersetzen von einem Glaubenssystem mit einem neuen, sondern das Ablegen von einem christlichen Codex und Verhaltensregeln.

Dabei spielten die Moral, das Intellekt, Fragen der eigene Identität, Enttäuschungen und Verletzungen eine wichtige Rolle.





Am Ende des Buches stehen einige Aspekte des gesunden Glaubens die ich für besonders wichtig halte bei diesem Thema von Dekonversion
  • Ein gesunder Glaube weiß, dass jeder Mensch, bei aller Sündhaftigkeit und bei allem gefallen Sein, im Ebenbild Gottes erschaffen ist und deshalb unabhängig seiner Herkunft, seines Standes oder seiner sexuellen Orientierung wertvoll ist und vor Gott ist.

  • Ein gesunder Glaube weiß, dass das eigene Gottesbild auch von der eigene Sozialisation und Erfahrung geprägt ist und sich deshalb in der Beziehung zu Gott, den Menschen und sich selbst weiterentwickeln darf.

  • Ein gesunder Glaube wirkt nicht kompensatorisch. D.h. er dient nicht dazu, Defizite in der eigene Persönlichkeitsentwicklung zuzudecken. Ein Mensch mit einem mündigen Glauben befindet sich in einer Entwicklung, in der er immer weniger, darauf angewiesen ist, sich selbst und andere etwas vorzumachen.

  • Ein gesunder Glaube lässt sich nicht in ein starres und festes Regelwerk pressen, sondern braucht Freiheit, sich zu entfalten.

  • Ein gesunder Glaube zeigt sich nicht durch menschliche Stärke oder Erfolg, sondern auch durch die eigene Schwachheit.

  • Ein gesunder Glaube zeigt sich in einem Prozess des Versöhnung, der durch die Kraft von Kreuz und Auferstehung ein ganzes Leben lang dauert und alle Ebenen des menschlichen Lebens und Zusammenlebens umfasst.

  • Ein gesunder Glaube fördert das eigenständige und kritische Denken. Er hilft somit dabei, die eigenen Positionen sowie die Position der Gemeinde zu überprüfen. So entsteht ein Prüf- und Aneignungsprozess, der sich gegen blinden Gehorsam und geistliche Vereinnahmung wehrt und dabei gleichzeitig die eigene Glaubensentwicklung fördert.

  • Ein gesunder Glaube hat Raum für Reflexionen und Zweifel; sie gehören im Aneignungsprozess dazu, sind normal und kein Zeichen von Unglauben oder gar Sünde.

  • Ein gesunder Glaube ist somit ein dynamisches Geschehen, bei dem Gott in seiner Liebe an Menschen handelt und dabei Fragen und Zweifel aushält.

Hier sind zehn hilfreiche Fragen zum Thema
  1. Wie können wir mehr ins Gespräch kommen mit Menschen über das Thema Dekonversion – also wo schaffen wir vertrauensstiftende Räume, offene Kommunikation und eine einladende Kultur

  2. Wie gehen wir mit den betroffenen Menschen um – begegnen wir sie mit Respekt und Liebe?

  3. Nehmen wir unsere Verantwortung gegenüber den Betroffenen ernst – damit ist nicht nur gemeint sie „zurück“ zu bekehren.

  4. Bringen wie Zweifelenden ehrliches Interesse an ihrer Person, ihre Geschichte und ihre Erfahrungen entgegen – also sind wir vorurteilsfrei und können sie stehen lassen?

  5. Wie bieten wir Mentoring und Begleitung für junge Erwachsene in ihren Umbruchs- und Reifungsphasen und dabei die Synergie Effekte der verschiedene Generationen nutzen

  6. Sind wir sensibel für ungesunde Machtstrukturen und negativen Dynamiken in unserer Gemeinden – gibt es also Freiräume wo offen und angstfrei darüber gesprochen werden kann

  7. Wie können wir in unsere Gemeinden eine Theologie fördern indem die Eigenständigkeit, Selbstverantwortung nicht begrenzt wird, sondern die Vielfalt von Kulturen und Denkens.

  8. Wie kann dafür gesorgt werden, dass gerade junge Leute Jesus auf gesunde Art und Weise folgen, ohne sich dabei selbst zu verlieren oder problematische Persönlichkeitszüge zu kompensieren – das betrifft Verkündigung, Seelsorge, Jugendarbeit, usw.

  9. Gibt es in unsere Gemeinde Raum und Sensibilität für das Thema Missbrauch, insbesondere geistlicher Missbrauch – gibt es Angebote zur Prävention und wo nötig zur Aufarbeitung?

  10. Können wir sehen, das Zweifel integraler Bestandteil des Glaubens und somit eine Ressource sind – fördern wir eine Kultur indem Fragen und Zweifel geäußert werden darf? Haben wir den Mut zu unsere Nicht-Wissen zu stehen bzw. können wir es aushalten dass es auf manche Fragen vielleicht keine oder zumindest keine einfachen Antworten gibt?


Samstag, 25. Februar 2012

25. Feb - Hochsensibilität und VSTN


Der Verein für Seelsorge und Therapie in Norddeutschland e.V. (VSTN) führt jedes Jahr einen Freundestag durch. Diesmal mit dem Thema „Sei doch nicht so empfindlich!“ in der Christuszentrum Itzehoe. Hochsensibilität ist zwar keine Krankheit, aber hochsensible Menschen stehen in der Gesellschaft unter einem enorm hohen Anpassungsdruck, der krankmachend wirken kann. Deshalb widmet sich auch der VSTN diesem Thema.

Aber was ist Hochsensibilität?

Es gibt Menschen, die feinere Sinne haben als die meisten anderen. Sie nehmen Dinge wahr, die anderen entgehen. Auf sie stürmt viel mehr ein. Obendrein denken sie auch gründlicher nach über das Wahrgenommene.

Erlebtes klingt länger in ihnen nach – viel länger – und es rührt sie tiefer an. Oft wissen sie nicht, wie sie mit dem Ansturm der Wahrnehmungen und Gefühle umgehen sollen. Sie hören immer wieder: „Sei doch nicht so empfindlich!“ oder: „Leg dir doch ein dickeres Fell zu!“ – doch das können sie nicht, ohne sich im Innersten zu verbiegen

Hochsensible Menschen sind anders als die Mehrheit. Sie sind nicht krank, aber sie leiden unter ihrem Anderssein. Unsere laute und schnelle Welt setzt sie unter einen hohen Anpassungsdruck.

Der Referent Reimar Lüngen aus Hamburg, der selbst hochsensibel ist, hat sich darauf spezialisiert hochsensible Menschen durch beruflichen Wandel zu begleiten.

Seine These: Hochsensibilität ist kein Fluch, sondern eine ganz besondere Gabe, aus der eine Reihe besonders wertvoller Stärken entstehen.

Unsere Gesellschaft braucht diese Stärken. Leider lassen sich hochsensible Menschen von der Lautstärke und dem Tempo der anderen leicht einschüchtern und ziehen sich zurück. Umgekehrt nehmen die anderen kaum Notiz von den Beobachtungen der Hochsensiblen.

Hochsensibilität ist ein Phänomen, bei dem Betroffene stärker als der Populationsdurchschnitt auf Reize reagieren, diese viel eingehender wahrnehmen und verarbeiten. Bis heute existiert jedoch keine eindeutige und anerkannte neurowissenschaftliche Definition des Phänomens.

Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Hochsensibilität wurde von der US-amerikanischen Psychologin Elaine N. Aron 1997 erstmals eingeleitet, ihre Werke gelten bis heute als der Grundstein der HS-Forschung.

Plastisch ließe sich sagen, dass die Sinnesorgane zwar nicht mehr Informationen als durchschnittlich aufnehmen, dafür aber weniger Sinneseindrücke aus der Wahrnehmung herausgefiltert werden. Gemäß Aron sei ein Prozentsatz von 10-20% hochsensibel.

Da die Reize tiefer, intensiver und detaillierter wahrgenommen werden und gespeichert, wird oft diese Eigenschaft mit bloßer Nervosität und Empfindlichkeit verwechselt, jedoch ist die Ähnlichkeit rein äußerlicher Natur.

HSP (hochsensibile Menschen) fallen in der Gesellschaft dadurch auf, dass sie selbst scheinbar unbedeutenden Sachen große Bedeutung beimessen. Der Hang zur Gewissenhaftigkeit, Detailverliebtheit und die Wertschätzung der sozialen Kommunikation erfordert Zeit, Akribie und eine ruhige Atmosphäre, die in modernen Zeiten leider nicht immer gegeben ist.

Bei Leistungsdruck und Tätigkeiten, die schnelle Entscheidungen erfordern, sind die HSP sehr häufig überfordert, eben aufgrund der Unmöglichkeit der geistigen Reduktion auf nur eine Aufgabe oder einen Wahrnehmungsbereich.

Aber auch im privaten Bereich ist Hochsensivität nicht eindeutig als Vorteil zu betrachten; zwar bringt HS sehr enge zwischenmenschliche Beziehungen mit sich, dennoch ist es häufig der Fall, dass HSP bei Nicht-Hochsensitiven auf Unverständnis stoßen, nicht zuletzt, weil Hochsensitive dem Verhalten des Anderen oft zu viel Bedeutung beimessen und daraus mitunter sehr weitreichende Schlüsse ziehen.

Es gibt jedoch mindestens genauso viele HS-Eigenschaften, welche heute als positiv bewertet werden. HSP fallen oft schon im Kindergarten auf, da sie meistens über eine sehr ausgeprägte und blühende Fantasie und komplexe "innere Welten" verfügen, sie haben oft herausragende soziale und psychologische Fähigkeiten und beherrschen mitunter sehr ungewöhnliche Methoden zur Lösung von Problemen, bei denen die Standardmethoden versagen (z.B. Schlichtung von komplexen Konflikten).

Das ausgeprägte Langzeitgedächtnis, welches meist recht früh in der Kindheit einsetzt, erlaubt ihnen umfangreiches Wissen anzuhäufen. Die meist stark ausgeprägte Orientierung in Raum und Zeit sowie scharfe Intuition bringen Vorteile mit sich, insbesondere für diejenigen Berufe, wo behutsames Handeln in unübersichtlichen Situationen (z.B. Botschafter, Psychologe) erwünscht ist.

Ich habe eindeutig nicht das Problem mit Hochsensibilität – vielleicht habe ich eher das Problem mit der Grobsensibilität :-)

Sonntag, 17. April 2011

17. April - Sechs Bausteine für Gottesdienste


Heute morgen habe ich in der Arche Lübeck predigt über das Thema "Gottesdienst"

Die evangelische Kirche gliedert den Gottesdienst so:

  1. Eröffnung und Anrufung
  2. Verkündigung und Bekenntnis
  3. Abendmahl
  4. Sendung und Segen
Ich lasse erst Mal das Abendmahl beiseite und dann gibt es für mich nur noch drei Hauptschritte
  1. Ankommen
  2. Begegnen
  3. Aufbrechen
Bei der Frage Gottesdienst habe ich mich immer gefragt: wer dient wen? Ich diene Gott oder dient Gott mir? Hoffentlich sowohl als auch.
Sechs Bausteine für unsere Gottesdienste

1. Eine Kultur der Gastfreundschaft ist gewollt

Wer Menschen einlädt, behandelt sie auch als Gäste. Sie werden begrüßt und verabschiedet, Getränke, Essen und Gesprächspartner sind da. Es ist alles darauf ausgerichtet, dass Gäste sich wohlfühlen. Niemand muss alleine herumstehen, in jedem Gast wird Christus geehrt.

Hebräer 13,1-2 – Die Bruderliebe soll bleiben! Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt.

2. Sprachfähigkeit des Glaubens wird unterstützt

Wir als Gemeinde Gottes können in ihren Worten und auf eine gemäße Weise sagen, was der Grund unserer Hoffnung ist .

1 Petrus 3,15 15 und seid allezeit bereit zur Verantwortung gegen jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist,

Wir verstehen auch nonverbale Dienste (Organisation, Technik, Esse, Werbung, etc) als Teil einer Kette, durch die Menschen die Chance bekommen, dem Evangelium zu begegnen. Gute und schwierige Erfahrungen des Glaubens im Alltag werden häufig und gerne erzählt.

3. Einladung zum Glauben ist prägend

Die Gemeinde will Menschen auf möglichst vielfältige Weise zu einer gelingenden Gottesbeziehung helfen. Sie setzt Fantasie und Kreativität ein, um die Gute Nachrichten so zu kommunizieren, dass sie ebenso zugänglich wie verstehbar ist und zum Glauben führen kann.

1 Kor 9,19-23 Denn wiewohl ich frei bin von allen, habe ich mich doch allen zum Knecht gemacht, um ihrer desto mehr zu gewinnen. 20 Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, auf daß ich die Juden gewinne; denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich unter dem Gesetz (obschon ich nicht unter dem Gesetz bin), damit ich die unter dem Gesetz gewinne; 21 denen, die ohne Gesetz sind, bin ich geworden, als wäre ich ohne Gesetz (wiewohl ich nicht ohne göttliches Gesetz lebe, sondern in dem Gesetz Christi), damit ich die gewinne, welche ohne Gesetz sind. 22 Den Schwachen bin ich wie ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne; ich bin allen alles geworden, damit ich allenthalben etliche rette. 23 Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm teilzuhaben.

Jeder Generation muss und soll ihre eigene Form der Anbetung entdecken! Lobpreis!!

4. Ehrenamtliche Mitarbeit ist selbstverständlich

Menschen bekommen die Chance, sich ihren Gaben und ihrer Lebenssituation entsprechend einzubringen.

1 Petrus 4,10 -11 Dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter der mannigfachen Gnade Gottes: Wenn jemand redet, so rede er es als Gottes Wort; wenn jemand dient, so tue er es als aus dem Vermögen, das Gott darreicht, auf daß in allem Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus, welchem die Herrlichkeit und die Gewalt gehört von Ewigkeit zu Ewigkeit!

Die Leitung der Gemeinde versteht sich als Trainer der Ehreamtlichen. Sie setzten ihre Zeit und ihre Kompetenz dafür ein, andere eine erfüllend Mitarbeit zu ermöglichen.


5. Beziehungen werden gelebt und gefördert.

Menschen werden wahrgenommen, angenommen und begleitet, es gibt viele Feste und Feiern. Freude und Leid werden geteilt, man kann Freundschaften schließen und durch Gemeinschaft heimisch werden.

Römer 12,9 -18 Die Liebe sei ungeheuchelt! Hasset das Böse, hanget dem Guten an! 10 In der Bruderliebe seid gegeneinander herzlich, in der Ehrerbietung komme einer dem andern zuvor! 11 Im Fleiß lasset nicht nach, seid brennend im Geist, dienet dem Herrn! 12 Seid fröhlich in Hoffnung, in Trübsal haltet stand, seid beharrlich im Gebet! 13 Nehmet Anteil an den Nöten der Heiligen, befleißiget euch der Gastfreundschaft! 14 Segnet die euch verfolgen, segnet und fluchet nicht! 15 Freuet euch mit den Fröhlichen und weinet mit den Weinenden! 16 Seid gleichgesinnt gegeneinander; trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen; haltet euch nicht selbst für klug! 17 Vergeltet niemandem Böses mit Bösem! Befleißiget euch dessen, was in aller Menschen Augen edel ist! 18 Ist es möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Friede

Es ist allen bewusst: Menschen werden durch gute Gottesdienste angezogen, ABER sie werden erst durch gelingende Beziehungen in der Gemeinde heimisch.

Mann kann nie genug feiern!!!

6. Seelsorge, Diakonie und gesellschaftliche Verantwortung gehören zum Evangelium

Zuhören und Begleiten, Hilfe und Unterstützung, Wachheit und Widerspruch sind nur verschiedene Facetten des einen Evangeliums. Fragen von Frieden und Schöpfungsverantwortung von gelingenden Beziehungen und gerechter Gesellschaft kommen regelmäßig und zentral auf die Tagesordnung.

Gal 6,10 So laßt uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an jedermann Gutes tun, allermeist an den Glaubensgenossen.

Hier kannst du die Predigt hören



Abends habe ich auch gepredigt dieses Mal aber in Vaale über 1 Korinther 12 und die geistlichen Gaben.

Hier kannst du die Predigt über 1 Kor 12 hören

Samstag, 8. Mai 2010

08. Mai - Nähe und Distanz, Dauer und Wechsel


Heute am allerletzten Tag von der fünfmonatige Seelsorge Schulung in Kiel haben wir uns mit den vier Grundstrebungen: Nähe - Distanz, Dauer – Wechsel von Schulz von Thun und der „Schatten“ als einer der wichtigsten Archetypen in der Analytischer Psychologie laut Carl Gustav Jungs

Das Modell von Nähe - Distanz, Dauer - Wechsel unter scheidet vier Grundstrebungen, die für die meisten Menschen mehr oder weniger zutreffen, das heißt in ihnen und zwischen ihnen aktiviert werden können.

Nähe
Hier steht der Wunsch nach vertrautem Nahkontakt; die Sehnsucht, lieben zu können und geliebt zu werden. Eine Bindung wird zumeist angestrebt, das Bedürfnis nach Zwischenmenschlichem, sozialen Interessen, Geborgenheit, Zärtlichkeit, ebenso nach Bestätigung und Harmonie, Mitgefühl und Mitleid, Selbstaufgabe.

Distanz
Hier äußert sich der Wunsch nach Abgrenzung von anderen Menschen, um ein eigenständiges und unverwechselbares Individuum zu sein. Die Betonung liegt auf der Einmaligkeit, der Freiheit und Unabhängigkeit, Unverbundenheit und Autonomie. Das Streben nach klarer Erkenntnis des Intellekts wird deutlich. Diese Tendenz beschreibt demnach jene Bedürfnisse im Menschen, die eher mit Distanz zu anderen zu tun haben.

Dauer
Die Sehnsucht nach Dauer und der Wunsch nach Verlässlichkeit und Ordnung aktivieren im Menschen Grundtendenzen, die mit folgenden Begriffen umrissen werden können: Planung, Vorsicht, Voraussicht, Ziel, Gesetz, Theorie, System, Macht, Wille und Kontrolle. Damit wird verdeutlicht, welche Grundstrebung gemeint ist: das den Moment Überdauernde wird angestrebt, um durch Langfristigkeit Sicherheit zu erlangen. Die zeitliche Dimension lässt sich auf den zwischenmenschlichen Bereich über tragen: Hier gelten Verantwortung, Pflicht, Pünktlichkeit und Sparsamkeit, Achtung und Treue.

Wechsel
Diese Tendenz beschreibt den Wunsch nach dem Zauber des Neuen, dem Reiz des Unbekannten, von Wagnissen und des Abenteuers; den Rahmen sprengen, den Augenblick er leben. Das Bedürfnis nach Spontaneität und Leidenschaft, Höhepunkten und Ekstase, Charme und Suggestion, nach Temperament, Genuss, Phantasie, Verspieltheit, Begehren und Begehrt werden wird



Der Schatten stellt das Gegenstück zum Archetyp der Persona dar und steht daher für die negativen, sozial unerwünschten und daher unterdrückten Züge der Persönlichkeit, für jenen Teil des „Ich“ der wegen gesellschaftsfeindlicher Tendenzen in das Unbewusste abgeschoben wird. Seine Entwicklung beginnt bereits in den ersten Lebensjahren des Menschen infolge der von der Umwelt an das Individuum herangetragenen Anforderungen, Erwartungen, Gebote und Verbote, die nur einen Teil der Persönlichkeit zur Entfaltung kommen lassen. Der Schatten wächst parallel zur Persona, gleichsam als deren „Spiegelbild“. Eine gewisse Parallele besteht zum Freudschen Begriff des „Es“, das im Gegensatz zu „Ich“ und „Überich“ ebenfalls die unbewussten Teile der Persönlichkeit repräsentiert.

Zunächst wird der eigene Schatten gewöhnlich negiert oder aber auf Personen und Objekte außerhalb des eigenen Ichs projiziert. Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Schatten, seine Integration in die Gesamtpersönlichkeit, zählt nach Jung indes zu den zentralen Aufgaben des menschlichen Reifeprozesses und stellt einen unabdingbaren Schritt auf dem Weg zur Ganzwerdung (Individuation) dar. Als vorwiegend moralisches Problem fordert sie vom Individuum beträchtliche seelische Anpassungsleistungen.

Nach ihrer Verdrängung in das Unbewusste entfalten die negativen Züge der eigenen Persönlichkeit meist erhebliche Dynamik und Wirksamkeit. Wenn die Integration des Schattens unterbleibt kann es auch zu seiner Projektion auf andere Personen oder Gruppen, kommen. Auf diese Weise entstehen unter anderem Vorurteile, aber auch das bekannte „Sündenbock“-Syndrom und Phänomene wie Fremdenfeindlichkeit, oder Rassismus.



Wir haben wahnsinnig viel angereizt in den letzten 5 Monate bei alle unsere Schulung. Einiges habe ich hier in meinem Blog vertiefen und aufarbeiten können und einiges haben wir auch vor Ort gleich geübt. Hoffentlich gibt es für mich immer wieder die Gelegenheit das gelernte auch zu benutzen um Menschen zu helfen.

Freitag, 7. Mai 2010

07. Mai - Persönlichkeitsentwicklung


Thorsten und ich haben heute unsere letzten Seminar Einheit für Seelsorge jetzt am Wochenende in Kiel gehabt.

Heute Abend haben wir uns mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung und insbesondere mit den Acht Kommunikationsstile nach F. Schulz von Thun

In seinem Buch "Miteinander reden" geht Friedemann Schulz von Thun auf die Unterschiedlichkeit in der menschlichen Persönlichkeit ein. Er stellt acht Kommunikations- und Interaktionsstile vor, die mit bestimmten Persönlichkeitsanteilen verbunden sind.

Jeder Stil beschreibt eine bestimmte Art und Weise zu sprechen und mit anderen Menschen umzugehen. Jeder Stil hat seine Stärken und Schwächen. Ausgehend von den Besonderheiten jedes Stils werden Persönlichkeitsentwicklung abgeleitet. Dabei geht der Author davon aus, dass die meisten Menschen Tendenzen unterschiedlicher Stile in ihrem persönlichen Kommunikationsstil vereinen.

Hier nun die Acht Kommunikationsstile nach F. Schulz von Thun

Der bedürftig-abhängige Stil

Beschreibung
Dieser Kommunikationsstil zielt darauf ab, von anderen Hilfe und Unterstützung zu bekommen. Dafür stellt er sich selbst als schwach, hilflos und allein nicht lebensfähig dar. Seinen Gegenübern gibt er dagegen das Gefühl stark und kompetent zu sein.

Mögliche Herkunft
Dieser Stil hat sich vielleicht herausgebildet, weil dem Bedürftig-Abhängigen als Kind wenig zugetraut und er überbehütet wurde. Möglicherweise ist das Kind aber auch zu wenig umsorgt worden und versucht nun als Erwachsener diese Umsorgung nachzuholen. Einen Einfluss auf die Herausbildung dieses Stils kann auch das Rollenbild vom „schwachen Geschlecht“ haben.

Interaktion mit anderen
Der Bedürftig-Abhängige befindet sich typischerweise in Beziehung zum helfenden oder zum sich distanzierenden Stil. In der ersten Konstellation scheinen sich Schützling und Helfer gut zu ergänzen. Problematisch ist aber, dass der Bedürftig-Abhängige immer hilfloser werden und sein Selbstvertrauen weiter sinken wird. In der Beziehung zum sich distanzierenden Stil wird das Bedürfnis des Abhängig-Bedürftigen überhaupt nicht erfüllt. Deswegen wird er immer stärker um Hilfe und Umsorgtwerden betteln.

Entwicklungsrichtung
Eine Stärke des Abhängig-Bedürftigen ist es, andere Menschen um Hilfe bitten und ihre Hilfe annehmen zu können. Weiter kann ihm das „Jammern“ zur Entlastung dienen. Als Entwicklungsrichtung nennt Schulz von Thun beim Abhängig-Bedürftigen Autonomie und Selbstverantwortung. Eine Veränderung in diese Richtung kann stattfinden, wenn der Abhängig-Bedürftige erkennt, dass er nicht nur passives Opfer ist, sondern Prozesse aktiv selbst gestalten kann. Weiter sollte er lernen, gezielt um Hilfe zu bitten, anstatt sich grundsätzlich als hilflos darzustellen.


Der helfende Stil

Beschreibung
Der helfende Stil stellt sich selbst als stark und belastbar dar und bietet anderen Menschen gerne Hilfe an. Weil er sich mit den Schwächen und Problemen anderer beschäftigt, kann er sich von eigenen Unzulänglichkeiten und Schwierigkeiten ablenken. Mit den schwachen Seiten seiner Persönlichkeit wird er nicht gerne konfrontiert.

Mögliche Herkunft
Möglicherweise wurde der Helfende als Baby in seiner Schwäche und Bedürftigkeit zu viel allein gelassen. Um den Schmerz dieser Erfahrung nicht wieder erleben zu müssen, verdrängt er nun Gefühle der Schwachheit und Abhängigkeit. Zusätzlich hat der Helfende die Erfahrung gemacht, dass er nicht für seine schwachen, sondern seine starken Seiten Liebe und Anerkennung bekommt.

Interaktion mit anderen
Um seine fürsorglichen Anteile ausleben zu können, tritt der Helfende vor allem mit bedürftig-abhängigen Menschen in Beziehung. Diesen begegnet er z.B. in seinem „helfenden“ Beruf (Krankenpflege, Sozialarbeit, Medizin). Dabei besteht die Gefahr, dass er latent zum Komplizen der Probleme dieser Menschen wird. Nur solange die Menschen Probleme haben, brauchen sie seine Hilfe, deshalb motiviert der Helfende sie unterschwellig, ihre Probleme nicht loszuwerden.

Entwicklungsrichtung
Was dem bedürftig-abhängigen Stil fehlt, hat der Helfende: Er hat genügend Selbstvertrauen, um eigenständig Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Allerdings übersteigert er Autonomie und Verantwortung soweit, dass er dabei seine eigene Bedürftigkeit verleugnet. Deshalb besteht der erste Entwicklungsschritt darin, die eigene Schwäche und Bedürftigkeit selbst anzuerkennen, um sie dann in einem zweiten Schritt auch anderen mitzuteilen und ggf. um Hilfe zu bitten. Im Kontakt zu Bedürftig-Abhängigen muss der Helfende lernen, sich innerlich abzugrenzen und ihnen eigene Schritte zuzutrauen.

Der selbst-lose Stil

Beschreibung
Der selbst-lose Stil stellt sich selbst als unwichtig und unbedeutend dar und entwertet sich damit selbst. Nur im Einsatz für andere erkennt er seinen Nutzen. Damit ihn andere nicht ablehnen, möchte er immer das tun, was von ihm erwartet wird und richtet sich völlig nach seinem Gegenüber. Oftmals lädt er sich für andere Lasten auf.

Mögliche Herkunft
Als Kleinkind ist dem Selbst-Losen vermittelt worden, dass er nicht wichtig sei, dass es nicht um ihn gehe. Um die Angst der Ausgrenzung zu überwinden, begann er sich durch andere zu definieren. Indem er anderen diente, bekam er zumindest ein bisschen Anerkennung.

Interaktion mit anderen
Partner des Selbst-Losen ist jemand, der es genießt, wenn sein Ego aufpoliert wird. Dadurch, dass sich der Selbst-Lose klein macht und sein Gegenüber idealisiert, kann dessen Selbstwertgefühl steigen. Aus diesem Beziehungsgefüge kann sich ein Teufelskreis entwickeln, wenn der Partner aggressiv-entwertende Tendenzen hat, die durch den selbst-losen Stil provoziert werden.

Entwicklungsrichtung
Auch der selbst-lose Stil hat im Kern etwas Positives: Es ist die Fähigkeit zur Hingabe zu anderen Menschen, die vor einer herrschsüchtigen Egozentrik schützt. Der Selbst-Lose sollte allerdings versuchen, ein gewisses Maß an Selbstbehauptung und Selbstbeachtung hinzuzugewinnen. So sollte er z.B. lernen, „ich“ und „nein“ zu sagen.

Der aggressiv-entwertende Stil

Beschreibung
Der aggressiv-entwertende Stil erhebt sich über andere Menschen. Um dies zu rechtfertigen, konzentriert er sich auf die Fehler und Schwächen der anderen. Hat er diese entdeckt, nutzt er sie, um sein Gegenüber „klein“ zu machen. Das geschieht aus Angst davor, dass seine eigenen Fehler und Schwächen aufgedeckt werden. Insgeheim hat der Aggressiv-Entwertende mit Minderwertigkeitsgefühlen zu kämpfen.

Mögliche Herkunft
Der Aggressiv-Entwertende hat als Kleinkind wahrscheinlich tief verletzende Demütigungen und auch körperliche Gewalt ertragen müssen. In seinem weiteren Leben möchte er es nun unbedingt vermeiden, erneut in die Position des Schwächeren zu kommen. Deswegen erniedrigt er andere und gesteht sich selbst keine Schwächen ein, um immer überlegen zu sein. Eventuell weist der Aggressiv-Entwertende im Kontakt mit hierarchisch übergeordneten Personen selbst-lose Tendenzen auf. Er buckelt vor ihnen und nimmt ihre Fehler auf sich. Um sein Selbstwertgefühl zu retten, erniedrigt er als Ausgleich dafür Personen, die ihm untergeben sind.

Interaktion mit anderen
Typischerweise findet sich der aggressiv-entwertende Stil entweder in der Interaktion mit einem ebenfalls aggressiv-entwertenden Partner oder einem Gegenüber mit selbst-losen Tendenzen wider. Im ersten Fall versuchen beide durch gezielte Angriffe auf die Schwächen des anderen die Oberhand zu gewinnen und beleidigen sich gegenseitig. Im zweiten Fall fordert der Selbst-Lose durch seine Tendenz sich selbst klein zu machen die Aggression des Aggressiv-Entwertenden geradezu heraus.

Entwicklungsrichtung
Dem Aggressiv-Entwertenden fällt es leicht, sich Respekt zu verschaffen und kritische Dinge beim Namen zu nennen. Sein Verhaltensrepertoire kann er positiv erweitern, wenn er lernt, anderen Respekt zu erweisen und ihnen Lob und Anerkennung entgegen zu bringen. Das kann ihm gelingen, wenn er sich bewusst vornimmt, ab und zu nur die positiven Seiten der anderen zu sehen.

Der sich beweisende Stil

Beschreibung
Der sich beweisende Stil kämpft ständig um seinen Selbstwert. An sich hält er sich nicht für besonders „hochwertig“ und ist daher stets bemüht, sich ins rechte Licht zu rücken. Damit möchte er sich und seine Umwelt von seinem Wert überzeugen und dafür Lob und Anerkennung erhalten. Die Pflege seiner vollkommenen Fassade kostet ihn viel innere Kraft.

Mögliche Herkunft
Als Kind fühlte sich der Sich Beweisende nicht um seiner selbst willen geliebt. Ausgehend von diesem Gefühl kombiniert mit seinem eigenen Ehrgeiz begann er anderen zu beweisen, dass er aufgrund seines Könnens und seiner Erfolge liebenswert ist.

Interaktion mit anderen
Besteht der Kontakt zwischen Menschen des sich beweisenden Kommunikationsstils, entsteht nach außen hin ein regelrechter Wettlauf darin, die eigene Kompetenz unter Beweis zu stellen. Nach innen vergrößert sich der Druck, die eigenen Schwächen und Fehler zu verdecken und „mitzuhalten“. Aber auch eine abwehrende Reaktion auf die Selbstprofilierung des Sich Beweisenden fördert seinen Leistungsdruck. Denn Unsicherheiten wie diese hat er gelernt durch das Herausstellen seiner Kompetenzen zu überwinden.

Entwicklungsrichtung
Der Sich Beweisende scheut sich nicht vor Konkurrenzsituationen und ist sich seiner eigenen Kompetenzen bewusst. Er neigt nicht dazu „sein Licht unter den Scheffel zu stellen“. Jedoch könnte er wesentlich entspannter leben, würde er sich auch zu eigenen Fehlern und Schwächen bekennen. Wagt er es, sein wahres „ungeschminktes“ Gesicht zu zeigen, eröffnet er sich die Chance, um seiner selbst willen geliebt zu werden.

Der bestimmende-kontrollierende Stil

Beschreibung
Der bestimmende-kontrollierende Kommunikationsstil möchte seine Umwelt inklusive seiner Mitmenschen lenken und kontrollieren. Er stellt Regeln auf und fordert von seinen Interaktionspartnern, diese einzuhalten. So möchte er sich vor unvorhergesehenen Überraschungen, Chaos und Kontrollverlust schützen.

Mögliche Herkunft
Menschen, die diesen Kommunikationsstil entwickeln, sind als Kind mit strengen Regeln erzogen und diszipliniert worden. Sie haben gelernt, alle inneren Impulse streng unter Kontrolle zu behalten, um nicht bestraft zu werden. Sie sind zur Überzeugung gelangt, dass nur durch Selbstdisziplin und strikte Regelüberwachung das innere und äußere Chaos vermieden werden könne.

Interaktion mit anderen
Besonders Personen mit bedürftig-abhängigen oder selbst-losen Tendenzen begrüßen die klaren Ansagen des Bestimmenden-Kontrollierenden. Seine Bestimmtheit und Verlässlichkeit geben ihnen Sicherheit, allerdings werden sie auch immer abhängiger von ihm. Wünscht sich der Interaktionspartner des Bestimmenden-Kontrollierenden dagegen Freiheit und Eigenverantwortung, wird er gegen die strengen Regeln des Bestimmenden-Kontrollierenden rebellieren und sie brechen. Was sich zu einem Teufelskreis entwickelt, da der bestimmende-kontrollierende Kommunikationsstil auf diesen Regelbruch mit noch strengeren Regeln und Verboten reagieren wird (z.B. „strenge“ Eltern vs. „rebellische“ Kinder).

Entwicklungsrichtung
Die Stärken des bestimmenden-kontrollierenden Kommunikationsstils sind Struktur, Planung, Selbstkontrolle und Klarheit. Damit der Bestimmende-Kontrollierende nicht einem einengenden Kontrollzwang unterliegt, sollte er aber versuchen, Mut zu Flexibilität, Offenheit und Vertrauen in andere zu entwickeln.

Der sich distanzierende Stil

Beschreibung
Der sich distanzierende Kommunikationsstil ist darauf ausgerichtet, den von ihm benötigten Sicherheitsabstand zu schaffen und zu bewahren. Dem Sich Distanzierenden ist es unangenehm, wenn ihm andere Menschen zu nahe kommen, sowohl räumlich als auch emotional. Er neigt dazu, alles aus einer sachlich rationalen Perspektive zu betrachten.

Mögliche Herkunft
Der Sich Distanzierende hat Angst davor in zu große Abhängigkeit von einem anderen Menschen zu geraten und distanziert sich deshalb lieber von vorne herein. Die Angst vor Abhängigkeit kann entstanden sein, weil es dem (meist männlichen) Kind schwer fiel, sich von seiner Mutter zu lösen.

Interaktion mit anderen
Von anderen Menschen wird der Sich Distanzierende leicht als arrogant und abweisend empfunden. Darauf reagieren sie mit Zurückhaltung und Ablehnung, wodurch sich der Sich Distanzierende unwohl und unwillkommen fühlt und sich weiter zurückzieht. Dadurch wird er immer ungeübter im zwischenmenschlichen Nahkontakt. Konfrontiert ihn ein anderer Mensch mit einem ausgeprägten Bedürfnis nach Nähe, fühlt sich der Sich Distanzierenden aber schnell bedrängt, was auch dazu führt, dass er sich weiter distanziert.

Entwicklungsrichtung
In der Berufswelt ist die Fähigkeit zwischenmenschliche Distanz zu wahren eine wichtige Qualifikation. Allerdings sollte der sich distanzierende Kommunikationsstil hin und wieder authentische Begegnungen von Mensch zu Mensch zulassen, um nicht als unnahbar und unverständlich zu gelten. Für die Arbeit in Teams sollte er darüber hinaus lernen, sich auf seine Kollegen einzulassen und eine gewisse Abhängigkeit von ihnen auszuhalten. Des Weiteren sollte der Sich Distanzierende darin üben, über eigene Empfindungen in Bezug auf sich selbst und andere zu sprechen.

Der mitteilungsfreudig-dramatisierende Stil

Beschreibung
Der mitteilungsfreudig-dramatisierende Kommunikationsstil liebt es, von sich selbst zu sprechen. Ihm passieren immer aufregende Dinge, die er in den schillerndsten Farben erzählt und sich so in den Mittelpunkt katapultiert. Dabei wirken seine Gefühle oft nicht echt, sondern übersteigert. Obwohl er viel von sich erzählt, lässt der Mitteilungsfreudig-Dramatisierende an sein wahres Inneres niemanden heran.

Mögliche Herkunft
Möglicherweise wurde der Mitteilungsfreudig-Dramatisierende als Kind nur beachtet, wenn er mit aller Vehemenz auf sich aufmerksam gemacht hat. Er hat gelernt, alle leisen Gefühle und Empfindungen in laute zu verwandeln. Eventuell fällt es dem Mitteilungsfreudig-Dramatisierenden aber auch schwer in Kontakt mit seinen eigenen Gefühlen zu kommen. Stattdessen inszeniert er sich und spielt Emotionen, um etwas zu fühlen und für sich selbst greifbar zu werden.

Interaktion mit anderen
Zunächst bekommt der Mitteilungsfreudig-Dramatisierende oftmals Anerkennung für seine spannenden Geschichten und Einfälle. Mit der Zeit fühlen sich seine Interaktionspartner jedoch häufig zu austauschbaren Zuschauern degradiert. Wenn sie die Beachtung verweigern, spornt das den Mitteilungsfreudig-Dramatisierenden dazu an, weiter „aufzudrehen“ und sich noch stärker in den Vordergrund zu drängen.

Entwicklungsrichtung
Mit dem mitteilungsfreudig-dramatisierenden Kommunikationsstil kommt keine Langeweile auf, mit Witz und Charme amüsiert er seine Mitmenschen. Diese Stärke findet ihre Balance, wenn er lernt, ein wahres Interesse an seinen Interaktionspartner zu entwickeln und sich im richtigen Moment zurückhalten kann, um sich auf sie einzulassen.

Samstag, 24. April 2010

24. April - Mediation


Dieses Wochenende ist wieder meine Seelsorgerschulung in Kiel. Heute haben wir u.a. mit dem Thhema Mediation auseinander gesetzt.

Mediation (lat. „Vermittlung“) ist ein strukturiertes freiwilliges Verfahren zur konstruktiven Beilegung oder Vermeidung eines Konfliktes. Die Konfliktparteien – Medianden genannt – wollen mit Unterstützung einer dritten allparteilichen Person (dem Mediator) zu einer gemeinsamen Vereinbarung gelangen, die ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht. Der Mediator trifft dabei keine eigenen Entscheidungen bezüglich des Konflikts, sondern ist lediglich für das Verfahren verantwortlich.

Ein zentrales Anliegen jeder Mediation ist es, die Konfliktparteien wieder in ein Gespräch zu bringen. Der neu beginnende kommunikative Ablauf ist so zu steuern, dass die Konfliktparteien:

  • Sache und Person von einander trennen;
  • individuelle Wahrnehmungsphänomene als Konfliktfaktoren anerkennen und
  • für sich Entscheidungsverzerrungen aufdecken.
Es gibt bei den meisten Mediation Modellen die folgenden fünf Phasen als Handlungsstrategie:

1. Phase: Auftragsklärung
Zunächst werden die Parteien über das Mediationsverfahren, die Rolle und Haltung des Mediators informiert, für die Konfliktvermittlung wird eine Mediationsvereinbarung abgeschlossen und das weitere Vorgehen miteinander abgestimmt.

2. Phase: Themensammlung
Zu Beginn der zweiten Phase stellen die Parteien ihre Streitpunkte und Anliegen im Zusammenhang dar, sodass die Themen und Konfliktfelder gesammelt und für die weitere Bearbeitung strukturiert werden können.

3. Phase: Positionen und Interessen / Sichtweisen- und Hintergrunderkundung
In der dritten Phase beginnt die eigentliche Problembearbeitung mit der Entscheidung über das erste zu behandelnde Thema. Danach erhalten die Beteiligten Gelegenheit, ihre Sicht des jeweiligen Aspekts des Konflikts zu jedem Themenpunkt umfassend darzustellen. Informationen, Daten und Wahrnehmungen werden ausgetauscht, bevor auf die unterschiedlichen und gemeinsamen Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der Parteien vertieft eingegangen und damit der Konflikt umfassend erhellt werden kann. Wichtig ist in dieser Phase vor allem der Übergang von Positionen zu dahinter liegenden Interessen und Bedürfnisse.

4. Phase: Sammeln und Bewerten von Lösungsoptionen
In der vierten – der kreativen – Phase werden zu den einzelnen Problemfeldern zunächst im Wege des Brainstormings Lösungsoptionen bewertungsfrei gesammelt. Nach Abschluss der Ideenfindung werden diese Lösungsoptionen von den Medianden bewertet und verhandelt. Der Mediator wird in dieser Phase meist das vorschnelle Beschließen von Lösungen bremsen, indem er gegenüber den Medianden hinterfragt, inwieweit die gefundenen Lösungen mit den in der vorherigen Phase ermittelten Interessen der Parteien oder den vorher erarbeiteten Kriterien für eine gerechte Lösung im Einklang stehen. Auch wird der Mediator gemeinsam mit den Beteiligten überprüfen, ob und wie sich die jeweiligen Lösungsoptionen in der Realität umsetzen lassen.

5. Phase: Abschlussvereinbarung
Zum Abschluss der Mediation werden die Ergebnisse (meist schriftlich) festgehalten. Üblich ist dabei die konkrete Regelung des weiteren Vorgehens einschließlich der Festlegung von Umsetzungsfristen bis hin zum Verhalten im zukünftigen Konfliktfall.

Die Entwicklung dieser fünf Phasen sowie ihr Einsatz in den vergangenen zwanzig Jahren haben Kommunikationstechniken integriert, die beherrscht werden müssen:
  • Problemlösen
  • Körpersprache
  • Aktives Zuhören und Paraphrasieren
  • Fragetechnik
  • Gewaltfreie Kommunikation
  • Ich-Botschaften senden
  • Rahmensetzungen (Framing, Reframing)
  • Die Anwendung von Heuristiken.
Darüber hinaus ist die Mediation bemüht, eine Transformation des Konfliktes bewirken zu können durch den Einsatz folgender Techniken:
  • Empowerment: Befähigung der Konfliktparteien zur Klärung eigener Interessen und Bedürfnisse;
  • Perspektivenwechsel: verständigungsorientierter Diskurs, um neue Handlungsmöglichkeiten zu schaffen;
  • Argumentationen strukturieren, auch Induktives Argumentieren und deduktives Argumentieren;
  • Transaktionsanalyse: Perspektiven für die lernende Organisation und Rollenverhalten.
Voraussetzungen für die Durchführung einer Mediation sind u. a.:
  • Freiwilligkeit – alle Beteiligten einschließlich des Mediators können die Mediation jederzeit abbrechen.

  • Verschwiegenheit – Der Mediator äußert sich außerhalb der Mediation nicht zu den Verfahrensinhalten.

  • Ergebnisoffenheit – Eine Mediation ist dann nicht möglich, wenn das Ergebnis bereits zu Beginn feststehen soll. Alle Konfliktparteien müssen mit einer gewissen Verhandlungsbereitschaft in die Mediation gehen. Dies umfasst auch die prinzipielle Verhandlungs- und Abschlussfähigkeit der Beteiligten.

  • Allparteilichkeit – Der Mediator leitet die Mediation allparteilich bzw. allparteiisch, das heißt, er steht auf der Seite jedes Beteiligten. Diese Haltung geht deutlich über eine einfache Neutralität hinaus; die inhaltliche Neutralität des Mediators erstreckt sich nicht auf seine Stellung gegenüber den Konfliktparteien. So gleicht er beispielsweise ein Machtgefälle zwischen den Parteien aus, indem er vorübergehend als Sprachrohr der kommunikationsschwächeren Partei agiert.

Samstag, 13. März 2010

13. März - Transaktionsanalyse


Thorsten und ich sind wieder in Kiel auf der Seelsorgeschule von Gerhard Neumann. Heute haben wir uns mit der Transaktionsanalyse beschäftigt.

Die Transaktionsanalyse (TA) bezeichnet eine aus der Psychoanalyse abgeleitete Theorie und ein daraus folgendes psychotherapeutisches Verfahren.

Die Transaktionsanalyse ist nicht nur ein psychoanalytisches Verfahren, sie stellt auch eine Theorie der menschlichen Persönlichkeit dar. Die Transaktionsanalyse wird folgendermaßen definiert: „Die Transaktionsanalyse ist eine Therapie der menschlichen Person und zugleich eine Richtung der Psychoanalyse, die darauf abzielt, sowohl die Entwicklung wie auch die Veränderung der Persönlichkeiten zu fördern.“

Die Transaktionsanalyse geht von drei Grundanschauungen aus:

  • Die Menschen sind in Ordnung und von Grund auf gut.
  • Jeder hat die Fähigkeit zum Denken.
  • Der Mensch entscheidet über sein eigenes Schicksal und kann seine Entscheidungen auch ändern.

Ich-Zustands-Modell
Die Transaktionsanalyse geht von der Annahme aus, dass jeder Mensch aus drei verschiedenen Ich-Zuständen heraus reagieren kann, die er bereits in der Kindheit entwickelt: Nach dem Strukturmodell oder Ursprungsmodell lässt sich analysieren, woher der Ich-Zustand stammt und wann er entwickelt wurde.

Zur Darstellung der Ich-Zustände hat sich in der Transaktionsanalyse das folgende Modell eingebürgert: Die Ich-Zustände werden durch drei Kreise dargestellt: EL, ER und K sind Abkürzungen.
  • EL = Ob er so fühlt, denkt oder handelt, wie er es von anderen Autoritätspersonen früher (Eltern) oder gegenwärtig übernommen hat (Eltern-Ich-Zustand = EL) - Exteropsyche.
  • ER = Ob er so fühlt, denkt oder handelt, wie er es in der Gegenwart nach den Gesichtspunkten der Situation und der Realität selbst bewusst entschieden hat (Erwachsenen-Ich-Zustand = ER) - Neopsyche.
  • K = Ob ein Mensch so fühlt, denkt oder handelt, wie er es als Kind auf Grund seiner Lebenssituation unbewusst oder bewusst selbst beschlossen hat zu tun (Kind-Ich-Zustand = K) - Archeopsyche.
Das Funktionsmodell verwendet die gleichen Bezeichnungen für die Ich-Zustände wie oben, bezieht sich aber auf das von außen bzw. von innen (aus der eigenen Perspektive) beobachtbare Verhalten.

Das Erleben und Verhalten des Menschen wird als Ausdruck wechselnder Ich-Zustände aufgefasst und führt die Beziehungen zwischen den Personen auf die Transaktionen zwischen o.g. Zuständen zurück.

Entsprechend diesem Modell kann sich jemand wie folgt verhalten:
  • EL = fürsorglich oder kritisch (Eltern-Ich-Zustand)
  • ER = der Situation angemessen und logisch (Erwachsenen-Ich-Zustand)
  • K = natürlich oder angepasst oder rebellisch (Kind-Ich-Zustand).
Das Ziel der TA ist ein Akzeptieren der eigenen Person (Ich bin o.k., so wie ich bin, auch mit meinen Defiziten) und eine Veränderung des gewohnten, bislang gelebten eigenen Verhaltens.

Die so gewonnene Klarheit gegenüber eigenen Gefühlen und Wertungen hilft dem Klienten / Mitarbeitenden Handlungsspielraum gegenüber anderen Menschen zu gewinnen, weil er durch den trainierten (intrapersonellen) Dialog in der Lage ist, Klarheit auch über die tatsächlichen Erwartungen seines Gegenübers zu erreichen.

Samstag, 13. Februar 2010

13. Feb - VSTN Freundestag


Das Thema des VSTN (Verein für Seelsorge und Therapie Norddeutschland e.V.) Freundestag war:

Reden ist Silber, Schweigen ist Mist.
Hilfreiche Gespräche führen – aber wie?


von Lars Mandelkow Dipl. Psych., Dipl. Theol. und Leiter der CBK

Hier sind nun meine Notizen:

Nun „Reden ist Silber und Schweigen ist Gold...

… wenn Handeln angesagt ist!
… wenn es nichts zu sagen gibt.
… wenn Worte stören.
… ich nicht gefragt bin.


Reden ist zwar kein Gold, aber ......besser als nichts.


Grundlagen guter Kommunikation - Sender und Empfänger

Hilfreiches Sprechen:
  1. Offen bleiben!
  2. Ich-Botschaften senden!
  3. Konkret werden!
  4. Beim Thema bleiben!
  5. Rückmeldungen nutzen!

Hilfreiches Zuhören:
  1. Zuwendung!
  2. Zusammenfassen!
  3. Offene Fragen stellen!
  4. Gefühle ansprechen!
  5. Rückmeldungen geben!

biblisch... Jakobus1,19:

  • Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder:
  • Ein jeder Mensch sei
  • schnell zum Hören,
  • langsam zum Reden,
  • langsam zum Zorn.

Helfende Gespräche...

… haben eine klare Rollenverteilung.

… haben ein Ziel: Hilfe!

… werden unter Leidensdruck geführt.


Beispiele und Tipps aus der Praxis

„... ich hab' ne Krise. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll...“

  • Kein Trostpflaster!

  • Keine schnellen Ratschläge!

  • Zuhören, nachfragen, echt bleiben!


„... ich habe Krebs.“

  • Die eigene Angst erkennen!

  • Flexibel bleiben!

  • Dranbleiben!

  • Zuhören, nachfragen, echt bleiben!


„... alles ist so schrecklich – ich, alles!“

  • Nicht retten!

  • Aushalten...

  • Für sich selber sorgen!

  • Zuhören, nachfragen, echt bleiben!

„... ich will nicht mehr leben.“



… eine Flasche Wein am Abend...
  • Sorgen ansprechen!

  • Angebote machen, ggf. mit Bedingungen.

  • Für sich selber sorgen!

  • Helfen durch Nicht-Helfen?

„... ich kann nicht mehr glauben.“

  • Zuhören, nachfragen, nicht verurteilen!

  • Die eigenen Zweifel erkennen!

  • Nicht retten, sondern retten lassen!

Ich habe den ganzen Tag gefilmt und irgendwann werde alles bearbeiten und daraus ich einen DVD erstellen.


Freitag, 22. Januar 2010

22. Jan - Veränderung durch Seelsorge


Mein guter Freund Thorsten hatte mich schon vor Monate zum einem Seelsorge Seminar in Kiel eingeladen. Freitagabend und den ganz Samstag ein Mal im Monat zwischen Januar und Mai – also 5 Treffen. Damals habe ich nicht zugesagt, weil meine Zeit viel lieber in der Verlobung stecken sollte.

Als nun die Verlobung aufgelöst wurde, kann Thorsten wieder auch mich zu und fragte mich ob ich Lust hätte an der Schulung teilzunehmen, das ich jetzt mehr Zeit habe. Er suchte auf jeden Fall einen Chauffeur um nach Kiel zu kommen aber auch die gemeinsame Zeit im Auto zu verbringen ist sehr wichtig.

Heute Abend haben wir mit dem Thema Veränderung angefangen und die Geschichte hat uns zuerst beschäftigt.

Erstes Kapital:
Ich gehe eine Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich falle hinein.
Ich komme mit hilflos und verloren vor
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos, wieder herauszukommen.

Zweites Kapital:
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist wieder ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich tue so, als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es sehr lange herauszukommen.

Drittes Kapital:
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich sehe es.
Ich falle immer noch hinein ... aus Gewohnheit.
Inzwischen habe ich mich schon daran gewöhnt.
Meine Augen sind offen.
Ich weiß, wo ich bin.
Es ist meine eigene Schuld.
Ich komme sofort heraus.

Viertes Kapital:
Ich gehe dieselbe Straße entlang.
Da ist ein tiefes Loch im Gehsteig.
Ich gehe darum herum.

Fünftes Kapital:
Ich gehe eine andere Straße.


Diese Geschichte wurde als „Der Prozess der Veränderung in fünf Kapiteln“ beschrieben. Wobei ich bin fest überzeugt das Kapital sechs fehlt – Warnschilder für andere ausstellen und Menschen auf die möglichen Gefahren sensibel machen.

Mir wurde durch diese Geschichte sehr deutlich wie wichtig es ist pro-aktiv in Leben zu sein und damit die Verantwortung für meine Entscheidungen und Reaktionen zu übernehmen. Ich bin nicht verantwortliche für die Löcher – aber ich bin wohl sehr verantwortlich dafür wie ich auf diesen Löcher reagieren.