Freitag, 3. April 2009

03. April - Glückstadt

Heute Morgen haben Ramona und ich frei gehabt und deshalb haben wir einen Ausflug nach Glückstadt gemacht. Die Fahrräder haben wir im Auto gepackt und wir sind dahin gefahren.

Glückstadt ist auf einem geplanten, fast sechseckigen Grundriss erbaut. Den Mittelpunkt bildet der Marktplatz mit dem Rathaus, der Kirche und statt einem Brunnen gibt es einem Kandelaber.

Das Fleth war durch die Stadtplanung als Binnenhafen konzipiert und als Handels- und Umschlagsplatz von großer Bedeutung. Wohlhabende Bürger und Gewerbetreibende ließen sich an beiden Seiten nieder. Nach der Zuschüttung des Fleths 1956 wurde im Rahmen der Stadtsanierung 1987 der frühere offene Wasserlauf in den alten Abmessungen wieder hergestellt.

Wir waren sehr beeindruckt von den Festungsgraben und die Städtischen Anlagen (Stadtpark). Das Fleth und das System der Festungsgräben versorgten damals von der Elbe her die Bewohner und Gewerbetreibenden mit Trink- und Brauchwasser. Der täglich zweimalige Tidenwechsel bewirkte, dass die Festungsgräben und das Fleth mit Frischwasser versorgt und im Winter das schnelle Einfrieren durch die ständige Strömung verhindert werden konnte. Diese klug durchdachte Wasserzuführung- und ableitung wurde als Wasserkunst bezeichnet.

Die Straße "Am Hafen" war bestimmt auch ein Highlight. Die Straße "Am Hafen" gilt als die bedeutendste Uferstraße Norddeutschlands. Sie lebt von dem abwechslungsreichen Spiel ihrer Fassaden. Die gesamte Häuserzeile steht unter Denkmalschutz.

Ramona war sehr von dieser kleinen Stadt begeistert und bestimmt werden wir wieder hinfahren.

Zum Schluss nach ein bisschen Geschichte: Glückstadt wurde 1617 von Christian IV. (König von Dänemark und Norwegen und Herzog von Schleswig und Holstein) gegründet, um dem wachsenden Hamburg einen Gegenpol zu bieten. Der Ort sollte eine uneinnehmbare Festungs- und Hafenstadt an der Unterelbe werden.

Der König versuchte, neue Einwohner durch das Versprechen der Religionsfreiheit zu gewinnen. Die ersten Einwohner übersiedelten aufgrund der kostenlos zur Verfügung gestellten Baugrundstücke und Steuerfreiheiten. Sowohl Juden aus Portugal und Reformierten aus Niederland gaben wichtige Impulsgeber für die Wirtschaft.



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